Antwort kommt - nur nicht an so einem schönen sommertag ;-) (Forum)
So, hier also ein Antwortversuch...
(obwohl heute schon wieder so ein schöner Sommertag ist
)
Am Standort GWS ist ein DFL- und anderen Auflagen konformes Stadion mit Kapazitäten über 25.000 zwar prinzipiell realisierbar, aber nur bei einer Absenkung des Spielfeldes um mindestens etwa 5 m gegenüber dem damaligen Stand (2010) und bei einer vertikalen Organisation von Infrastruktur und Erschließung
(die berühmten Fußgängerrampen und -brücken...also übereinandergestapelte Wege und Straßen!).
Warum das im Detail so ist, hängt von vielen verschiedenen Einzelbedingungen ab,
das zu erklären ist für einen öffentlichen Rahmen aber viel zu komplex
(Baurecht, Zuschauersichtlinien, Spielfeldgröße, Sicherheitsabstände, Fluchtwegebreiten usw. usw...).
Trotzdem geht es, hängt aber eben neben technischen und konstruktiven Fragen vor allem auch vom politischen Willen und den finanziellen Möglichkeiten ab. Beides war 2010 nicht vorhanden und ist es wohl auch heute nicht annähernd in ausreichendem Maße.
Der Herr OB fuchtelt zwar öffentlich mit städtischer Bereitschaft herum, aber aus den Erfahrungen von 2010 würde ich da zu allergrößtem Mißtrauen raten!
Die von der Stadt inzwischen teilweise ausgeführte Sanierung mit Einbau der Rasenheizung und Renovierung/Ertüchtigung der Tribünenbauten gem. Stadtratsbeschluß hat zudem schon bisher sicher (obwohl ich darüber im Detail nix Genaues weiß) eine Menge Geld verschlungen und den Weg in die oben genannte Richtung schon dadurch masssiv verbaut, da für einen Umbaufall Richtung 1.+ 2.-Ligatauglichkeit die meisten der Renovierungsmaßnahmen ja wieder abgerissen und zurückgebaut werden müßten.
Das ist dem Steuerzahler nicht zu vermitteln, bzw. kein Stadtrat wird wohl einer so offensichtlichen Geldverbrennung zustimmen.
Der GWS-Zug ist weg. Punkt.
Es hätte einen Weg gegeben.
Die damals Handelnden, mich eingeschlossen, waren aber gegenüber Ude und Co. und gegenüber Stoffers und der KGaA viel zu naiv und gutgläubig.
Das hat viel kaputtgemacht, vor allem dieser unsägliche politische Pragmatismus, sich immer nur nach den vermeintlich vorhandenen Möglichkeiten zu richten.
Die Idee von den Löwen im GWS als "Heimat" geht ideologisch nur absolut radikal,
das ist für mich die Lehre aus dem Ganzen gewesen.
Dafür reicht nicht der erklärte Wille von Fans einer erfolglosen Profifußballmannschaft, da muß mindestens ein Stadtteil oder besser eine ganze Stadt dahinterstehen. So eine Unterstützung gibt's aber nicht aus Mitleid mit den armen Löben, da muß schon auch brutaler sportlicher Erfolg her, was aber dann den Idealen der meisten "echten" Fans wieder widerspricht. 
Trotzdem müßte zuerst einmal ein funktionierender und glaubwürdiger(!!!) Hauptverein als Basis her...
wie auch immer, der Rest ist Zeitverschwendung, dem aktuellen Konstrukt haben sich einfach inzwischen viel zu viele Möchtegern-Kasperl bemächtigt und das ist eine nur sehr, sehr schwer heilbare Krankheit.
Ein Abstieg wäre eine gewisse Hoffnung gewesen, schon wegen dann zu geringer finanzieller Mittel mindestens ein paar von diesen Rattenfängern á la Poschner und Co. (oder vielleicht sogar diese Investor-Heuschrecken!) loszuwerden.
Wahrscheinlich aber wieder ein viel zu naiver Gedanke.
Deshalb Prost, Gemeinde,
ich leg mich dann wieder in die Sonne
und trink ab und zu mit Euch ein hier ein Glaserl,
wenn´s recht ist 
