@domlöwe (Forum)

Rosenheimer Löwe, Monday, 14.11.2022, 11:59 (vor 1236 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !


Meine Meinung ist halt, dass der Staat mit dergleichem Unfug aufhören soll und im Gegenzug die Betreiber alle Kosten tragen sollen.[ Ausser die, die die Atomgegner selber verursachen (wie die Polizeikosten bei Demos gegen Castortransporte.)]

Und die Betreiber, die existieren garantiert noch in 50 oder 100 Jahren? Oder wie müsste man sich das praktisch vorstellen? Sollten die Betreiber die Kosten für 5- oder 10 000 Jahre im Vorhinein entrichten oder zumindest auf ein Sperrkonto einzahlen? Oder müsste man sich da einfach darauf verlassen? Nicht, dass dann am Ende doch wieder der Staat aufkommen muss...
Und der Strom aus den Atomkraftwerken müsste dann ja erheblich teurer werden, wenn er nicht mehr subventioniert wird. In einer liberalen Welt, warum sollte ich da den teuren Atomstrom kaufen, wenn erheblich günstiger produzierter Strom aus Wind-, Wasser- oder Solarenergie auf dem Markt ist? Oder würde der dann aufgrund der hohen Nachfrage genauso teuer?
Und wie ist es mit der Haftungsfrage? Wer bezahlt, wenn etwas passiert? Auch die Betreiber und ihre Versicherungen? Allein die Kosten für diese Versicherungen dürften nicht gering ausfallen. Auch die gälte es dann auf den Verbraucherpreis umzulegen.

Für mich steht fest: Eine Form der Energiegewinnung, deren Hinterlassenschaften alleine schon für mehrere 10 000 Jahre unkalkulierbare Risiken bergen, ist nicht zukunftsfähig und muss schnellstmöglich beendet werden. Im Übrigen glaube ich ganz einfach nicht, dass die Energiekonzerne und ihre Fürsprecher in den konservativen und liberalen Parteien vorhaben, die bisher sozialisierten Kosten und Risiken auf die Betreiber umzulegen. Weil es sich dann eben nicht mehr rentiert.


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