Daumenkalkulation für Stadionbauer (Forum)

BlueMagic, Dienstag, 04.05.2021, 09:49 (vor 13 Tagen) @ Amafan

Sehr interessant sind ja auch folgende Aussagen:

"Doch was genau definiert Qualität im Stadionbau? Die eingesetzte und verbaute Technik? Ja, definitiv – aber nicht nur. Qualität definiert sich den Architekten zufolge auch über die Punkte Standort und Infrastruktur sowie der sich daraus ergebenen Kosten/Nutzen-Rechnung. Um dabei ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen, ist das Stadion im Innenstadtbereich die beste Lösung.

"Ich bin sehr daran interessiert, die Städte wieder zu verdichten, die Wege für Menschen kurz zu halten und so das Gemeinsame wieder in den Vordergrund zu stellen. Und ein Fußballspiel ist etwas Gemeinsames", erklärt Nienhoff, und weiter: "Der Gedanke, 'Fußball ist laut, ist lästig, und gehört deshalb vor die Tore der Stadt', muss verschwinden. Ein Stadion sollte Teil einer Stadt sein, die Stadt sollte sich lebendig mit dem Stadion vernetzen. Das Stadion sollte als integrativer Ort wahrgenommen werden, das man nicht nur für ein singuläres Event besucht und danach wieder verlässt, sondern das man auch im Alltag zum Müßiggang besucht."

Eine solche Stadionkultur würde zudem immense Kosten einsparen, wie Paap anhand des Beispiels der Allianz Arena aufzeigt: "Das gleiche, was dort für das reine Stadion investiert wurde – gute 300 Millionen Euro –, musste noch einmal für die Infrastruktur zum und ums Stadion ausgegeben werden. 300 Millionen Euro für die öffentliche Anbindung – und das nur, weil das Stadion etwas außerhalb der Innenstadt ist." Solche Investitionen könnte man sich mit innenstadtorientierten Stadien sparen, schließlich würden die Fans da ja mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, so Paap."


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