Bin mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finde... (Forum)
... aber wahrscheinlich gibt es, wie bei so vielem, kein "schwarz oder weiß".
Bis zum 2.7.2017 wären wahrscheinlich die meisten grundsätzlichen Fragen nicht zu beantworten gewesen wie z.B.:
- Zahlt der Investor die Altlasten aus der letzten Spielzeit?
- Gibt es "neue" Investoren oder andere kurzfristige Lösungen?
- Braucht es eine Kapitalerhöhung bei der KgaA?
- Oder gibt es, aufgrund "keine Einigung", doch eine Insolvenz?
Für Infos bzgl. "Wo spielt der TSV 1860 in der nächsten Saison?" und "Wie viele Dauerkarten werden verkauft und an wen?" braucht es ja keine Mitgliederversammlung bzw. dafür ist diese Versammlung nicht da. Für die obigen Fragen kann ein Präsidium allerdings in der aktuellen Situation nur "Fehler" machen:
Variante 1: Der e.V. führt die Mitgliederversammlung, wie geplant, am 2.7. durch und wird dann auf der Versammlung bzw. im Nachgang kritisiert, warum man nicht noch ein paar Wochen gewartet hat, wenn die wichtigsten Informationen zur Zukunft des TSV München von 1860 (Absichtlich ohne "e.V." bzw. "KgaA") noch nicht entschieden bzw. kommunizierbar sind.
Variante 2: Der e.V. verschiebt die Mitgliedervammlung und wird dann kritisiert, dass es bei der Mitgliederversammlung ja um die Nachwahl von Verwaltungsräten und die Wahl bzw. Entscheidung der Mitglieder bzgl. eines neuen Präsidenten Robert Reisinger geht und bzgl. der Personalien ja eine Entscheidung durch die Mitglieder getroffen werden kann, auch wenn obige Fragen noch nicht klar sind.
Ich persönlich hätte mit beiden Varianten leben können und akzeptiere die Entscheidung des Präsidiums für Variante 2. Wichtig, zumindest für mich, ist allerdings, dass jetzt zeitnah eine umfassende Information an die Mitglieder bzw. die Öffentlichkeit geht und sich die Einladung zur verschobenen Mitgliederversammlung maximal um 4 Wochen hinaus zögert, denn dann sollte zumindest fest stehen ob es weitere Entscheidungen der Mitglieder (dank der neuen Satzung) braucht und wenn ja, bis wann diese Entscheidungen anstehen. Zusätzlich braucht es, falls Entscheidungen durch die Mitglieder getroffen werden sollen, eine Umfangreiche Information incl. der verschiedenen Optionen. Auch bei der Ausgliederung der KgaA haben alle Abteilungleiter aber auch alle damaligen Delegierten eine nicht weg zu diskutierende Mitschuld an den vielen organisatorischen und handwerklichen Fehlern in dieser Zeit. Als Ausrede wird immer "wir haben ja nicht alle Unterlagen, über die wir abstimmen mussten, bekommen" genannt. Statt der Delegiertenversamlung ist jetzt (nach neuer Satzung) die Mitgliederversammlung das höchste Gremium des TSV München von 1860 e.V. und daher braucht es für dieses Gremium umfassende und rechtzeitige Informationen, damit sich alle Mitglieder vorbereiten können.
