Ich spuck euch mal in die Suppe... (Forum)

domlöwe, Wednesday, 24.07.2019, 19:20 (vor 2555 Tagen) @ Kraiburger

Ich denke, wenn man sich für die aktuell angebotene GWS-Lösung entscheidet (und es bleibt uns ja nicht anderes übrig), dann muss man so konsequent sein und Sechzig als tatsächlich als kultigen Stadtteilclub mit begrenzten sportlichen Ambitionen einrichten und akzeptieren, dass man gegenüber Augsburg, Nürnberg, St. Pauli usw nie mehr dauerhaft konkurrenzfähig sein werden.

Die Gegner, mit denen wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einigermaßen auf Augenhöhe sein werden, sind die Vereine im letzen Drittel der zweiten Liga und die in der dritten Liga sowie Clubs wie Offenbach, Saarbrücken oder RW Essen, die derzeit noch in der Regionalliga sind, auf Dauer aber auf Grund ihrer neuen Stadien wohl früher oder später mindestens in die 3. Liga aufsteigen werden.


1, Wie kommst du auf diese Annahme
2, Was sollte 1860 München in der aktuellen Situation dringend anders machen, damit die von dir geäußerten Befürchtungen nicht eintreten?

zu 1:
Wenn ich mal die Clubs, die auf Grund des Stadions deutlich mehr Erlöse erzielen können wie wir sowie die Werksclubs und vergleichbare zusammenzähle, komme ich locker auf deutlich über 30. Da werden immer auch einige dabei sein, der sehr schlecht geführt sind und mit denen man deshalb trotzdem zumindest zweitweise konkurrenzfähig ist. Aber selbst wenn du mal eine Supermannschaft haben sollst, die ein zwei Jahre über ihre Verhältnisse spielt und du tatsächlich mal in die obere Hälfte der zweiten Liga kommst, wird die Mannschaft automatisch teuerer und deshalb auseinanderfallen und wir werden einen solchen Standard nicht länger halten können. Es sei denn, es platzt wirklich mal die Blase Profifußball so wie er zur Zeit existiert.

zu 2:
1860 sollte in der aktuellen Situation gar nichts anders machen. Ich schrieb ja, dass uns nichts anders übrig bleibt als das Angebot der Stadt wahrzunehmen. Es wäre unverantwortlich von Reisinger und Co, das Angebot nicht wahrzunehmen. Da zieht das "Spatz in der Hand" - Argument. Außerdem bin ich realistisch genug, um zu erkennen, dass das Präsidium Reisinger und der aktuelle Verwaltungsrat nicht dafür gewählt wurden, ein solches Angebot abzulehnen. Das hilflose "Ismaik1860"-Posting zeigt ja auch auf, dass die "Gegenseite" nicht in der Lage ist, einen Alternativvorschlag mit Substanz aufzuzeigen.

Nebenbei bemerkt: Die Option Riem (unabhängig von der Frage, was man von dieser Option hält) wurde von Ismaik durch immer abstrusere Forderungen (Kapazität 50000 + Löwenzoo) erst schwer beschädigt und schließlich spätestens mit der "4" beerdigt. Von daher kann man nur lachen, wenn "Ismaik1860" wieder von einem Neubau auf einem anderen Standort schwafelt.

Persönlich hätte ich mir gewünscht, die Stadt hätte neben der GWS - Variante 18000 für 30 Millionen auch eine intelligente Olympiastadion-Variante für 30 Millionen (zusätzlich zu dem, was unabhängig von uns eh ins Olympiastadion investiert werden muss) erstellt. Wie ich im Löwenforum schon geschrieben habe: Meine Phantasie reicht aus, um sich etwa ein modulartiges Konzept mit Nutzung der Hauptribüne oder eines Teils davon und temporären überdachten Stahlrohrtribünen im Innenraum nach Vorbild des Düsseldorfer Ersatzstadions für die Fortuna während des Eurovision Song contest 2011 vorzustellen. Ein solches Stadion könnte je nach Ligenzugehörigkeit mitwachsen (mehr Hauptribünenplätze, größere Stahlrohrtribünen) oder schrumpfen (weniger Hauptribünenplätze, nur kleine Strahlrohrtribünen), so dass die Kapazität je nach Ligenzugehörigkeit zwischen 20000 und 35000 bis 40000 liegen könnte. Nun ersetzt meine Phantasie natürlich keine seriöse Studie.

Dann wären zwei Alternativen auf dem Tisch, über die man ausgiebig diskutieren hätte können und eine Mitgliederversammlung entscheidet darüber, welche Variante von Sechzig bevorzugt wird.


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