Hey Lars, das tut man einfach nicht... (Forum)

tomtom, Saturday, 23.05.2026, 06:26 (vor 1 Stunden, 32 Minuten) @ hjs naja

Guten Morgen,
danke, dass Du eine Ausnahme gemacht hast.

Der Autor war mir wie gesagt nicht richtig bekannt, aus dem Netz sammelte ich das zusammen:
Jost Kaiser, Jahrgang 1969, ist Journalist, Autor und Kommunikationsexperte. Er arbeitete mehrere Jahre als politischer Journalist, unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, „Der Tagesspiegel“ und „Die Zeit“. Als Autor veröffentlichte er Bücher über Helmut Schmidt. Seine seit November 2023 genannte Tätigkeit als Leiter Kommunikation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Pressesprecher dort, führt er offenbar auch nicht mehr aus.

Wäre vielleicht auch nicht ganz schlecht gewesen, wenn die „SZ“ etwas zu seinem Hintergrund geschrieben hätte. So oder so bleibt sein Essay für mich leider wenig erklärend. Reichinnek hatte ich mir hier vor einigen Monaten auch angeschaut, das war wohl eher eine Wahlveranstaltung für das Linken-Umfeld und Wahlhelfer, es war auch nicht sehr fruchtbar, und als dann noch einige Leute mit Kufiya umherliefen, hat es uns gelangt.

Wie woanders schon geschrieben: Ich schreibe in diesem Forum nichts mehr über Politik. Aber nachdem du mich so direkt fragst, wäre es unhöflich nicht zu antworten:

Der Artikel ist zunächst ein Ablasshandel. Jezt kann man wieder zwei Jahre weiter damit machen die SPD in Grund und Boden und die Grünen in die Nähe der Macht zu schreiben, angespornt durch den Erfolg, den man gerade dabei in München hatte. Und klar, ich bin immer noch Abonnent, trotz Vielem.

Inhaltlich bleibt das für mich zu sehr an der Oberfläche. Klar, die SPD hat es mit Angriffen von zwei Seiten nicht leicht (und hat gerade in den Medien keine Verbündeten, was der Artikel nicht sagt). Klar, schaut man sich die Fakten an, sind viele Vorwürfe ungerecht. Das sieht aber jeder Beobachter, der ohne Scheuklappen auf die politische Szenerie blickt. Vielleicht muss man da heutzutage schon dankbar sein.

Den einzig originellen Gedanken, den der Autor auch furios verfolgt, ist der, dass die Linke eine Mitschuld an der Demokratieverachtung im Osten hat. Das wird mir medial und auch in meinem Bekanntenkreis viel zu wenig thematisiert, die Linke wird viel zu viel auf Reichinnek und bei denen an Gemütlichkeit interessierten, auf Gysi, reduziert und sogar als neue, junge Partei dargestellt. Das Gegenteil ist der Fall. Ein guter Teil dessen, was die AfD heute im Osten einfährt, geht auf das Konto der Linken. Als Verteidigerin der Demokratie ist sie fundamental unglaubwürdig. Diese Passagen machen für mich den Artikel doch lesenswert.


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