Gründung einer Stadion-Betriebsgesellschaft geplant (Forum)
Ich finds absolut top wie ihr beide gerade offen und transparent kommuniziert. Man erkennt die unterschiedlichen Herangehensweisen, Erfahrungen und vor allem Sichtweisen. Das ist es, was für mich "Diskussion auf Augenhöhe" ausmacht. Herzleichen Dank dafür.
Danke für die Blumen, aber das ist, oder zumindest sollte, doch normal sein. Alles andere ist keine Kommunikation bzw. keine Diskussion.
Bitte seht es mir nach, ich bin viel zu sehr daran interessiert, wie ihr weiter mit den Themen umgeht, als hier irgendwen mit meinem Senf zu behelligen. Ich werde auf die Fragen, die mir direkt gestellt wurden antworten, und mich dann wieder vom Acker machen, wenns Recht ist.
Viel gibt es zu dem Thema eh nicht mehr zu diskutieren, dazu ist noch zu viel unklar.
Zu Frage 1 von Herbert, ob man bei der Frage danach, wie die Gesellschaft finanziert wird, transparenter umgehen muss. Ja, da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Diese Antwort muss offen gelegt werden. Ich war persönlich von der Klausel "aber die Mitgliedsbeiträge werden dafür nicht angetastet" überrascht.
Ich auch
, allerdings gehe ich eher davon aus, dass halt dann Geld aus den Einnahmen vom Bamboleo genommen wird oder Sponsorengelder oder ..., daher fand ich die Formulierung "unnötig". Zusätzlich würde noch Geld von der FDS Sinn machen und das am besten gegen Anteile an der Gesellschaft, es geht ja nicht nur um 25.000,- Euro sondern auch um den Aufwand für die / eine Studie, etc. und da würde FDS halt vom Zweck, der Ausrichtung, etc. gut passen.
Zu Frage 2 von Herbert, inwieweit die KgaA in die Planungen eingebunden werden muss: Meine Grundsätzliche Antwort als Aussenstehender würde ich sagen: Das seng ma dann, wenns so weit is, weil soweit is no ned. Aber ich hab auch keinen Einblick in die Stadionkommission.
Wie schon mehr mehmals geschrieben, eine Sonderimmobilie zu planen oder auch nur darüber zu diskutieren ohne den Ankermieter finde ich nicht sinnvoll und da gibt es (für mich) auch kein "das seng ma dann, wenns so weit ist" sondern ein klares "der potentielle Mieter muss mit eingebunden werden sonst funktioniert es nicht".
Ich finds interessant, dass du hier im Namen der KgaA sprichst und die Teilnahme an der Stadionkommission einforderst.
Ich bin immer noch der Meinung, dass auch der Aufsichtsrat (da gehts immerhin um die Genehmigung eines Budgets) zumindest im Bereich "Finanzierung" mit eingebunden wird. Immerhin wird ja wahrscheinlich
auch eine Miete = Ausgaben = Budgetrelevant für die KGaA verlangt und es gibt diverse Vermarktungsmöglichkeiten (liegen die dann bei der KGaA oder bei der Stadionbetreibergesellschaft oder bei einem evlt. Dritten Gesellschafter oder bei der FDS
) die ebenfalls Budgetrelevant für die KGaA sind. Daher, aber wie gesagt, das ist meine Meinung wäre es gut den Aufsichtsrat der KGaA mit einzubeziehen, aber das kann man evtl. auch anders sehen und natürlich akzeptiere ich die Entscheidung des Präsidiums.
Erfolgt das in Ermangelung eines aktiven Geschäftsführers? Wie auch immer: Die frage treibt mich um, denn wie soll es beantwortet werden?
Nein, das (siehe oben) erfolgt als Aufsichtsrat und die KGaA ist ja (zumindest ist das mein Stand, aber wie Du ja schon anmerkst, das mache nicht ich sondern die KGaA und deren Vertreter bin ich halt nicht) eingebunden.
Gerade auch in Hinblick auf Frage 3, die weiter unten folgt: Wer entscheidet bei 1860, wie die Sportstätte von 1860 auszusehen und finanziert werden soll?
Meiner Meinung nach, aber das ist wirklich nur meine Meinung, die Stadionbetreibergesellschaft gemeinsam mit dem Ankermieter (also der KGaA) wären hier die richtigen für die Entscheidungen. Wer aber z.B. Geschäftsführer der Stadionbetreibergesellschaft wird / werden soll und wie die Satzung dieser Gesellschaft aussieht und welche Beteiligungsverhältnisse dort gewollt bzw. angedacht sind, das wird sicher der e.V. beantworten.
Die Frage, "Wer ist 1860" kann man auf verschiedenen Ebenen diskutieren. Sei es auf der rechtlichen Ebene, auf welcher die KgaA als Betreiber der Fußballmannschaft natürlich ihre Interessen vertritt?
Die rechtliche Ebene ist einfach, da gibt es nur viele die e.V. (gemeinnütziger und wirtschaftlicher Zweckbetrieb), KGaA, Geschäftsführungs GmbH, Gesellschafter, Stadionbetreibergesellschaft, diverse Gremien, etc. nicht "auseinander" halten können oder (wahrscheinlich meistens) nicht wollen.
Auf der emotionalen Ebene, bei der die Fans entscheiden wollen, dass die Anzeigentafel zu bleiben hat, nichts die Sichtachse versperrt und - vor allem - nicht noch ein "Aktionär" mehr (sic swisslion) sich breitmacht?
Da dürfte eine Infos-Veranstaltung des e.V. und / oder die Mitgliederversammlung der einzige Weg sein um diese "Ebene" zu vertreten.
Oder ist es die Philosophische Ebene, in der am Ende immer darüber schwadroniert wird, wer eigentlich der Verein ist. Wer die Hosen an hat und wer "Ober und wer Unter" ist?
Der Verein sind wir (alle Mitglieder) und keines der Gremien, keine Mitglieder von Gremien und schon gar nicht eine Tochtergesellschaft.
Puh, Sechzig hat brutal viele Interessen und verdammt viele Bedürfnisse. Natürlich müssen alle unter einen Hut gebracht werden. Auch die Bedürfnisse und Interessen der KgaA. (Manchmal träume ich sogar davon, dass alle bei Sechzig am Ende die gleichen Interessen und Bedürfnisse haben ...)
Ja, definitiv, da hast Du recht.
Zu Frage 3 von romirei, wo in der Satzung der Passus steht, "dass der Vereinszweck die Gründung einer Gesellschaft zum Planen, Bau und Umsetzung einer Sonderimmobilie für eine Firma deren Mehrheitsbeteiligung bei einem Dritten liegt". Das steht da nicht. Aber Ziffer 2.1.b beschreibt als Vereinszweck die Errichtung und den Betrieb von Sportanlagen. Und unter dieser Ziffer ist definitiv nicht ausgeschlossen, dass man dafür auch Tochterfirmen gründen darf. Um die Fragen 1 und 2 zusammen zu führen: Ja, 1860 hat dafür zu sorgen, dass 1860 eine Spielstätte hat. Und ja, es sollte wirklich sichergestellt werden, dass nicht noch ein weiterer Spekulant in unserem Namen sein Unwesen treibt. Die Frage, wer diese Gesellschaft finanziert, sollte bald geklärt werden. Der Passus in der Veröffentlichung wurde ausgesprochen schwammig beschrieben - ziehts des bitte grad! Ihr lest ja eh alle mit
So viele Verantwortliche im e.V. lesen glaube ich hier nicht mit, aber es gibt ja noch Drucker und spätestens eine Mitgliederversammlung (besser natürlich vorher klären sonst könnte es wie bei der ein oder anderen Satzungsänderung oder anderen Anträgen laufen) in der dann Fragen gestellt werden können.
Und wenn es Recht ist, würde ich jetzt euch beiden wieder das Feld überlassen!
Danke und das mit 2.1.b wollte ich auch gerade schreiben, wobei ich mir ziemlich sicher bin, allerdings bin ich im Vereinsrecht was das Thema "Gemeinnützigkeit" angeht, nicht so bewandert, das es um Sportstätten für Vereinsmitglieder oder evtl. noch für die Öffentlichkeit geht und nicht um eine Spielstätte für eine ausgegliederte Profimannschaft. Aber sicher bin ich mir da nicht, wie ein Finanzamt das sieht, evtl. ok, aber halt im wirtschaftlichen Zweckbetrieb, das wäre zumindest das für mich wahrscheinlichste.
PS: Wenn ich mich mit Romirei "alleine" unterhalten will, dann treffen wir uns oder telefonieren, daher "bleib ruhig hier mit dabei" 
