Berlin ist wohl auf jeden Fall schon draußen, der Abstand zwischen München und Ruhr ist indes wohl geringer als ich dachte, trotzdem gehe ich davon aus, dass unsere Stadt das Rennen macht. Ich werde das Ergebnis wohl emotionslos zur Kenntnis nehmen.
„In einer Matrix der Bewerber [vom DOSB?] erhielt die bayerische Landeshauptstadt (...) 87 von 100 Punkten, Köln-Rhein-Ruhr bekam 85 – beide erhielten damit die Bewertung „sehr gut“. Berlin erreichte 74,6 Punkte und damit nur die Note „gut“, schreibt der „Tagesspiegel“ heute in seinem stets lesenswerten Newsletter „Checkpoint“.
Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass München den Zuschlag erhalten wird. Da stimmt für den Außenstehenden einfach das Gesamtpaket, es ist von der Organisation, der Erfahrung und dem besonderen Flair her, wohl das zuverlässigste Angebot. Stadt und Freistaat ist sehr gelegen daran, dass das gelingt. NRW ist ein bisschen Flickenteppich, viele Partikularinteressen und einzelne Ansprechpartner:innen, die maroden Finanzen der Kommunen, die nicht unbedingt ganz so attraktiven Städte ... Berlin hat einfach einen schlechten Ruf, womöglich steht eine neue Stadtregierung nicht zu 100 Prozent hinter dem Konzept.
Kurzum, es kann eigentlich nur auf München hinauslaufen. Aber wie oft habe ich mich – auch hier – schon getäuscht ...
Wäre aber auch ein Zeichen, dass es nach 100 Jahren ein anderes Deutschland ist. Für Brandenburg würde sicherlich auch die ein oder andere Sportstätte abfallen, wie bei uns in Frankfurt (Oder) evtl. das Schießen. Zudem ist hier auch ein großer Olympiastützpunkt mit Schwerpunkt Boxen. Und ein wenig internationales Flair würde einigen AfD‑lern hier ganz guttun. Also, ich bin für Berlin!