Vereine ohne Verantwortung? (Forum)

Herföðr, Friday, 23.01.2026, 10:36 (vor 34 Tagen) @ Herbert

Bezirkssportanlagen sind nicht entstanden, um Vereinen eine Sportanlage zur Verfügung zu stellen und denen dann auch das Hausrecht zu überlassen. Sie sind vielmehr entstanden um den Vereins- und Breitensport sowie Schulsport zu fördern. Diese Idee entstand vor allem rund um Olympia 1972. Sie sollen allen frei zugänglich sein. Sie werden auch nicht einem Verein überlassen. Sondern können vielmehr von mehreren Vereinen und der Öffentlichkeit sowie den Schulen genutzt werden. Natürlich gibt es hierzu Nutzungspläne, damit nicht vier Fußballvereine von 18.00 bis 19.00 Uhr den Hauptplatz wollen. Die Erhaltung dieser Plätze inklusive der Wartung der Plätze sollte in jedem Fall bei der Stadt liegen. Will ich in München den Breitensport nicht mehr fördern, kann ich die Bezirkssportanlagen verkaufen. Mit den entsprechenden Folgen.

Die Kinder betreiben ohnehin immer weniger Sport. Manche werden dann mit 15 Jahren von ihren Eltern im Fitness-Studio abgeliefert, im Glauben das wäre so wie früher Vereinssport. Und es gäbe eine Betreuung. Die Jugendlichen haben dann einen Trainer, der heißt Tik Tok oder Instagram. Und dort machen sie sich dann kaputt.

Die Stadt ist in der Verantwortung diesen Trend aufzuhalten. Die Vielfalt im Sportangebot über Vereine geht nur so. Bezirkssportanlagen müssen in diese Form erhalten bleiben. Ist die Stadt nicht bereit dafür auch eine halbe Million für Platzwarte zu zahlen, dann muss sie mit den Konsequenzen rechnen. Eine Stadt mit übergewichtigen Kindern und Erwachsenen, die jedes Jahr die Stadt München als Sportstadt feiern, weil große Sportevents veranstaltet werden, wo kein einziger Münchner dabei ist. Außer mit der Pommes und einem Bier in der Hand natürlich.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion