Wegen der 18.000 (Forum)

domlöwe, Saturday, 24.09.2022, 14:30 (vor 573 Tagen) @ Busfahra_

(1) Das Stadion darf an keiner Stelle höher werden, als die aktuell höchste Stelle (was die Vorderkante des Haupttribünendachs sein müsste). Neubau Haupttribüne, Überdachung Westkurve und Aufstockung Ostkurve inkl. Dach sind daher möglich, wenn sie allesamt nicht höher werden als die aktuelle Haupttribüne.

(2) Eine seitliche Erweiterung (sprich: größere Grundfläche) geht nicht mangels Platz (Nord-, Ost- und Südseite) bzw. ungeklärter Statik und exorbitanter Kosten (Westseite/Candidberg).

(3) Eine Tieferlegung des Rasens macht keinen Sinn wegen der Sichtachsen; dazu müssten sämtliche Tribünen mit passender Neigung komplett neu gebaut werden.

(1) ist zunächst mal nur eine Beschreibung ohne Begründung.

(2) Für dieses Problem gibt es prinzipiell eine Lösung, wie sie auch bei kleineren Stadien schon zigfach umgesetzt wurde: Zwei oder mehrere Ränge.Das würde ich zwar nicht ideal finden, aber wenn es die Lösung wäre, um auf deutlich über 20.000 zu kommen, sollte man das in Kauf nehmen.
Im Grunde genommen geht es doch um das Problem, in einem begrenzten Tribünenvolumen möglichst viele Zuschauerplätze unter zu bringen. Schaut euch doch mal die Bilder vom Station von Boavista Porto an.

https://www.stadionwelt.de/fotos-guides/stadion/fotos?id=933&folder=innen

Da kann mir doch keiner erzählen, dass am Grünwalder Station schon alle Möglichkeiten zur Optimierung dieses Problems schon ausgereizt sind.

(3) Das Sichtachsen berücksichtigt werden müssen, ist klar. Dass eine Tieferlegung bei einem von Anfang an als reines Fußballstation gebauten Stadion nicht oder zumindest kaum mehr möglich ist, ist auch klar. Allerdings hat es Tieferlegungen durchaus schon oft gegeben. In Deutschland etwa in Stuttgart, Nürnberg und Bremen. Im Ausland in Porto und Manchester. Dass das alles früher (und in Nürnberg heute noch) Leichtathletik-Stadien waren, ist ein berechtigter Einwand. Aber auch das Grünwalder Stadion ist ja nicht als reines Fußballstadion gebaut wurden. Deswegen überzeugt mich das noch nicht.
Im aktuellen Zustand hat man zum Beispiel auf der Gegentribüne nicht nur schöne freie Sichtlinien aufs Spielfeld (zumindest, wenn man sich den depperten Zaun wegdenkt), sondern auch freie Sichtlinien auf die ganzen Bechereinsammler*innen. Also scheint es für mich als Laie so, dass es in dieser Hinsicht noch Spielräume geben könnte.

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P.S:
Ich finde es irgendwie lustig, dass ausgerechnet ich versuche, Lücken in der Argumentation des FDS-Vorsitzenden zu finden, wenn er die 18.000 begründet.
Schließlich habe ich ja hier in der Vergangenheit schon ab und zu geschrieben, dass ich mit einer durchdachten Olympia-Stadion-Lösung durchaus gut leben könnte.


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