Öhm ... (Forum)

friedhofstribüne, Friday, 24.03.2017, 13:18 (vor 3311 Tagen) @ harie

Das sind nur zwei Personen, aber ich halte das in gewisser Weise für repräsentativ. Und ich habe ehrlich gesagt auch ein gewisses Verständnis, wenn Fans so denken. Deswegen sind sie aber auch nicht dümmer oder gescheiter als die Ismaik-Kritiker. Nur eben anderer Meinung.


Das denke ich auch. Diese Meinungen sind durchaus repräsentativ.
Man bekommt sie fast immer zu hören wenn man mit dem "gemeinen" Fan und Mitglied spricht. Auch ich finde das ja durchaus als nachvollziehbar. Und sehe das bis zu einem gewissen Grad genauso. Jetzt kommt natürlich das Aber.

Bei Sechzig gibt es im Umfeld halt nicht viel zwischen weiß und blau. Und deshalb kommt das Wichtigste meistens zu kurz. Nämlich das WIE.
Also unter welchen Voraussetzungen kann man z.B. Ismaik einfach machen lassen.

Was ist mit dem Verein wenns schief geht? Ist der dann raus aus der Nummer oder ist er dann erst Recht mittendrin? Interessiert grade mal eine Hand voll, weil das am Stammtisch kein Thema ist. Da geht's nur um 1. oder 2. Liga, um Spielanalysen und notwendige Transfers.


Ja, absolut. Wobei am Umgang in manchen Fällen schon Kritik geübt wird, z.B. bei Kreuzer. Das hat bei mir im Bekanntenkreis keiner verstanden oder gut geheißen. Oft heißt es aber "mei, das ist doch überall/immer so."
Dabei frage ich mich: muss Ottonormallöwe firm in e.V.-Themen sein? Muss er sich den Kopf darüber zerbrechen, welche vereins- bzw. clubpolitischen Entscheidungen zu welchem Ergebnis führen könnten? Oder ist es nicht das gute Recht des "normalen" Fans, einfach nur auf das nächste Löwenspiel hinzufiebern und die Sommerpause totzuschlagen, in dem man Manager und Trainer spielt? Sich über Siege zu freuen und bei Niederlagen zumindest am Montag mies gelaunt zu sein?


Vom gemeinen Fan erwarte ich eigentlich gar nichts. Der soll ins Stadion gehen Fanartikel konsumieren und dazu beitragen dass der Umsatz passt. Und natürlich soll er auch dazu beitragen, dass der TSV 1860 an den Stammtischen und Vereinsheimen im Gespräch bleibt und in der Öffentlichkeit als existent gilt. Seine Meinung ist zwar nicht entscheidend, sollte aber bei der Entscheidungsfindung eines Mitglieds zumindest Berücksichtigung finden. Rein vermarktungstechnisch eine sehr wichtige Größe.

Obacht. Inhaltlich gibt es ja nichts zu mäkeln, aber hören darf dich natürlich keiner.
Weil: Warum soll ich als gemeiner Fan das Produkt bei dieser Gesamt-Performance der KGaA samt Entscheidungsträger des Vereins überhaupt goutieren? Sie sind weder erfolgreich, noch besitzen sie irgend ein Alleinstellungsmerkmal mehr, und obendrauf sind sie nicht mal sympathisch, oder verhalten sich korrekt. Und weil sogar der blödeste Entscheider irgendwann kapiert, dass er so nichts reißt, lügen sie uns etwas von Tradition, Identität und Gemeinsamkeit vor. Nun ist der Fan an und für sich ja blöd, aber trotzdem funktioniert das nur bedingt lang. D.h. ohne Erfolg fliegt ihnen das ganze über kurz oder lang um die Ohren.
Alles was ohne Erfolg funktioniert hätte, haben sie ja mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Daher ist es schon entscheidend, was der gemeine Kunde so erwartet und dadurch ist auch seine Meinung relevant.


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