München Sportstadt? (Forum)

local cemetery grandstand, Wednesday, 21.01.2026, 17:37 (vor 36 Tagen)
bearbeitet von local cemetery grandstand, Wednesday, 21.01.2026, 19:08

Offensichtlich nicht wirklich, oder halt nur für renommierte Großveranstaltungen.
Da sind über 20 Millionen für ein paar EM Spiele kein Problem.
Voraussichtlich über 10 Millionen nur für die Oly-Bewerbung schon gleich gar nicht.
Und das Ausrichten des CL Finals mit über 1 Million dann eher Peanuts.
Ein Index-Mietvertrag mit SAP-Garden und RB über 50 Jahre, damit diese Arena auch wirklich abbezahlt ist. Ach kein Problem.
Und leider sollten wir das Sechzger und seinen 60% Eigentümer aus Dubai auch nicht vergessen. Dabei würden wir ja selbst gerne die Hand aufhalten.
etc. etc. etc.

Und gleichzeitig ist man nicht in der Lage die eigenen Bezirkssportanlagen mit entsprechenden Platzwarten auszustatten, sodass inzwischen immer mehr Plätze für Kinder und Vereine nicht zur Verfügung stehen. Na da frag mal einen Politiker vor einer Kamera wie wichtig die Sportvereine für die Gesellschaft sind… leider vergessen sie das wieder, sobald die Kamera aus ist.


Vielleicht hilft das ja:

https://www.change.org/p/rettet-den-vereins-sport-auf-den-m%C3%BCnchner-bezirkssportanlagen?recruited_by_id=3841c120-f544-11f0-91cb-119ad87a5191&utm_source=share_petition&utm_campaign=psf_promote_or_share&utm_term=psf&utm_medium=whatsapp

München Sportstadt?

tomtom, Wednesday, 21.01.2026, 21:21 (vor 36 Tagen) @ local cemetery grandstand

Habe das unterzeichnet. Danke für den Hinweis, vielleicht hülfts am End tatsächlich.

Offensichtlich nicht wirklich, oder halt nur für renommierte Großveranstaltungen.
Da sind über 20 Millionen für ein paar EM Spiele kein Problem.
Voraussichtlich über 10 Millionen nur für die Oly-Bewerbung schon gleich gar nicht.
Und das Ausrichten des CL Finals mit über 1 Million dann eher Peanuts.
Ein Index-Mietvertrag mit SAP-Garden und RB über 50 Jahre, damit diese Arena auch wirklich abbezahlt ist. Ach kein Problem.
Und leider sollten wir das Sechzger und seinen 60% Eigentümer aus Dubai auch nicht vergessen. Dabei würden wir ja selbst gerne die Hand aufhalten.
etc. etc. etc.

Und gleichzeitig ist man nicht in der Lage die eigenen Bezirkssportanlagen mit entsprechenden Platzwarten auszustatten, sodass inzwischen immer mehr Plätze für Kinder und Vereine nicht zur Verfügung stehen. Na da frag mal einen Politiker vor einer Kamera wie wichtig die Sportvereine für die Gesellschaft sind… leider vergessen sie das wieder, sobald die Kamera aus ist.


Vielleicht hilft das ja:

https://www.change.org/p/rettet-den-vereins-sport-auf-den-m%C3%BCnchner-bezirkssportanlagen?recruited_by_id=3841c120-f544-11f0-91cb-119ad87a5191&utm_source=share_petition&utm_campaign=psf_promote_or_share&utm_term=psf&utm_medium=whatsapp

München Sportstadt?

hjs zustimmend, Thursday, 22.01.2026, 09:02 (vor 35 Tagen) @ tomtom

Ich stimme zu. Ich sehe den Spardruck, aber genau da darf man nicht sparen. Ich halte von dem zuständigen Referenten (der das ja vorgeschlagen hat) ohnehin wenig, auch wenn er mein Zwischenchef ist.

München Sportstadt?

Alrik, Thursday, 22.01.2026, 09:44 (vor 35 Tagen) @ hjs zustimmend

Ich sehe den Spardruck, aber genau da darf man nicht sparen.

Und schon sind war dort, wo man die Systemfrage stellen muss. Diese Aussage ist für so viele Bereiche richtig: (Breiten-)Sport, aber auch Kultur oder städtische/kommunale Infrastruktur, um nur noch zwei wesentliche Beispiele zu nennen. Man kommt also eigentlich nicht umhin, zu hinterfragen, ob tatsächlich alle ausreichend bei der Finanzierung des Gemeinwesens (in dem sie leben und von dem sie auch profitieren) beteiligt werden, oder ob hohe und sehr hohe Einkommen & Vermögen nicht unterproportional zur Verantwortung gezogen werden.

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München Sportstadt?

Fred, München, Friday, 23.01.2026, 09:34 (vor 34 Tagen) @ tomtom

Ob das hilft? Letztlich werden Stellen eingespart die teilweise seit mehreren Jahren nicht zu besetzen waren. So gesehen könnte man das auch als sehr geschmeidigen Weg verstehen, vorgegebene Sparziele zu erreichen. Das Problem sitzt halt wie so oft in der Kommunikation mit den Betroffenen. Hier halt mit den Vereinen. Das muss jetzt unter Schmerzen nachgeholt werden.

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Sechzig München gibt's nur in Giasing!

Vereine ohne Verantwortung?

Herbert, Friday, 23.01.2026, 09:57 (vor 34 Tagen) @ local cemetery grandstand

Und gleichzeitig ist man nicht in der Lage die eigenen Bezirkssportanlagen mit entsprechenden Platzwarten auszustatten, sodass inzwischen immer mehr Plätze für Kinder und Vereine nicht zur Verfügung stehen. Na da frag mal einen Politiker vor einer Kamera wie wichtig die Sportvereine für die Gesellschaft sind… leider vergessen sie das wieder, sobald die Kamera aus ist.

Mal eine andere Sichtweise auf das "Problem". Wenn ein Verein ein eigenes Sportgelände unterhält (was ja auch Vereine machen bzw. viele Vereine "neidisch" auch haben wollen), dann ist es klar, dass die Platzwarte bzw. das Hausrecht mit allen Rechten (wer darf drauf ;-) ) aber auch mit allen Pflichten beim jeweiligen Verein liegt. Jetzt stellt die Stadt die Bezirkssportanlagen den Vereinen zur Verfügung (gegen Entgelt, gehe ich mal davon aus) und legt in den Nutzungsbedingungen fest, dass das Hausrecht incl. der Pflichten bei den "mietenden" Vereinen liegt. Je nach Verein reden wir ja auch von einigen Mitgliedern, dadurch einigen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen (steuerfrei) und dadurch auch einen Etat für Ausgaben und zusätzlich Vorteile bei Bezahlung im Ehrenamt, etc.. Wenn Vereine die Platzwarte nicht stellen können bzw. kein Hausrecht während Ihrer Nutzung "wollen" dann verstehe ich das, aber je nach Größe des Vereins ist die Bewertung ob das sinnvoll ist zumindest unterschiedlich.

Vereine ohne Verantwortung?

Herföðr, Friday, 23.01.2026, 10:36 (vor 34 Tagen) @ Herbert

Bezirkssportanlagen sind nicht entstanden, um Vereinen eine Sportanlage zur Verfügung zu stellen und denen dann auch das Hausrecht zu überlassen. Sie sind vielmehr entstanden um den Vereins- und Breitensport sowie Schulsport zu fördern. Diese Idee entstand vor allem rund um Olympia 1972. Sie sollen allen frei zugänglich sein. Sie werden auch nicht einem Verein überlassen. Sondern können vielmehr von mehreren Vereinen und der Öffentlichkeit sowie den Schulen genutzt werden. Natürlich gibt es hierzu Nutzungspläne, damit nicht vier Fußballvereine von 18.00 bis 19.00 Uhr den Hauptplatz wollen. Die Erhaltung dieser Plätze inklusive der Wartung der Plätze sollte in jedem Fall bei der Stadt liegen. Will ich in München den Breitensport nicht mehr fördern, kann ich die Bezirkssportanlagen verkaufen. Mit den entsprechenden Folgen.

Die Kinder betreiben ohnehin immer weniger Sport. Manche werden dann mit 15 Jahren von ihren Eltern im Fitness-Studio abgeliefert, im Glauben das wäre so wie früher Vereinssport. Und es gäbe eine Betreuung. Die Jugendlichen haben dann einen Trainer, der heißt Tik Tok oder Instagram. Und dort machen sie sich dann kaputt.

Die Stadt ist in der Verantwortung diesen Trend aufzuhalten. Die Vielfalt im Sportangebot über Vereine geht nur so. Bezirkssportanlagen müssen in diese Form erhalten bleiben. Ist die Stadt nicht bereit dafür auch eine halbe Million für Platzwarte zu zahlen, dann muss sie mit den Konsequenzen rechnen. Eine Stadt mit übergewichtigen Kindern und Erwachsenen, die jedes Jahr die Stadt München als Sportstadt feiern, weil große Sportevents veranstaltet werden, wo kein einziger Münchner dabei ist. Außer mit der Pommes und einem Bier in der Hand natürlich.

Vereine ohne Verantwortung?

hjs ergänzend, Friday, 23.01.2026, 11:37 (vor 34 Tagen) @ Herföðr

Ich glaube auch, dass moralisch richtig ist, dass die Vereine beteiligt werden. Allerdings ist die Realität, dass es immer weniger Menschen gibt, die ein Ehrenamt übernehmen wollen (sieht man auch - kleiner Seitenhieb - auf das Echo auf meinen Aufruf hier, bei den Kommunalwahlen zu kandidieren). Man kann als Kommune das dann laufen lassen und bei Finanzknappheit das Angebot reduzieren. Als sozial ausgerichtete Kommune sollte man das aber meiner Meinung nach nicht, da die Wohlhabenden immer eine Möglichkeit finden werden, ihren Sport zu treiben. Das gilt aber nicht für alle Menschen. Und was mir besonders wichtig ist: Nach wie vor wird die Integrationsleistung des Sports nicht genügend gewürdigt. Maximal in Worten, nicht aber in finanziellen Prioritäten.

Vereine ohne Verantwortung?

Herföðr, Friday, 23.01.2026, 12:29 (vor 34 Tagen) @ hjs ergänzend

Beteiligt werden sie ja an den Kosten. Es gibt drei Nutzergruppen. Gemeinnützige Sportvereine fallen unter die Nutzergruppe 2. Es gibt Einzelzulassungen und Saisonzulassungen. Das ist auch gut gestaffelt, je nachdem ob es Kinder- oder Erwachsenentraining ist. Oder es eben keine gemeinnützigen Sportvereine sind zb. Privatgruppen oder Privatschulen.

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