vielleicht doch nicht so einfach (Forum)

Teng, Wednesday, 12.03.2014, 18:58 (vor 4399 Tagen) @ Zahlenlöwe

Weitere Nachforschungen, woher das Geld tatsächlich stammt, werden schon allein deshalb nicht angestellt, weil jede in Betracht kommende Straftat verjährt ist. Im Übrigen ist die Herkunft insoweit klar, dass es tatsächlich Geld - Kredit, oder so ;-) - von Herrn Dreyfus an Hoeneß gab (ins. wohl 20 Mio Euro), und Hoeneß mit seinen Devisengeschäften anfangs sehr erfolgreich war (innerhalb weniger Jahre wurden aus 20 über 150 Mio)- gleichwohl soll davon kaum mehr was übrig sein. Im Übrigen hat Hoeneß als Einkommensmillionär einen Betriebsprüfer vom Finanzamt zur Seite gestellt bekommen. Der sagt, im Inland alles ok - was im Ausland ist, davon hatte er und das Finanzamt keine Ahnung.

Die kurze Prozessdauer führe ich darauf zurück, dass es einzig um die Frage geht, ob die Selbstanzeige wirksam ist - denn der Sachverhalt an sich ist unbestritten. Ich glaube nicht, dass er damit durch kommt. Die ganz genaue Höhe der Steuerhinterziehung wird das Finanzamt schon noch errechnen - das können die ganz gut. Für die Strafzumessung ist das nicht mehr so entscheidend - egal ob es nun 25 oder 35 Mio sind - offenbar ist es ja sowieso der höchste je in Deutschland angeklagte Fall von Steuerhinterziehung. Übrigens geht es im BGH-Urteil mit der Millionengrenze bei der Bewährungsstrafe um Million pro Jahr. Deshalb ist Hoeneß auch der Steuerhinterziehung in sieben Fällen angeklagt - es geht um sieben Jahre. Auch dieses Kriterium (Millionengrenze) hat Hoeneß zumindest in zwei Fällen gerissen - und das gleich mehrfach.


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