Spiegel Kolumne (Forum)

Herbert, Monday, 22.01.2024, 10:36 (vor 768 Tagen) @ tomtom

Ich spendiere daher noch einen Link-Krapfen: Habe gerade die aktuelle „Spiegel“-Kolumne von Christian Stöcker gelesen, absolut lesenswert: Wie man die AfD kleinkriegt. Sehr gute und anregende Analyse. Der Autor ist mir aus mehrfacher Zusammenarbeit wohlbekannt, vielleicht beeinflusst das auch mein positives Bild. (-:

Ja, ist echt lesenswert und wenn man das Thema "Wie die AFD klein bekommen?" nimmt auch "stimmig". Allerdings greift "Nichts, was die AFD möchte ist gut und nichts davon darf man zustimmen." meiner Meinung nach etwas kurz. Wenn ich

"Maßnahme drei lautet deshalb: Alle demokratischen Parteien müssen aufhören, die Themen der AfD ins Zentrum zu stellen. Das gilt insbesondere für die ständige Problematisierung von Migration. Das heißt übrigens nicht, dass man sich nicht inhaltlich mit Themen wie Integration, der Unterstützung der Kommunen oder der Ertüchtigung des Bildungssystems auseinandersetzen kann. Aber nicht auf dem Niveau von »kleine Paschas« und »Asyltourismus«."

lese, dann gibt es zwischen "ständige Problematisierung von Migration" und den reinen Fokus auf "Integration, Unterstützung der Kommunen und Ertüchtigung des Bildungssystems" schon noch was dazwischen und ein "Es gibt keine Probleme mit Migration, weder gesellschaftliche noch soziale noch wirtschaftliche." - so liest sich die Kolumne für mich - ist schon sehr blauägig bzw. auch sehr "polemisch" und meiner Meinung nach einer der Gründe warum die AFD mit genau der 180Grad anderen Sichtweise "Es gibt nur Probleme mit Migration" halt dann punktet bzw. manche Menschen eben zuhören ohne zu denken.

Definitiv ist richtig, dass eine polemische Auseinandersetzung mit dem Thema "Migration" nicht zielführend ist und der AFD bzw. rechten Parteien / Ansichten nutzt und zwar egal ob "kleine Paschas", "Asylourismus" oder auch "wichtige Fachkräfte" (das sind Menschen die keine Ausbildung - zumindest keine in Deutschland anerkannte worüber man auch mal nachdenken sollte - haben, die hier gebräuchliche Sprache nicht sprechen und auch kulturell komplett anders aufgewachsen sind, leider auch nicht) verwendet wird.

Es wird leider auch das Thema "Migration" bzw. Zuwanderung und "Asyl" viel zu sehr vermischt und gerade das stört viele Menschen und treibt diese Menschen auch in die falsche Richtung.


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