Bei diesem Griss-Blog ist es doch ganz einfach: (Forum)
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* Werbung per Adds. Das sind die Dinger, die im lf gerade so nerven. Pro Klick bekommt er 10% der Einnahmen, welche das werbende Unternehmen dank dem Klick generiert. Läuft bei Amazon, tipico, ebay so ...
Er hat mit AdScale ein Werbenetzwerk geschalten (kann sein, dass er auch Anzeigen direkt schaltet), da bekommt er in der Regel einen TKP (Tausendkontaktpreis = Betrag "pro 1.000 Mal Banner ausgespielt"). Der TKP richtet sich nach der Reichweite der Seite. Wenn man den gängigen Tools glaubt, ist die nicht so wahnsinnig berauschend.
Wenn man die Werbemittel mal aufdröselt:
- Billboard (Banner oben): ca. 1,00 Eur
- HalfPage (Banner rechts außen): 0,50 Eur
- Medium Rectangle (2 Mal in der rechten Spalte): 2 * 0,25 Eur
Ich rechne der Einfachheit halber mit 1,5 Mio. PI/Monat, das dürfte in etwa hinkommen. (letztes Jahr im Juni hat er nach eigener Aussage die 1 Mio. PI geknackt *)). Damit würde er pro Monat (1.500.000 PI / 1.000) * (1,00 EUR + 0,50 EUR + 2 * 0,25 EUR) = 3.000 Euro verdienen.
Was ihm die Tipico-Werbung bringt kann ich nicht einschätzen, das wird ein Paket sein, also zusammen mit den werbenden Blogeinträgen, die er schreibt. Wird sich auch nach der Reichweite der Seite richten, wenn er einen Festpreis bekommt. Ansonsten wird er CPL vergütet (CPL: Cost per Lead - Leadprovision = fester Betrag pro Neukunden durch den Banner bzw. den Link im Artikel).
Da er aber selbstständig ist, also privat kranken- und sozialversichert, Server/Domain/Webspace bezahlen, darüber hinaus noch Umsatzsteuer berappen muss, gewisse "fixe" Ausgaben hat und auch noch von etwas leben will, kommt er gar nicht drum rum, "Auftragsartikel" zu schreiben. Weiters ist er gezwungen, die User zum Kommentieren anzuheizen, um die Seitenaufrufe weiter hoch zu treiben bzw. mindestens auf dem Level zu halten. Weil ein User, der kommentiert, kommt auch wieder. Er will ja wissen, wer auf seinen Kommentar etwas geantwortet hat.
So gesehen ist es völlig unrealistisch, von Griss so etwas wie Qualitätsjournalismus zu erwarten. Außer man gibt ihm pro Monat mindestens 2.000-3.000 Euro (oder soviel wie er braucht, um nicht so sehr auf die Klickzahlen angewiesen zu sein) mit der Prämisse, gut recherchierte, fundierte und sachliche Beiträge zu schreiben.
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*) Quelle: http://www.dieblaue24.com/2014/06/16/dieblaue24-durchbricht-schallmauer-von-1-million-seitenaufrufen/ wobei Google Analytics nur errechnete Zahlen liefert, die an die reellen Zahlen zwar hinkommen, aber marginal abweichen können
