Warum das Ankündigen eines Exklusivinterviews Bullshit ist (Forum)

tomtom, Tuesday, 28.01.2025, 12:30 (vor 396 Tagen)

Aus gegegebenem Anlass (viel zu viel der Worte für ein lausiges Interview, der zweite Teil wird nicht besser werden). Dass ein Exlusivinterview Bullshit ist, habe ich ziemlich zu Anfang meiner Zeit beim Burda Verlag durch eine erfahrene Kollegin gesagt bekommen. Naja, es gehören natürlich immer mindestens zwei dazu, da wurde auch einer ganz schlecht beraten. Aber es gibt tatsächlich dumme Menschen, die sich davon einwickeln lassen ... Auch kein neues Phänomen derzeit.

Inhaltlich will ich mich gar nicht auf diesen Text einlassen – er bringt überhaupt nix!

Der Monaco Franze hat's auch schon gelesen. (-;

Hier ChatGPT zum Thema (Fettungen durch mich):

Das Ankündigen eines Exklusivinterviews durch einen Journalisten ist oft problematisch, weil es in der Regel mehr Marketing als journalistischer Mehrwert ist. Hier einige Gründe, warum man das kritisch sehen könnte:

1. Selbstinszenierung statt Inhalt: Oft wird nicht das Thema oder die Information in den Mittelpunkt gestellt, sondern der Journalist selbst. Es wirkt mehr wie eine Selbstdarstellung, um Aufmerksamkeit auf die eigene Marke oder Plattform zu lenken, statt auf die Relevanz der eigentlichen Inhalte.

2. Aufgebauschte Exklusivität: Das Wort "Exklusiv" soll suggerieren, dass hier bahnbrechende oder besonders einzigartige Informationen kommen, die nur dieser Journalist zugänglich gemacht hat. In der Praxis ist das oft nicht der Fall – es handelt sich häufig um Interviews, die auch von anderen geführt hätten werden können, oder um wenig spektakuläre Inhalte.

3. Mehr Hype als Substanz: Die Ankündigung eines Exklusivinterviews baut oft Erwartungen auf, die dann nicht erfüllt werden. Die Inhalte entpuppen sich gelegentlich als banal oder als das, was ohnehin jeder bereits vermutet hat.

4. Journalistische Unabhängigkeit: Ein zu großes Aufheben um ein Exklusivinterview kann den Eindruck erwecken, dass der Journalist oder das Medium von der prominenten Person oder dem exklusiven Zugang abhängig ist. Das widerspricht dem Ideal, kritisch und unabhängig zu berichten.

5. Überinszenierung in einer Zeit der Informationsflut: In einer Welt, in der ohnehin ständig neue Inhalte produziert werden, erscheint das Ankündigen eines Interviews oft übertrieben. Es gibt wichtigere Dinge, als ein Interview im Vorfeld wie einen Blockbuster zu promoten.

Kurz gesagt: Ein gutes Interview sollte für sich selbst sprechen. Wenn es wirklich bedeutsam oder relevant ist, wird das Publikum das erkennen – auch ohne große Ankündigung oder inszeniertes Getöse.


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