@Rosenheimer Löwe (Forum)
Ehrlich gesagt will ich bei so einem Thema bestimmte Aspekte, vor allem die Sicherheit betreffend, geklärt haben, bevor wir alles den Markt herausfinden lassen. Denn der freie Markt ist leider keine Garantie für verantwortungsbewusstes Handeln, nur für gewinnorientiertes. Ich habe kein Vertrauen, dass hier ausreichend auf kostenintensive Sicherheits- und Entsorgungsmaßnahmen gesetzt wird, wenn die Konkurrenz diese außer Acht lässt und dadurch billiger anbieten kann.
"Meine" Lösung ist halt ganz einfach, dass es unabhängige Sicherheitskontrollen (also Kontrollen von anderen Institutionen als dem Energiekonzern selbst) gibt. Diese können von staatlichen oder privaten Organen übernommen werden. Private Kontrollen könnten bspw. von (privaten) Versicherer (bzw. von von ihnen beauftragten Experten des Fachs) gemacht werden, die das AKW gegen diverse Schäden (Arbeitsunfälle, Brandschutz, Materialschaden, Umwelt usw.) versichert haben.Klar will der Energiebetreiber erstmal Gewinn machen, aber ebenso will die Versicherung Gewinn machen. Und nichts wäre schädlicher punkto GuV-Rechnung für eine Versicherung als wenn sie für grosse Schäden bezahlen müsste.
Aber allein aufgrund der Lagerproblematik, die auch durch das Endlagern im Meer nicht gelöst wird, ist Atomkraft für mich keine zukunftsfähige Form der Energiegewinnung.
We agree to disagree.Die Zukunft wird zeigen, wer recht hat
Jaja, schauen wir mal. Das Problem mit dem komplett freien Markt ist, dass er ähnlich wie der Kommunismus oder Staatssozialismus nur in der Theorie so funktioniert wie versprochen. Sobald es in die Praxis geht, treten die menschlichen Schwächen zutage. Korruption, Vorteilsnahme, Vetternwirtschaft, Lug und Betrug zu persönlichen Vorteilen. Die Zeche zahlt, hier wie dort, die Allgemeinheit.

