Der Unterschied ist aber auch: Die Löwen wollen wieder eigenständig sein – mit einem eigenen Stadion und einer eigenen Identität. Haching hingegen ist ein Verein ohne jegliche Perspektive im Profifußball (selbst für die Regionalliga).
Allein schon die Posse um den Stadionkauf: Der Manni hat damit im Gemeinderat alle total verärgert. Dabei war die Gemeinde der SpVgg anfangs sehr wohlwollend gegenüber eingestellt. Aber dann den Notartermin ein paar Stunden vorher abzusagen, ist schon ein ziemliches Armutszeugnis.
Da war halt auch immer viel Blabla dabei: Erst wird vom tollen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) gesprochen, und dann gibt es einen offenen Brief der Eltern, weil sich ihre Kinder irgendwo in der Pampa umziehen müssen.
Und jetzt am Schluss noch die Verarsche, dass man keine Aufstiegsspiele spielen will. Der Verein ist tot. Alles, was im Sportpark auf Haching hindeutet, wurde bereits akribisch von Bayern München entfernt – selbst die Jahreszahlen in den Sitzen auf der Osttribüne sind verschwunden.
Das Einzige, was noch vorstellbar wäre: Dass Bayern die Spielvereinigung Unterhaching als formal selbstständigen Verein in die 2. Bundesliga pusht, um dort ihre besten Nachwuchsleute spielen zu lassen – ähnlich wie es Real Madrid macht oder RB Salzburg mit Liefering. Das würde wohl mehr Sinn ergeben, als mit der eigenen U21 in der Regionalliga oder der 3. Liga zu bleiben.