Eigene Erfahrung - es gähd hoit ned! (Forum)
Wir verpachten die Gaststätte in unserem Verein in der Stadt seit 50 Jahren. Seit einigen Jahren, befeuert durch die Coronaschließungen, wird der Betrieb der gaststätte immer schwieriger. Bei uns sind jetzt zwei verschiedene Pächter hintereinander wirtschaftlich gescheitert. Der allgemeine Preisanstieg führt zur Verlagerung des "Betriebs" in Bereiche außerhalb des Vereinsheims (Kabine, Vereinsräume). Fußballübertragungen werden für Gastrobetriebe zum finanziellen Fiasko, weil viel zu wenige Leute kommen. Faktisch ist die lange gewachsene Symbiose Gastronomie-Verein im städtischen Umfeld nicht mehr möglich. Das mag in Stadtrandlagen oder außerhalb ganz anders sein. Aktuell diskutieren wir die Optionen außerhalb des Betriebs als öffentliche Gaststätte und die damit einhergehenden Möglichkeiten für den Verein.
Das Thema ist doch, dass auf Bezirkssportanlagen die Stadt München als Verpächter agiert, und damit auch die Defizite des Betriebs zu tragen hat. Aus beschriebenen Gründen gibts da zumeist eine eher niedrige Pacht - bei steigenden Kosten für den baulichen Unterhalt. Mit der Übergabe der Versorgung an die Vereine in kioskähnliche Einrichtungen wandert das Thema halt zu den Vereinen.
Die klassischen halb ehrenamtlichen Vereinswirte sind eine aussterbende Spezies. Auch das führt in diese problematische Situation.
Ich kann die Argumente der Stadt in dieser Sache absolut nachvollziehen. Weil wir exakt vor dem gleichen Problem stehen.
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Sechzig München gibt's nur in Giasing!
