Der Holger Gertz mal wieder: Was gibt’s denn da zu glotzen (Forum)
Ach, ich find's insgesamt halt ganz gefällig; wenn man irgendwie – wie ich – mit dem Profifußball abgeschlossen hat, dann schaut man nicht mehr so streng und dogmatisch auf manche Dinge. Bei mir vollzieht sich das recht undramatisch. Letzte Woche bin übrigens fremdgegangen, auf den Betze vs. Glubb. War recht angenehm. Den Tag eröffnete ich mit meinem ersten Besuch im berüchtigten (naja ...) Zackzack um 7.30 Uhr, was recht unspektakulär war. Vielleicht trägt latent auch ne Frau dazu bei, dass mir der Fußball nicht mehr ganz so viel bedeutet.
Obendrauf gibt's zu meinem diffusen Gerede noch den passenden Song.
Schön geschrieben. ABer je mehr solche Artikel ich les und je mehr solche Sendungen ich sehe, umso mehr denke ich, dass das hier doch der falsche Aufhänger ist. Merkt man daran, dass Gertz von einem Bayern-Fan-Club schreibt, der auch irgendwie protestiert. Und daran, dass die beschriebene Kneipe natürlich Champions League schon zeigt. Mit Qatar und den Emiraten und SaudiArabien als Investoren und Sponsoren, auch mit Gazprom als Sponsor. Man kann viel gegen die FIFA, gegen die WM-Vergabe, gegen die Verhältnisse in Qatar schreiben. Aber es hat schon seinen Grund, dass diese Kritik und die Boykottaufrufe sich auf ein paar europäische Länder beschränken. Interessierten uns die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter, die die Stadien in Brasilien, in Russland und in Südafrika gebaut haben? Also wenn gegen Kommerz, dann - finde ich - sollte man im eigenen Haus anfangen. Beim DFB und bei der UEFA. Und den Vereinen und deren Geldquellen. Bei der Weltmeisterschaft spielen keine zwei Dosenvereine oder VW-Vereine gegeneinander. Und wie die z.B. mit Jugendlichen umgehen, die sie in ihre Nachwuchsmannschaften holen. Und für Rechte LGBTQ+-Reche sich einsetzen ist gut, aber in Deutschland hat sich bislang meines Wissens nur Hitzlsperger geoutet, sonst N-I-E-M-A-N-D.
Also ich finde so manche dieser Kommerzauswüchse deutlich schlimmer.Letzlich wird bei der WM erst Ecuador, dann die Niederlande und dann Senegal den Qataris den Popo versohlen. Die Holländer werden dabei Regenbogenfarben tragen. Da hilft dann noch so viel Geld nichts.
