Wie möchtest Du es denn haben? (Forum)
Ich denke, aber evtl. siehst Du das anders, das ich nie behauptet habe für die HAM Entscheidungen zu fällen (bzw. das zu dürfen). Als Aufsichtsrat interessiert mich primär die KGaA und erst dann die Gesellschafter. Zumindest ist das mein Verständnis, aber auch da kann man, wenn auch dann nicht mehr ganz rechtskonform, anderer Meinung sein.
Ich frage mich gerade, bist Du mehr Sokrates oder Platon….
Hab mich da noch nie damit befasst welche "Schulen" / Ideologien / Lebensweisheiten hinter Sokrates oder Platon stehen und müsste den Unterschied erst mal googeln. Was ich aber weis ist, dass ich es eher nicht mit Diogenes halte, zumindest halte ich nichts von "beengten Wohnverhältnissen". 
Zum Thema: bisher war man ja von den Vertretern der HAM eine solche Einstellung nicht gewohnt…
Ja, geb ich Dir recht, aber genau die rechtliche Lage (keine Ahnung warum das so wenige in diesem Amt interessiert hat) und auch die Vereinbarung mit der HAM in dem Punkt "eigene Entscheidung pro KGaA" war mir extrem wichtig und ohne diese Klarheit hätte ich das Amt auch nicht übernommen. Ich halte auch, aber evtl. ist das auch nur ein Wunsch von mir der nicht erfüllbar ist, nichts davon wenn Menschen im Aufsichtsrat entweder die "Interessen" des e.V. oder die "Interessen" des Investors vertreten sondern der Aufsichtsrat ist dafür die die Interessen (absichtlich ohne Gänsefüßchen) der KGaA zu vertreten (eben auch gegenüber der Geschäftsführung und den Gesellschaftern). In der Gesellschafterversammlung sehe ich das anders, daher vertrete ich dort die HAM auch nur mit einer klaren Vorgabe des Gellschafters und wenn möglich mache ich das nicht, aber durch die räumliche Nähe München ist es halt manchmal praktischer.
Nur hängt meiner Meinung nach die Entwicklung der KGaA nicht von der Höhe der Darlehen oder Abrufen aus alten Darlehen ab, sondern wie man die Gelder verwendet, da gibt es mMn erheblichen Verbesserungsbedarf..
Ja, allerdings sind da die Gesellschafter eher gar nicht und der Aufsichtsrat nur sehr bedingt zuständig bzw. zu viel "Einmischung" in die operative Tätigkeit in der KGaA ist dann auch nicht hilfreich. Hier den richtigen Mittelweg zu finden ist, zumindest meine Meinung, extrem schwer, in der Konstellation mit zwei Gesellschaftern noch schwerer und leider zeigt sich meistens erst im nachhinein ob es genug, zu viel oder zu wenig Einmischung war.
Oder um es an einem anderen Beispiel zu Formulierung, der Verwaltungsrat des e.V. hat die Aufgabe die operativ Verantwortlichen im e.V. zu überwachen und zu unterstützen. Wenn ich mir aber die Bilanzen des e.V. trotz der klaren Vorgabe in der Satzung für jede Abteilung einen in der Abteilung selbst ausgeglichenen Etat vorzulegen und auch einzuhalten, dann hat da was nicht funktioniert. Das ist aber halt im Nachhinein immer einfacher zu Beurteilen als während des laufenden Jahres und vorher sehr schwierig. Allerdings lässt sich aus solchen Vorgängen auch lernen was fehlt damit so etwas nicht mehr passiert. Aber wie gesagt, anderes Thema, aber mit Verwaltungsrat im e.V. ähnliche Aufgaben wie der Aufsichtsrat in der KGaA und daher, meiner Meinung nach, als Vergleich sehr gut geeignet.
Und ich bleibe dabei, ein Investor (im Rahmen der Lizenzvorgaben) der nicht investiert, ist kein Investor..
Auch hier kann man, wie auch beim Thema "neues Geld" (entweder sind abgerufene Gelder aus alten Darlehen "neues Geld aus Darlehen" oder es sind halt nur neue Darlehen auch "neues Geld aus Darlehen") unterschiedlicher Meinung sein. Ich selbst habe in diverse Firmen in Deutschland (nicht über Aktien sondern über direkte Beteiligungen) investiert und weder kümmere ich mich dort operativ um etwas, noch schieße ich laufend Gelder für was auch immer (auch nicht für Infrastruktur oder Wachstum oder ...) nach, sondern ich habe Anteile gekauft. Damit bin ich dort "Investor", auch wenn ich nicht laufend Geld, das ich an anderer Stelle verdiene, in diese Firma "schiebe" (in welcher Form auch immer). Aber das ist nur meine Meinung, aber die Sichtweise ein "Investor" ist nur dann ein Investor wenn er laufend Geld in eine Firma (nichts anderes ist die KGaA) "schiebt" ist halt eine Sichtweise die mir nicht gefällt, aber ja, die kann man haben. Ich verstehe (gerade noch), wenn man sich von einem Investor Geld dafür wünscht, dass eine Firma nach dem sinnvollen Einsatz dieses Geldes dann ohne "frisches" Geld auskommt, aber was macht man dann, wenn das nicht klappt? Ist der Investor denn nur weiterhin ein "Investor" wenn er danach (hat ja nicht geklappt) weiter Geld in die Firma steckt? Auch das kann man so sehen, ist halt auch nicht meine Meinung.
