Deutscher Mietertag (Forum)

nordkurvenasso, Donnerstag, 10.06.2021, 09:05 (vor 11 Tagen) @ United Sixties
bearbeitet von nordkurvenasso, Donnerstag, 10.06.2021, 09:17

Hab gerade gehört, dass seit 2006 über 1 Mio. Sozialwohnungen weggefallen sind (von ursprünglich 2,1 Mio. insgesamt auf 1,1 Mio. ). Mein älterer Sohn hat eben eine sanierte Wohnung in M-Perlach bezogen und bezahlt auf regulären Mietmarkt für 70 qm Wfl. 1.300 Euro kalt mtl. Schwägerin zahlt 1.200 Euro für 80 qm Wfl. in Giesing.
Ist das inzwischen wirklich so extrem und wie schaut es denn inzwischen mit Genossenschaftswohnungen aus , was haben hier die SPD mit den Grünen als regierende Parteien verbockt oder warum wird da nicht deutlicher gegengesteuert ( hohe Baukostenentwicklung u.v.m. ) ?
Danke für Eure Einschätzungen und Tips

Hab mal was von Angebot und Nachfrage gehört -

"Sozialwohnungen" sind solche Wohnungen, die dem normalen Arbeitnehmer, wenn er Vollzeit in "Nichtprekariatsverhältnissen" arbeitet, vorenthalten sind, weil er in der Regel "zuviel" verdient.

Hab einen Kumpel der in einer Genossenschaft als Bauleiter tätig ist. Er zitiert das klassische Beispiel von der Krankenschwester oder dem Krankenpfleger. Selbst die verdienen "zuviel".


Bei mir in der Nähe gibts eine Wohnanlage der Gewofag aus den 50/60er Jahren, wo früher kleine Angestellte mit ihren Familien gewohnt haben. (einer war Maler mit drei Söhnen, die er in den 70ern immer regelmässig verprügelt hat - klassisch im weissen Feinripp) Die sterben jetzt alle raus und die Nachfolger sind eben "sozialwohnungsberchtigt". Die Veränderung des Stadtbildes in unmittelbarer Umgebung ist gut zu beobachten.

Wieviel Einwohner hat München heute nochmal?
Und wieviel vor 30 Jahren?


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