Eine tolle Analyse der Situation (Forum)
PS;@admin: darf man einen Kommentar ganz reinstellen? Falls nicht bitte löschen.
Hier der Link:
http://www.dieblaue24.com/2014/12/03/veauthier-alles-nichtig-mayrhofer-kein-prasident/
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Quelle: Kommentare unter einem Artikel von dieblaue24.com
In vielen Aussagen hat der HHeinz einfach recht:
@Clarence
Vielleicht nehme ich manches einfach nicht so ernst wie manch Anderer hier. Schau mal ich unterhalte mich gerade mit dem Löwen aus Daktari über meinen Lieblingsverein oder lese Beiträge von einem angeblichen Sultan von Giesing oder einem WatschnLeo Grünwalder, der Adolf Hitler anscheinend für einen “großen Politiker” hält. Forenkommentare sind doch manchmal einfach nur die moderne Form des Klingelstreiches auch wenn es natürlich auch ernste Themen gibt. Ich nehme mich da im übrigen selbst gar nicht aus.
Das ist für mich meistens unterhaltend, manchmal niveaulos, selten verletzend und mitunter recht informativ, insbesondere wenn man nicht zum inneren Zirkel der Macht gehört (so wie ich).
Viele Forengerüchte, Behauptungen und Andeutungen entstehen erst dadurch weil der Verein ein in sich geschlossener Zirkel geblieben ist. Während man in anderen Sportvereinen als Funktionär sich oft noch in einer Doppelrolle als Platzwart oder Getränkeverkäufer ausleben darf gibt es beim TSV 1860 München ein wenig Glanz im Windschatten des übermächtigen Vermieters aus der Seitenstrasse. VIP Bereich, Champions League Arena, ein Minderheitsanteil an einer Millionenen KGaA und ab und zu steht man sogar mit Foto in der Zeitung. Dieser Verein zieht Personen förmlich an, die das Licht der Öffentlichkeit suchen.
Nur der e.V. profitiert davon kaum. Der ESV Laim bei mir um die Ecke hat inzwischen eine viel bessere Infrastruktur, der TSV Moosach Hartmannshofen, bei dem ich ab und zu vorbeilaufe hat ein viel größeres und modernes Vereinslokal (wie zig andere Vereine auch). Wir haben höchstens eine hübsche, aber leblose Vereinswebseite und viel Glanz aus vergangenen Tagen. Selbst ein Newsletter scheint die Fussballabteilung komplett zu überfordern wenn ich die Versuche betrachte die da ab und zu in meinem Postkasten landen. Ganz zu schweigen von der Nebenstrasse, wo der e.V. gerade erst einen halben Stadtteil gekauft hat um dort diverse neue Sportzentren zu errichten. Wohlgemerkt nicht die AG mit Adidas, Allianz und Audi als Miteigentümer sondern der gemeinnützige Teil mit dem Einsitzenden als Ex-Präsidenten.
Das System im e.V. ist krank. Ehrenamtliche Funktionäre zerbrechen sich den Kopf für hochbezahlte Geschäftsführer, verlängern angeblich Verträge mit Trainern, bilden Stadionkomissionen oder streiten zur Not mit einem Investor aus Abu Dhabi. Sie stellen in nächtlichen Sitzungen einen Trainer ein, nur um kurze Zeit später dann zu verkünden, dass dieser gar nicht will. Der Präsident des e.V. will die KGaA sportlich erstmal wieder auf Vordermann bringen, während der dortige Geschäftsführer den Pressecontainer mit Folie bekleben lässt. Selbst um die Fanclubs kümmert sich ein Präsidiumsmitglied exklusiv, während die KGaA einen der zwei Fanbeauftragten aus dem Weg räumt.
Das wird nie aufhören wenn man einfach resigniert und es ist sicherlich auch eine der Ursachen warum wir in manchen Dingen nicht vorwärts kommen. Wobei wir trotz allem immer noch zu den mitgliederstärksten Sportvereinen gehören und die 2. Bundesliga deutschlandweit betrachtet nicht so schlecht ist.
Aber wenn dann selbst zu einer Delegiertenversammlung 20% gar nicht erscheinen, wenn man zur ersten Mitgliederversammlung 5% der Mitglieder motivieren kann oder zur Abteilungsversammlung der Fussballer nur noch 120 Personen kommen dann merkt man doch wie dieser Verein zum Teil in seiner Kraft erlahmt. Wenn sich schon die Mitglieder nicht mehr für ihren Verein interessieren tut es irgendann auch kein Anderer mehr.
Und warum das Ganze? Weil man durch dass Konstrukt, dass aus den Mitgliedsbeiträgen ein guter Teil der Jugendarbeit und Administration im e.V. finanziert wird die vielen Mitglieder, welche sich eigentlich nur für die KGaA interessieren, dringend benötigt.
Nachteil dieser Inszenierung? Für die Politiker der Stadt München sind wir einfach überflüssig geworden. Im Breitensport sind wir ein Zwerg und im Profisport ein Anhängsel des “großen” Nachbarn, der noch dazu mehrheitlich einem reichen Investor aus Abu Dhabi gehört. Ändern können das nur die, die mitmachen.
