Die kurze und schlüssige Erklärung ;-) (Forum)
Bei uns wird schweizweit bis und mit der U11 ähnlich vorgegangen, also man bleibt nochmals ein Jahr länger im Heimatverein als bei Euch, ebenfalls mit einem zusätzlichen Fördertraining pro Woche.
Die FE(=Footeco)-12 ist dann der erste Schritt in den Leistungssport, wobei man auch da noch eine Weile dem Heimatverein verbunden bleibt. Wird das Kind am Wochenende nämlich nicht fürs Spiel aufgeboten, spielt es stattdessen beim Heimatverein, um die soziale Einbindung aufrechtzuerhalten. Dies bis und mit U-15, ab da wechselt man erst fix, wenn man weiterhin das Potenzial mitbringt. Sonst gehts zurück zum Stammverein.
Hintergrund ist der Umstand, dass der Nachbar in den relevanten Altersklassen U7 bis zur U10 auf ein Förderkadersystem umgestellt hat. D.h. die auffällig talentierten Kinder bleiben im Heimatverein und trainieren 1x wöchentlich zusätzlich im Förderkader. Erst nach der U10 wird aus den 5 Förderkadern in und um München eine U11 gebildet, die in roten Trikots aufläuft. Vorteile: Verbleib im Verein bis mindestens einschl. U10 (soziale Einbindung) und dennoch wird gefühlt nichts verpasst. Daneben brauchts dann die ganzen Pseudoeinrichtungen wie BFA, Fußballtalente GmbH usw. nicht mehr. Und wenn es nach der U10 nicht reicht, ist klar, dass es auch woanders nicht anders sein würde.
Ich habe versucht, das Thema auch an die 114 zu transportieren. Dort wird aber weiterhin wie schon immer gearbeitet. Aus meiner Sicht zu Lasten der Kinder, die eben schon in jungen Jahren dem Selektionsdruck unterworfen werden. Der Darwinist wird sagen - so ist das Leben. Ich glaube daran, dass die Schäden dieser Systematik enorm sind. Die Metastudie von Arne Güllich läßt grüßen.