Es wird natürlich nie so kommen. Völlig klar.
1. Es werden für die Nationalmannschaft keine Spieler nominiert, die in ihren Clubs nicht Stammspieler sind. Wer sich im Verein nicht durchsetzen kann, hat nicht das Zeug zum Nationalspieler. Dadurch würde auch das Interesse von Spielern am FC Bayern sinken, weil man nicht als Nummer 18 oder 19 bei den Roten immer noch wie selbstverständlich zu EM oder WM fährt.
2. Es gilt ausschließlich das Leistungsprinzip. Einflussmaßnahmen von Springer-Presse, Spielerberatungsagenturen, Clubmanager, die ihre Spieler höher raten wollen, sind konsequent zu bekämpfen. Dadurch sind auch plötzlich Spieler kleinerer Clubs auf dem Schirm, die bislang durchs Raster fielen. Werden Spielerberater aggressiv, machen Zicken, lancieren blöde Presseberichte, werden Klienten aus diesem Haus für eine bestimmte Zeit gar nicht mehr nominiert. Das spricht sich dann schon rum in der Szene.
3. Es gibt eine fixe Altersgrenze, die nicht überschritten wird. 33-jährige Innenverteidiger und 40-jährige Torhüter vertreten Deutschland nur noch bei Benefizspielen.
4. Nationaltrainer und deren Stab brauchen eine internationale Vita und müssen sich was Spielidee und die Umsetzung derselben anbelangt, in der Spitzengruppe ihrer Generation befinden. Keine Nachahmer, sondern Innovatoren.
5. Sogenannte U-Mannschaften von Proficlubs werden aus Liga 3 und den Regionalligen entfernt. Sie spielen künftig eigene Wettbewerbe, die sie für höhere Aufgaben qualifizieren. Ihre Ausbildung wird internationalen Maßstäben angepasst.
Stattdessen wird – typisch Deutschland – etwas anderes passieren. Es wird das Gebrüll nach der Aufhebung von 50+1 geben, weil das angeblich den Wettbewerb behindert und „wir“ deshalb nicht stark genug sind. Es wird nach einer charismatischen Lichtgestalt an der Spitze gerufen, weil nur sie uns aus dem Dunkel führen kann.