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Was es nicht alles gibt: Reutlingen-Derby – Obacht:Überlänge

tomtom, (vor 9 Tagen) @ hjs überrascht
bearbeitet von tomtom,

Die 10.000 Zuschauer haben mich auch sehr überrascht. Leider kann ich da auch nicht mit unmittelbaren Infos dienen. Aber ein bisschen möchte ich doch gerne erzählen: War dank eines Tickets von Theo West am Sonntag, 20.10.2002 [Mann, bin ich/sind wir alt ... geworden] das einzige Mal an der Kreuzeiche, damals stand dort schon die moderne Haupttribüne, es waren nur 8200 Zuschauer anwesend (Fassungsvermögen wird mit 15.000 angegeben), die Schwaben gewannen mit 2:0 [die Spieldaten habe ich von fussballdaten.de].

Nach dem Spiel schaute ich dem „MOPO“-St. Pauli-Redakteur Stefan Krause auf die Finger, der Gute leidet immer noch mit den Kiezkickern, wobei es seiner Zeitung auch nicht so doll geht. Respekt Stefan! Gefällt mir. Nach der PK fuhren wir drei Löwenfans mit Theo Wests Daimler über die Schwäbische Alb (bis Ulm, dort A8) heimwärts durch eine wunderbare Indian Summer-Landschaft, schee war's danke auch noch mal an dieser Stelle! Wer war denn noch aus Schöngeising mit an Bord? In Pasing entließ uns Theo dann, dort musste ich erst mal zwei Notfallbiere kaufen, am nächsten Tag musste ich nämlich für die Österreichische Medienakademie ganztägig antreten und hatte mal wieder Fracksausen, obgleich die mich liebten. Aber jetzt schweife ich zu sehr ab. Die ersten Leser:innen haben schon weggeklickt/sind weggenickt.

Ach, zu Reulingen fällt mir eigentlich wenig ein, der Niedergang des SSV, der immer noch die meisten Zuschauer in der Oberliga BaWü hat, die nicht gerade schöne Stadt, die großartige Reportageschule, die Nähe zum irgendwie doch noch von mir geliebten Tüibngen mit oder trotz seines merkwürdigen OBs ...

Damit es doch noch etwas Fußball-Content gibt, hier meine ChatGPT-Anfrage:
Was weißt über den Verein Young Boys Reutlingen, was sind die Ziele, woher kommt die Kohle, sind dort Halbamateure (im positiven Sinne) am Werk? (Anmerkung: Man könnte natürlich noch weiter fragen, was oder ob die überhaupt ne Fanbase haben etc.)


Young Boys Reutlingen Geschäftsstelle4,2•Fußballverein

Ja – **„Halbamateure im positiven Sinne“ trifft die Young Boys Reutlingen gar nicht schlecht**, wobei ich eher sagen würde: ein formal klassischer e.V., der in erstaunlich vielen Bereichen **unternehmerisch und semiprofessionell arbeitet**. Sportlich sind sie inzwischen ohnehin in einer anderen Kategorie: Seit dieser Saison spielen sie erstmals in der **Oberliga Baden-Württemberg (5. Liga)**. [Fussball.de](https://www.fussball.de/verein/young-boys-reutlingen-wuerttemberg/-/id/00O5S70KGO000000VTVG0001VVHGPTAF?utm_source=chatgpt.com)

### Was ist das eigentlich für ein Verein?

Young Boys Reutlingen Geschäftsstelle wurden erst **2006** gegründet. Ausgangspunkt war offenbar eine Betriebsmannschaft bzw. ein Freundeskreis. Zeitweise waren sie mit der TSG Reutlingen verbunden; seit 2018 sind die Young Boys wieder selbstständig. Der Aufstieg ist bemerkenswert: Der Verein spricht selbst von **sechs Aufstiegen in 20 Jahren**. 2025/26 wurden die Young Boys Meister der Verbandsliga und stiegen in die Oberliga auf. [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Young_Boys_Reutlingen?utm_source=chatgpt.com)

Noch interessanter als die erste Mannschaft finde ich die Breite: Fußball.de weist aktuell **18 Mannschaften aus, davon 16 Jugendteams**. Das ist also keineswegs bloß eine mit Geld zusammengestellte Oberliga-Mannschaft. [Fussball.de](https://www.fussball.de/verein/young-boys-reutlingen-wuerttemberg/-/id/00O5S70KGO000000VTVG0001VVHGPTAF?utm_source=chatgpt.com)

### Wer steckt dahinter?

Die zentrale Figur ist **Thorsten Bauer**, Gründer und bis heute Vorsitzender. Er steht damit für eine ungewöhnliche personelle Kontinuität von rund 20 Jahren. Der Verein hat gleichzeitig versucht, Spezialisten für einzelne Bereiche zu holen. Beispielsweise wurde 2024 Achim Kiesel als Marketingleiter präsentiert; Kiesel betreibt selbst eine Sportmarketingfirma und sollte ausdrücklich sein Netzwerk einbringen. [Young Boys Reutlingen](https://www.youngboys-reutlingen.de/impressum?utm_source=chatgpt.com)

Genau hier beginnt der semiprofessionelle Charakter: Marketing, Sponsoring, sportliche Leitung, Athletiktraining, Nachwuchsstruktur und Infrastruktur werden für einen relativ kleinen Verein ausgesprochen systematisch betrieben.

### Woher kommt das Geld?

Hier wird es interessant. Einen öffentlich einsehbaren **Gesamtetat oder Spieleretat** habe ich nicht gefunden. Deshalb wäre ich mit Aussagen wie „Bauer finanziert die Mannschaft“ vorsichtig.

Dokumentierbar sind aber mindestens drei Finanzierungsquellen.

**1. Ein erstaunlich großes Sponsorennetzwerk.** Auf der Vereinsseite stehen derzeit rund fünf Hauptpartner, vier Premiumpartner und eine sehr lange Liste von Basissponsoren – vom Porsche Zentrum Reutlingen über Münchener Verein und Uhlsport bis zu zahlreichen mittelständischen und kleinen regionalen Unternehmen. [Young Boys Reutlingen](https://www.youngboys-reutlingen.de/sponsoren?utm_source=chatgpt.com)

Besonders interessant ist der **„Freunde der Young Boys Club“**. Mitglieder unterstützen den Verein mit **mindestens 999 Euro jährlich** und bringen zugleich ihre geschäftlichen Netzwerke ein. Das erklärte Ziel sind 50 Mitglieder. Der Verein verkauft Sponsoring also ausdrücklich auch als lokales Business-Netzwerk. [Young Boys Reutlingen](https://www.youngboys-reutlingen.de/sponsoren?utm_source=chatgpt.com)

**2. Öffentliche Sportförderung.** Beim Bau des Kunstrasenplatzes lässt sich die Finanzierung ungewöhnlich gut nachvollziehen. Die Stadtunterlagen nennen **375.000 Euro Eigenmittel der Young Boys**, einen **WLSB-Zuschuss von 90.000 Euro** sowie erhebliche kommunale Förderung. Allein beantragt wurden 135.000 Euro regulärer städtischer Zuschuss plus ein Sonderzuschuss von 150.000 Euro.

Das ist für mich ein wichtiger Befund: Der Verein konnte bereits vor einigen Jahren **375.000 Euro Eigenmittel für ein Infrastrukturprojekt mobilisieren**. Das spricht für erhebliche wirtschaftliche Schlagkraft und Fundraising-Fähigkeit.

**3. Kleinteiliges Fundraising.** Zusätzlich wurde etwa über Sponsino Geld für Stadion, Tribüne, Kunstrasen und Vereinsheim gesammelt. [sponsino.de](https://www.sponsino.de/youngboys-reutlingen?utm_source=chatgpt.com)

### Ist das ein Mäzen-Modell?

Das ist der Punkt, den ich **noch nicht abschließend belegen würde**. In einem Fanforum wird Thorsten Bauer als der finanzstarke Mann im Hintergrund beschrieben. Bemerkenswert ist allerdings die dortige Schilderung eines Vaters, dessen Sohn mehrere Jahre bei den Young Boys spielte: Das Geld sei seiner Wahrnehmung nach vor allem **in Trainer und Strukturen** geflossen, das Trainingsniveau sei außergewöhnlich hoch gewesen. Das ist natürlich eine Einzelstimme und keine belastbare Finanzquelle. [Stuttgarter Kickers Forum](https://forum.stuttgarter-kickers.de/viewtopic.php?p=581128\&sid=839c9cea3617aed9a8af4c1fe6500523\&utm_source=chatgpt.com)

Die öffentlich belegbaren Strukturen sprechen jedenfalls **eher gegen das simple Modell „ein Mäzen kauft eine gute Mannschaft zusammen“**: 16 Jugendteams, eigene Infrastruktur, U23, professionelles Marketing und ein breites Sponsorenportfolio sind langfristiger angelegt.

### Und was wollen die Young Boys?

Da sind sie ziemlich unverblümt: **weiter nach oben.** Schon vor dem Oberliga-Aufstieg sagte Bauer sinngemäß, man müsse groß denken; zugleich brachte er sogar ein gemeinsames Nachwuchsleistungszentrum mit dem SSV Reutlingen ins Gespräch. Der SSV reagierte darauf ablehnend. [SWP](https://www.swp.de/sport/sport-kreis-tuebingen/young-boys-reutlingen-es-soll-gross-gedacht-werden-78348949.html?utm_source=chatgpt.com)

Auf der eigenen Website heißt es nach sechs Aufstiegen entsprechend: **„Wir sind noch lange nicht fertig.“** [Young Boys Reutlingen](https://www.youngboys-reutlingen.de/herren?utm_source=chatgpt.com)

Gleichzeitig formuliert der Verein einen gesellschaftlichen Anspruch: Herkunft, Religion und sozialer Status sollen keine Rolle spielen; Jugend, Gemeinschaft und Integration werden sehr stark betont. Das ist zunächst Selbstdarstellung, passt aber zumindest zur ungewöhnlich großen Nachwuchsabteilung. [Young Boys Reutlingen](https://www.youngboys-reutlingen.de/?utm_source=chatgpt.com)


Da steckt meines Erachtens **mehr drin als eine Fußballgeschichte**. Die spannendere Frage wäre:

**„Wie baut man in 20 Jahren aus einer Betriebsmannschaft einen Oberligisten?“**

Und dann würde ich Bauer ziemlich konkret fragen: **Wie hoch ist der Gesamtetat? Wie hoch der Etat der ersten Mannschaft? Bekommen Spieler Gehälter/Aufwandsentschädigungen? Wie viel Geld kommt von Bauer selbst? Wie viel aus Sponsoring? Wie viele Menschen arbeiten bezahlt für den Verein? Wie viele ehrenamtlich? Und wo soll die Reise enden – Regionalliga?**

Denn genau diese Zahlen fehlen in den öffentlich auffindbaren Unterlagen. Wenn du möchtest, kann ich **noch eine Ebene tiefer recherchieren: Thorsten Bauer, seine Unternehmen, das wirtschaftliche Netzwerk hinter den Young Boys sowie die wichtigsten Geldgeber – und schauen, ob sich daraus der tatsächliche Finanzierungsmechanismus des Vereins rekonstruieren lässt.**

https://www.kicker.de/wenn-sogar-die-tickets-ausgehen-10000-fans-beim-oberliga-derby-in-reutlingen-1258754/artikel

10.000 Zuschauer ist schon eine Hausnummer.

Ich war ja mal in Reutlingen bei einem Vorstellungsgespräch und hätte nie gedacht, dass es da mehr als diesen Kreisstadtverein SSV gibt. Vielleicht hat Tomtom ja Insiderinfo.

Schäm dich tomtom

Tribune critique du cimetiè, (vor 9 Tagen) @ tomtom

...dein ChatGPT Text ist 3x so lang wie dein selbst erstellter Text (der übrigens mindestens 3x mehr emotionalen Inhalt bietet)

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Schäm dich tomtom

tomtom, (vor 8 Tagen) @ Tribune critique du cimetiè

Das wird fürderhin für alle Medienkanäle der unterste Standard sein, und vergesse die Kennzeichnung ... Spaß beiseite, da wird Vieles unschöner. Bin gerade unterwegs zur Buchmesse.

...dein ChatGPT Text ist 3x so lang wie dein selbst erstellter Text (der übrigens mindestens 3x mehr emotionalen Inhalt bietet)

Schäm dich tomtom

hjs zustimmend, (vor 8 Tagen) @ Tribune critique du cimetiè

Ich hätte jetzt auch maximal eine kurze Erwiderung, dass würdebersch doch groß sei und man nicht jede Kreisstadt kennen könne, kombiniert mit dem Hinweis, dass die SPD dort ganze vier Stimmen bekommen hat, erwartet

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Schäm dich tomtom

tomtom, (vor 8 Tagen) @ hjs zustimmend

Unter dem Vorbehalt, dass die Bar keine Sado-Maso-Bude ist, habe ich wieder die KI gefragt, hier hast du es :

Die SPD in Reutlingen hat deutlich an Wählerzuspruch verloren: Bei der Landtagswahl 2026 erreichte sie im Wahlkreis nur noch rund 5 Prozent, bei der Kommunalwahl 2024 waren es 12,4 Prozent.
Im Gemeinderat ist sie mit fünf Sitzen vertreten. Sie verfügt über erfahrene Kommunalpolitiker und jüngere Führungskräfte. Nach der Landtagswahl gab es innerparteiliche Kritik an der politischen Ausrichtung.

Ich hätte jetzt auch maximal eine kurze Erwiderung, dass würdebersch doch groß sei und man nicht jede Kreisstadt kennen könne, kombiniert mit dem Hinweis, dass die SPD dort ganze vier Stimmen bekommen hat, erwartet

Schäm dich tomtom

Hjs zufrieden, (vor 8 Tagen) @ tomtom

Ich wusste es.
Wenn die KI demnächst übernimmt, dann nicht, weil sie so schlau ist, sondern weil die Menschen so bequem sind.
Und in diesem Fall halt auch noch berechenbar .

ki an der schule

laimerloewe (c), (vor 8 Tagen) @ Hjs zufrieden

mal was für dich als lehrer, lieber hjs:

an der schule von meinem sohn gibt es ab diesem jahr keine referate mehr, weil die schüler angeblich einfach alles bei chat gpt eingeben und dann monoton runterrattern. offenbar ohne das geringste hintergrundwissen, was sich angeblich daran zeigt, dass sie selbst einfachste fragen von mitschülern nicht beantworten können.

ist das an deiner schule auch so? hast du etwas weiter gefasste informationen? fragen zu dem themenkomplex wurde nicht beantwortet, es war aber auch schon spät.

ki an der schule

Kraiburger, (vor 8 Tagen) @ laimerloewe (c)

Was zum Thema passt: ich habe mir gestern diese ARD-Doku angesehen und fand sie absolut beängstigend. Die Nutzung der KI durch die Schüler ist dabei nur ein Bruchteil dessen, was in dieser Altersgruppe gerade vorgeht.

ARD Wissen - Schule ohne Smartphone (dafür zahle ich gerne GEZ)


Wie läuft das an euren Schulen, bei euren Kindern so ab? Meine Kleine ist ja erst 5. Und ich habe einen riesen Bammel vor der Zeit, an der sie ein Handy haben will.

ki an der schule

Heidelberg, (vor 8 Tagen) @ Kraiburger

Diese Zeit wird bald kommen. Und sie wird unschön.

Noch können wir unseren Sohn davon überzeugen, dass er keins braucht und bekommt, aber daheim darf er gelegentlich schon mal am Smartphone Videos schauen oder EA zocken.

Der ist aber auch schon vier Jahre älter als Deine Kleine.

ki an der schule

Otti,, (vor 8 Tagen) @ Kraiburger

Es ist wie mit allem in der Schule, wenn das Elternhaus nicht etwas dahinter ist, hilft auch der beste Lehrer nichts.

Meine beiden sind 11 und 13, da gebe ich gern Informationen aus erster Hand. KI spielt beim 13-jährigen in der 8.Klasse Realschule schon eine große Rolle. Seit der 7. Klasse ist auf Tablet umgestellt worden. Da geht natürlich auch die Medienzeit hoch, da ist Kontrolle gefragt (Familienaccount, Medienzeit begrenzt). Bei Referaten mache ich es so, dass auch wenn keine KI genutzt wird, ich mir generell seine Referate anhöre und ansehe und ihm dann Fragen stelle. So auch bei den anderen Hausaufgaben, die teilweise auch mit KI gelöst werden. Interesse zeigen ist das Stichwort. Wenn ich höre und mitbekomme, mit welcher Ignoranz andere Eltern ihr Blagen aufziehen, musst dich nicht wundern. Die denken, es sind Kartoffeln, die wachsen von selber. Wirklich erschreckend!

Die Ängste vom Kraiburger kann ich verstehen, empfehle aber, sich für die Kids in die Materie zumindest etwas einzuarbeiten, ansonsten verlierst echt den Anschluss und weisst überhaupt nimmer, von was die da reden.

Und zum Thema Medienzeit: wir hätten (und haben) nächtelang auf dem Atari, später SEGA (ja, so alt bin ich schon) durchgezockt. Gut, dass meine Eltern dann eingeschritten sind, da bin ich heute noch dankbar. Handy gabs für meine Kids erstmal einen alten Knochen ohne Smart-Funktionen. Ist natürlich dann blöd, wenn in der Klasse die meisten dann sofort ein Smart-Phone haben. Da wirds dann mit Argumenten schwer. Wir konnten es so bis zu 6. Klasse rauszögern, dann aber mit Kontrolle, festen Regeln, Einschränkungen (Familienaccount etc.) und Konsequenzen!

ki an der schule

hjs referierend, (vor 8 Tagen) @ laimerloewe (c)

Bei mir gibt es keine schulweite Dienstanweisung, aber es gibt eine deutliche Tendenz, sich vom Referat als Leistungsnachweis zu verabschieden. Persönlich mach ich keine mehr, seit mir im letzten Jahr mein kompletter Oberstufenkurs inhaltlich perfekte News Reports abgeliefert hat.
Außerdem haben die letzten Lehrkräfte, die bislang noch Hausaufgaben benotet haben, sich inzwischen davon verabschiedet. Unter Schüler*innen ist das natürlich ein Riesenthema, wir kriegen nur wenig davon mit. Mathematik verzweifelt geradezu, weil die Schüler halt immer korrekte Hausaufgaben mitbringen, aber nichts zum Lösungsweg sagen können (außer die Schlauen, die es wohl ohnehin gekonnt hätten).

Mir graut schon vor den Seminararbeiten, die ich im Novmeber bekommen werde, um sie zu korrigieren. Bei dem Punkt hat das Ministerium bereits eine erste Reaktion gezeigt, indem sie diese Arbeit nur noch zweifach und das Gespräch zur Seminararbeit (bislang Präsentation, jetzt eher in 'Richtung Verteidigung einer Doktorarbeit) einfach gewichten. Das wird aber meiner Einschätzung nur ein Zwischenschritt sein, denn wenn die Unis Seminararbeiten abschaffen, brauchen wir an den Schulen nicht daran festhalten.

Noch ein interessanter Punkt: Bislang musste man für Spick-6er die Aktion direkt mitkriegen. Nun gibt es den Anschein-Beweis. Das bedeutet, dass man bei jemand, der sonst nur 5er schreibt, eine 1 nicht glaubt und bei erhärtetem Verdacht auch eine 6 geben kann, wenn man den Betrug nicht mitgekommen hat. Zumindest ist das aktuell so, bis ein findiger Verwaltungsjurist das kippt.

ki an der schule

laimerloewe (c), (vor 8 Tagen) @ Otti,

ein interessanter austausch!

mein sohn ist auich 13 und 8. klasse gymnasium. er hat sich bewusst gegen die ipad-klasse entschieden, die jetzt begonnen hat. wir haben ihm da tatsächlich komplett selbst die entscheidung überlassen und er hat das gemacht, obwohl er deswegen sogar die klasse wechseln musste. er ist tatsächlich nicht so wahnsinnig handy-affin, außer wenn es darum geht, fußballergebnisse und groundhopping trips über die kicker app zu recherchieren. ipad oder sowas hat er gar nicht.

ich habe tatsächlich ein wenig angst, wie er dann in der 10. klasse (ab da ist ipad pflicht) mit den ganzen sachen umgehen kann, wenn die anderen 2 jahre vorsprung haben.

zur handynutzung an der schule gibt es eine witzige anekdote. beim ersten elternabend in der 5. klasse hielt der direktor ein flammendes plädoyer gegen handies für die "kleinen". mein sohn hatte noch keins und auch noch keinen besonders ausgeprägten wunsch, eines zu haben. dann musste er sich ein mal befreien lassen, weil ihm schlecht war und bat im sekretatriat, seine eltern anrufen zu dürfen. worauf er zu hören bekam, dass er dafür doch bitte sein handy benutzen solle...

relativ kurz drauf hat er dann eins bekommen...

bisher war es so, dass als unterstufler das handy morgens abgeben mussten und es dann am ende wieder bekamen. die oberen jahrgänge dürfte es behalten und in den pausen anschalten und benutzen. ab diesem jahr ist die handy nutzung komplett verboten für alle jahrgänge, aber die handies werden nicht mehr abgenommen. die kinder/jugendlichen sollen sie nun bei betreten der schule ausschalten und danach wieder einschalten. verstöße werden ziemlich hart geahndet (was ich schon recht krass finde).

bei prüfungen ist es so, dass die schüler ihre taschen irgend an einem ende des klassenzimmers lagern müssen, damit ja kein handyempfang möglich ist (ich nehme an, um nicht irgendwie antworten damit zu bekommen). mein sohn hat mir aber schon berichtet, dass es schüler gibt, die ihr handy nur auf lautlos schalten und über eine smart-watch quasi komplett online sind. deren nutzung ist auch nicht irgendwie reglementiert.

alles nicht so ganz zu ende gedacht, finde ich. aber das wirklich abschließend zu regeln, ist wahrscheinlich ein ding der unmöglichkeit.

ki an der schule

laimerloewe (c), (vor 8 Tagen) @ hjs referierend

danke für die info!

im endeffekt führt das doch dazu, dass man sich den ganzen komplex irgendwelcher hausarbeiten mit recherche und so sparen kann und prüfen halt wieder komplett im präsenz abgehalten werden müssen.

ein sehr guter freund von mir ist auch lehrer und der sprach bei hausarbeiten vor einiger zeit schon davon, dass er die google-ergebnisse 1-10 in textlich unterschiedlicher form bekommt.

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ki an der schule

Nik, (vor 8 Tagen) @ Otti,

Zum Thema Medienzeit: Sobald die Kleinen 16 sind, ist das ohnehin obsolet, weil dann die ganzen Eltern-Kontroll-Apps nicht mehr greifen. Und ein:e etwas findige:r Jugendliche:r hat bis dahin ohnehin längst rausbekommen, wie sich sämtliche Spreen und Einschränkungen umgehen lassen. (Und das war auch schoon immer so - das Meiste, was ich über Computer weiß, basiert auf der Erfahrung, die ich gesammelt habe, indem ich kopiergeschützte Spiele und Programme zum Laufen bringen wollte...)

Zum Thema KI:
Da ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass diese Tools Wortratemaschinen sind und nichts wissen und nicht denken können, und dass alles, was die Dinger ausgeben, auch kreuzfalsch sein kann.
Bedeutet: Alles, was da ausgegeben wird muss man verstehen, nachvollziehen und im besten Falle nachrecherchieren (mache ich in der Arbeit auch so).
Das erfordert aber auch wieder Mehraufwand bei den Lehrer:innen, die das irgendwie kontrollieren müssen - aber dazu hat HJS ja schon geschrieben.

ki an der schule

BlueMav, (vor 8 Tagen) @ laimerloewe (c)

Einfach mit der Schulnote 6 lösen, dann erledigt such das Problem von alleine. Zu einem Referat gehört mehr dazu als bloß abzulesen.
Das Problem ist eher, dass die Lehrer heutzutage zu feuge sind im allgemeinen. Die Inflation der guten Noten an Schule und Uni ist eines der größeren Probleme in dieser Bildungsrepublik. Das Problem ist, dass dies schwer zu ändern ist.

ki an der schule

hjs naja, (vor 8 Tagen) @ BlueMav

Lehrer sind (meist) Beamte und deshalb meist feige, aber jetzt auch nicht mehr als der Durchschnitt. Vielleicht sogar ein wenig weniger, weil sie weniger Angst haben müssen gefeuert zu werden. Angst haben sie wie die Politiker vor den Eltern. Und die Eltern wollen gute Noten. Und die Eltern sind Wähler. Das ist die Mechanik.

ki an der schule

Amafan, (vor 8 Tagen) @ BlueMav

Die Inflation der guten Noten an Schule und Uni ist eines der größeren Probleme in dieser Bildungsrepublik. Das Problem ist, dass dies schwer zu ändern ist.

Und was genau würden „schlechtere Noten”, wofür auch immer sie verteilt werden sollen, an einem Bildungssystem ändern, das im internationalen Vergleich einfach seit Jahrzehnten Defizite aufweist? Gäbe es dann mehr Personal an Schulen, damit das vorhandene nicht ausgebrannt wird? Würde das mehr Chancengleichheit für Schüler/innen aus minderprivilegierten Haushalten bringen? Würden dadurch verrottete Immobilien instand gesetzt? Würden die prekären Arbeitsbedingungen für Lehrende an Universitäten, die nicht das Glück hatten, eine Vollprofessur ergattert zu haben, davon besser?

Wenn Deutschland eine auf der Welt führende Wissens- und Bildungsgesellschaft sein soll, dann halte ich eine vermutete "Inflation der guten Noten an Schule und Uni" für untauglich, um zu erklären, warum hier Anspruch und Realität auseinanderklaffen. Das klingt für mich eher nach einem Vorwurf, den Konservative gerne erheben, wenn sie behaupten, die Sozn hätten mit ihrer Gleichmacherei angeblich den Bildungsstandard gesenkt.

ki an der schule

lustiger_hans, (vor 7 Tagen) @ hjs referierend


Das bedeutet, dass man bei jemand, der sonst nur 5er schreibt, eine 1 nicht glaubt und bei erhärtetem Verdacht auch eine 6 geben kann, wenn man den Betrug nicht mitgekommen hat.

Ok, damit der also gleich nicht lernt, weil es sich ja eh nicht rentiert. Weil "der ist halt ein schlehter Schüler". Das ist das hirnrissigste, das ich seit langem gelesen habe. Lehrkräfte, die so vorgehen, haben an Schulen im Grunde nichts verloren.....

ki an der schule

Maradona, (vor 7 Tagen) @ lustiger_hans

Lieber Hans,

deine Argumentation ist grundsätzlich nachvollziehbar und zeigt von einem positiven Menschenbild.
Dummerweise hält die Argumentation dem Praxistest nicht stand. Lass dir versichert sein, dass sich jeder Lehrer und auch jede Lehrerin über Leistungssprünge der Schüler enorm freut. Zudem darfst du davon ausgehen, dass jede Lehrkraft das Arbeitsverhalten ihrer einzelnen Schüler relativ gut einschätzen kann. Und damit kommen wir an den Punkt, wo du mit deiner Unterstellung nicht richtig liegst: Gerade in der Oberstufe sind Leistungssprünge von 5 auf 1 in Fächern, die stofflich über Jahre hinweg aufeinander aufbauen, tatsächlich nur schwer zu vollziehen. Jeder Schüler hat beispielsweise einen eigenen Schreibstil, gewisse Ausdrucksschwächen etc. Das lässt sich nicht innerhalb von zwei oder drei Wochen auf ein anderes Level heben!
Kluge Schüler spicken mit Prompts, die sie nicht von 5 auf 1 heben, sondern von 5 auf 3-

ki an der schule

Lustiger_hans, (vor 7 Tagen) @ Maradona

Das sind Behauptungen, sonst nichts.

Entweder kann die Lehrkraft ein Betrugsmittel in der Prüfung finden oder sie hat gefälligst davon auszugehen, dass die Prüfung korrekt bestanden wurde. Das ist das absolute Minimum!

Nicht umsonst werden Abschlussprüfungen in der Regel von Lehrkräften anderer Schulen bewertet: um genau solche Vorurteile auszuschließen.

Hat ein Schüler z.B. intensiv mit Youtubevideos gelernt, ist eine Übernahme des Ausdrucksstils des Youtubers in die eigene Prüfung durchaus erwartbar.

Und in vielen Fächern ist es sehr wohl so, dass man auch in höheren Klassen mit simplem Bulimielernen sehr weit kommt.....

ki an der schule

domlöwe, (vor 7 Tagen) @ lustiger_hans


Das bedeutet, dass man bei jemand, der sonst nur 5er schreibt, eine 1 nicht glaubt und bei erhärtetem Verdacht auch eine 6 geben kann, wenn man den Betrug nicht mitgekommen hat.


Ok, damit der also gleich nicht lernt, weil es sich ja eh nicht rentiert. Weil "der ist halt ein schlehter Schüler". Das ist das hirnrissigste, das ich seit langem gelesen habe. Lehrkräfte, die so vorgehen, haben an Schulen im Grunde nichts verloren.....

hjs hat die Sache mit dem Anscheinsbeweis sehr verkürzt dargestellt. Natürlich kriegt einer, der bisher eine 5 geschrieben hat, nicht einfach eine 6, weil man ihm nicht zutraut eine 1 zu schreiben. Wenn die Formulierungen authentisch wirken, dann gibt es keinen Grund für Zweifel an der gezeigten Leistung. Wenn die Formulierung nicht authentisch wirken und etwa Fachbegriffe genannt werden, die im Unterricht noch gar nicht behandelt worden sind, dann gibt es auch noch nicht automatisch eine 6. Allerdings kann man dann den Schüler zu einem Gespräch über die Prüfung heranziehen. Und nur dann, wenn er in dem Gespräch über die Prüfungsinhalte bei weitem nicht in der Lage ist, ein ähnliche Kompetenz wie in der ursprünglichen Arbeit zu zeigen, dann ist die Note 6 möglich und auch gerechtfertigt.

Im Übrigen kann es durchaus vorkommen, dass ein Schüler mehr oder weniger von einem Tag zum andern zu einem deutlich bessern Schüler wird und plötzlich lauter 1er schreibt (zumindest in meinem Fach, Mathematik, ist das möglich). Und dann liegt das nicht an verstärkte Nachhilfe oder starker Elternunterstützung. Sondern der Schüler hat einfach entdeckt, wie man produktiv lernt.

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