Frage wegen Compliance (Forum)
Freilich kann man das Gschmäckle darin sehen, wenn man will. Dies unterstelle ich Dir, als respektablem Diskussionspartner freilich nicht, doch die Wutbürger/Hassprediger sind da - wohl nicht selten bar jeglichen Wissens - ganz schnell dabei.
Aber eigentlich unterhält man sich in jedem Verein über solche geschäftlichen Dinge: "Du ich mach was mit ..., da könnten wir doch ...". Kurzum, mitunter ist es eh unvermeidlich, dass man auch über geschäftliche Dinge spricht. Allenfalls bei Richie (den ich persönlich leider nicht kenne) wäre der e.V./die KGaA tangiert gewesen; aber im Falle eines Falles hätte man auch eine Stellenausschreibung oder dergleichen machen müssen, damit er keinen Vorteil daraus zieht. Aber unsere spezielle Klientel denkt natürlich nicht so weit.
Aber gut, dass mit Hasan Ismaik wenigstens einer mal so persönliche Gesprächsinhalte geleakt hat, was natürlich das Ansehen und die Integrität seiner Person nicht nur in Löwen-Kreisen sondern auch im geschäftlichen Umfeld bestimmt enorm steigert. (-;
Unter Compliance-Gesichtspunkten könnte man auch über die Besetzung der/des Fanbeauftragten mal sprechen, über die Reise nach Dubai etc. pp.
Abschließend komme ich zu dem Schluß, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte; aber vermutlich bin ich da nicht neutral genug.
Sind denn die Compliance-Regeln - so denn überhaupt vorhanden - für einen Sportverein wirklich so streng? Würde mich sehr interessieren.
Nein sicher nicht. Das sind ja großtenteils freiwillige Regeln und Vorgaben, die sich Organisationen selbst geben. Dass das bei einem Sportverein eher schwach ausgeprägt ist glaube ich unbesehen.Mir geht's eigentlich mehr darum was "man" im geschäftlichen Verkehr so tut und was man besser sein lässt. Insbesondere wenn man Mandatsträger ist. Also eher eine ethische bzw. kulturelle als eine rechtliche Frage.
Grundfrage: Könnte das was ich mache für einen außen stehenden aber sachverständigen Dritten ein "Gschmäckle" haben?
