Bundestagswahl am 26.9.2021 (Forum)

lustiger_hans, Friday, 11.12.2020, 15:30 (vor 2025 Tagen) @ Joerg

Du bist also der Meinung, wenn Merz Kanzlerkandidat wird und deswegen die Union auf 28 % oder noch weniger drückt, muss er unbedingt auch Kanzler werden, um die Demokratie zu retten ?

Dem kann ich nicht folgen.


Nein. Er darf auch gerne als Konsequenz sein Mandat nicht antreten und sich nicht als Kanzler aufstellen lassen. Dann wäre es aber verlogen, einen andern CDU-Kanzler zu wählen. Entweder sagt man: Ok, wir sind abgewählt, soll wer anderes machen und man wählt einen Kanzler der XY-Partei. Oder man sagt: Ok, wir sind gewählt, eine Koalition anzuführen, dann gibt es keinen sinnvollen Grund, den dazu aufgestellten und gewählten Kandidaten nicht auch zum Kanzler zu machen; im Gegenteil wäre es ein Betrug am Wähler, der sich für diese Konstellation entschieden hat und ansonsten evtl. anders entschieden hätte.

wenn die cdu irgendjemanden aufstell heisst das ja nich gleich, daß dieser gewählt/nicht gewählt wird, und wenn mal nciht ein cduler kanzler wird sehe ich die femokratie nicht in gefahr

Ich bin mir nicht sicher, ob du mich richtig verstehst. Wählt man die CDU ab oder sie wird Juniorpartner, hat sich das Thema ja eh erledigt. Wobei das Grundproblem ja bliebe: Eine Kandidaten hinstellen und dann hinterher einen anderen wählen, das geht garnicht, das wäre Betrug am Wähler, der sich ja sonst evtl. anders entschieden hätte. Obwohl natürlich rein technisch möglich, das Parlament kann ja prinzipiell wählen, wen es will; das macht es nicht Anständiger.

Das hat doch bei der Europawahl schon zu ziemlichem Missmut geführt: Man hatte Kandidaten und am Schluss gabs doch eine fadenscheinigen Hinterzimmeraktion, bei der der Wahlausgang völlig wurscht war. Und bei der Bundestagswahl hat man sich Schulz (nach einem echt miesen Wahlkampf, sehr schade um diesen Kandidaten)auch erst hingestellt: Ok, man hat uns keinen Regierungsauftrag erteilt und dann kommt man doch an und macht mit irgendwem irgendwie weiter, Hauptsache nochmal ein paar Jahre an die Macht klammern. Wobei man da ja wenigstens nicht mit dem verbrannten Kandidaten weitergemacht hat. Hätte er die Klappe gehalten, wäre gegangen und dann hätte sich die SPD "zum Staatswohl" nochmal breitschlagen lassen (wer weiss, ob eine Neuwahl ein besseres Ergebnis bringt plus Chaos bis dahin, blabla), wäre das wohl deutlich besser angekommen.

das zeigt aber auch, daß man bei der auswahl der kandidaten sehr sorgfältig vorgehen muss, dieser weber war eigentlich doch nur die 0-lösung, beim 100%-schulz gebe ich dier insifern recht, daß er hätte gleich zurücktreten müssen, um eben die "staatsraison" nicht ins lächerliche zu ziehen (hat den eigentlich lukaschenko schon angerufen wie man das macht, ich meine wegen der 100% ;-) )

Ich finde eher schade, dass man so einen interessanten Kandidaten im Wahlkampf so miserabel präsentiert hat. Hätte sonst spannend werden können. Der Ausschluss der Regierungsbeteiligung und dann doch mit Hurra an die Macht (Opposition ist ja schließlich Mist), das war eben Höchstpeinlich.....

So kann man nicht für die Demokratie werben. Das erzeugt ein Gefühl, "die da oben" machen eh was sie wollen und es ist egal, wen man wählt. Diese Leute brauchen dann z.B. AfD, Querdenken und ähnliche nurnoch abzuholen......

100% einverstanden, es profitieren die falschen vom gemauschele

Und da bin ich mal sehr gespannt auf die nächste Bundestagswahl. War ja eben letztes Mal schon eine schwierige Situation, das könnte sogar noch spannender werden.....


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