Entscheidende Frage stellt der Interviewer nicht (Forum)
Darin liegt vermutlich das Kernproblem. Weil Unterhaching vor einem Vierteljahrhundert mal für zwei Jahre in der Bundesliga war. KFC Uerdingen, Tasmania Berlin und der FC 08 Homburg übrigens auch.
Du hast natürlich recht, Wehen Wiesbaden ist nicht viel anders. Die spürbare finanzielle und strukturelle Abhängigkeit von der Familie Hankammer und ihrem Unternehmen BRITA ist bekannt. Sind Hauptsponsor und Namensgeber des Stadions. Wenn die Erben da mal keinen Bock mehr drauf haben, ist sofort Ende Gelände. Aktuell ist der SVWW wirtschaftlich aber gesund – Unterhaching nicht.
Wenn du dir die von "Theo Ost formerly known as Theo West" verlinkten Zahlen und die Entwicklung anschaust, dann würde jeder wirtschaftlich auch nur halbwegs verständige Mensch zur Einsicht kommen: Die reiten ein totes Pferd in der Vorstadt.
Nämlich die, warum ein Verein wie Unterhaching überhaupt unbedingt im Profifußball mitmischen muss? Wenn die wirtschaftlichen Strukturen das nicht dauerhaft hergeben, die Mitgliederzahl im Verein bei 1.150 liegt und man im Schatten von zwei Großvereinen steht. Worin soll da der Mehrwert liegen? Warum sich nicht ehrlich machen und den Betrieb aufziehen wie der Nachbar beim FC Deisenhofen? Das ist immer noch ambitioniert im Amateurbereich, aber machbar.
Die selbe Frage kannst dann auch den verantwortlichen des SC Verl (1400 Mitglieder) oder Wehen Wiesbaden (700 Mitglieder) stellen.
Bei Wiesbaden gibt es einen Mäzen (Britta) der das alles finanziert, bei Verl ist mir kein großer Geldgeber bekannt.Und Haching war immerhin schon mal Bundesligist und im Gegensatz zu anderen Vereinen noch nie eine Insolvenz oder Abstieg wg wirtschaftlichen Problemen hingelegt…
