Morgengedanken zum SZ Artikel (Forum)

Commander, Tuesday, 23.06.2015, 10:27 (vor 3944 Tagen) @ Investmentbanker

Soweit alles nicht ganz unrichtig. Es ist aber nicht unüblich oder sogar üblich im Rahmen von M&A Transaktionen ein binding offer "subject to" due diligence abzugeben. Ohne verbindliches Angebot erhält man in der Regel nicht einmal Zugang zu den due diligence Dokumenten.

Das heißt praktisch: das Angebot ist in der Folge dann bindend wenn im Zuge der due diligence die Angaben des Verkäufers nicht über den Haufen geworfen werden, oder wenn in der due diligence aufgetretene Themen dann zu Preisanpassungen führen.

Was sind M&A Transaktionen?

Den untern Absatz kennen wir Löbn. War es nicht nach der Due Diligence Prüfung, als rauskam, dass das Schäferlein etwas verbockt hat und dann der Preis gleich um 5 Mio. stieg?

Zur due diligence: du scheinst ja auf dem Gebiet ja ein ausgewiesener Experte zu sein. Natürlich dauert diese Prüfung Wochen. Nur mal die wichtigsten Positionen, die zu prüfen sind
- Steuersituation und Risiken , die aus der Vergangenheit schlummern können, ebenso Sozialversicherung
- gesellschaftsrefhtliche Beziehungen
- Altlasten aus bestehenden Verträgen
- künftige Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen
- vermaktervertrag
- arenaverträge
- Verträge mit HI, welches Recht wurde dort angewendet?
- Sichtung und Prüfung der letzten drei Jahresabschlüsse
Usw usw
Alleine dafür brauchst du mindestens ein Team von 2-3 Anwälten und ein Team Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Alleine diese zu beauftragen dauert Minimum eine Woche. Die sitzen nicht im Büro und sind sofort verfügbar , Sonden haben in der Regel Arbeit, das bedeutet, dass die Noch einmal 1-2,Wochen benötigen um überhaupt anfangen zu können, ganz zu schweigen von der Aufbereitung der Unterlagen durch die KGAA. Alles in allem dauert das Minimum 6-8 Wochen


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