Also (Forum)
Insgesamt hat man das Thema Verkehr im Autoland D völlig verpennt. Es bräuchte längst ein Gesamtkonzept für Ballungsräume. Bestes Beispiel ist wohl Wien. Da hat man die Pargebühren erhöht, den ÖPNV gut ausgebaut und die Radinfrastruktur verbessert.
Jetzt kann man ohne Kapazitätsprobleme ein 365 € Ticket einführen ohne Tokioter Verhältnisse zu provozieren. Vorausschauend halt. Da sind die EW-Zahlen parallel zu München gestiegen. Bei uns hat man stattdessen Tunnels gebaut, die Autoindustrie gepampert und die S Bahn komplett vernachlässigt. Klar ist da nicht alleine die Münchner SPD verantwortlich. Aber sie haben in München schon auch seit Jahren eine stillschweigende Autoallianz mit der CSU. Und jetzt wundert man sich angesichts des enormen Bevölkerungswachstums und den grösser gewordenen Autos, dass der Platz in deram dichtest besiedelten Stadt in D der Platz nicht reicht und diese erfolgreiche 5Stadt täglich im Verkehrswahnsinn erstickt. Wenn man jetzt nicht schnell auf allen Ebenen gegensteuert haben wir in 10 Jahren täglich Dauerstau von 7 bis 21 Uhr. Viel Spass dabei. Die propagierte autofreie Innenstadt reicht halt nicht. Autofahren muss in den Ballungsräumen so teuer werden, dass eben nicht für 80% der Bevölkerung das Auto fahren so günstig ist, dass man gedankenlos für jede Kurzstrecke einfach fährt. Und ansonsten stehen in der Stadt 850.000 Fahrzeuge 23 Stunden/Tag sinnlos herum. Und kein Sozialneid. Es gab schon immer schon Leute, die sich mehr leisten können. Beim Wohnen akzeptiert man auch, dass es welche gibt, die sich in einer WG Bad und Küche teilen müssen und andere schönen grosszügigen Häusern am Stadtrand wohnen. Keiner regt sich auf. Wohnen ist Grundrecht. Mobilität nur bedingt. Und es gibt Alternativen.
Folgende Massnahmen schlage ich vor:
Ausbau ÖPNV wird ja schon geplant.
Dienstwagenprivileg weg oder für den Angestellten teurer, damit sich nicht mehr jeder Durchschnittsverdiener ein für seine Verhältnisse zu grosses Statussymbol leisten kann.
Gebühren in den Parklizenzgebieten massiv rauf. Es kann nicht sein, dass Wohnen unerschwinglich ist, parken vor dem Haus nichts oderwenig kostet.
Eine zeitlich gestaffelte Citymaut innerhalb Mittlerer Ring. Während Rush Hour teuer. Andere Zeiten günstig oder ganz frei.
Parken im Zentrum massiv verteuern, auch in Firmengaragen.
S Pedelecs auf Radwegen frei geben, um mehr Umlandbewohner aufs Rad zu bringen.
Ausbau sicheres Radwegenetz (Vision Zero).
