Merz mag tomtom & Co. nicht – er will Klarnamen im Netz (Forum)
Ich sehe hier zwei unterschiedliche Probleme: das eine sind die Äußerungen bspw. im Kommentarberiech des Bloggers. Diese sind oft genug justiziabel, sei es durch Beleidigung, aber auch Verhetzendes habe ich dort schon gelesen. Dass dies mit dem Verweis auf mangelndes öffentliches Interesse nicht weiter verfolgt wird, ist mEn sowohl ein Skandal als auch ein Fehler in der Exekutive bzw. der Personen dort, die Gesetzeslage würde eine Verfolgung der Taten durchaus hergeben.
Den Befürwortern der Klarnamenpflicht möchte ich wiederum diesen, unter dem Namem "Herr Haekelschwein" auf Mastodon geposteten, Beitrag ans Herz legen:
„Björn Höcke“ ist ein Klarname. Und der schämt sich trotzdem nicht, rechte Hetze zu verbreiten.
„Willy Brandt“ hingegen war mal kein Klarname, weil man manchmal ein Pseudonym braucht, um sich vor Nazis zu schützen.
Man sieht ja auf Facebook, dass Rassisten, Rechte und Frauenfeinde kein Problem damit haben, unter ihren Klarnamen zu posten.
Und dass die Klarnamen der anderen ihnen sogar dabei helfen, Opfer zu finden.
Klarnamenpflicht macht den Grad der Anonymität von der Häufigkeit des Namens abhängig. Hans Müller ist anonymer als Jasomirgott Lempel.
Nur noch Menschen mit Allerweltsnamen könnten im Internet gefährliche Gruppen kritisieren und in Selbsthilfeforen posten.
Manche Berufe, wie Lehrer, würden vielleicht gar nichts mehr zu Politik posten, wenn es nur unter Klarnamen erlaubt wäre.
Eine #Klarnamenpflicht bedeutet indirekt auch die Pflicht zur Offenlegung von Geschlecht und Migrationshintergrund.
