Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen (Forum)

Kraiburger, Tuesday, 18.06.2024, 08:47 (vor 620 Tagen)

Guten Morgen,

ich bin am überlegen, woher dieser Irrsinn der letzten Wochen resultiert und wie er zukünftig verhindert werden kann.

Der erste Punkt ist für mich die Motivationslage der Kandidierenden und die daraus resultierende Blockwahl.

Wir hatten bekanntermaßen zwei Blöcke: Die einen, die für ein "weiter so" standen um Vergleich zum "Wir wollen Veränderung mit Ismaik". Das ist die Kurzfassung, denn wenn man es ausdehnt ist es nur die halbe Wahrheit.

Die Vereinsseite betrachtet die Mitgliederversammlung als höchstes Organ zur Verwaltung des Gesamtvereins, vom Breitensport bis weit hinein in die eigenen Abteilungen. Der Punkt, dass der von der Verwaltung eingesetzte Präsident auch Mitglied der Tochtergremien ist, wird dabei relativ ausgeklammert, denn: Nichts ist größer als der Verein.

Die Investorenseite betrachtet aber den Verwaltungsrat als notwendigen Steigbügelhalter zu den Fleischtöpfen der Tochterunternehmen. Der Verein dient lediglich als Dienstleister und "Folklore" für den Profitfußball.

Soweit meine Einschätzung zu den unterschiedlichen Grundtendenzen.

Wie kann man also zukünftig verhindern, dass ein Lagerwahlkampf dazu führen kann, den Verein zugunsten eine defizitären Tochtergesellschaft aus der Hand zu geben?

Wie kann man verhindern, dass die Verwaltungsratswahl zur Entscheidungsschlacht um den Profitfußball hochstilisiert wird?


Was machen andere Vereine mit ausgegliedertem Profibereich anders, als wir es tun?

Das entscheidende Gremium für den PF ist ja nicht der Verwaltungsrat, sondern der Aufsichtsrat der Kgaa. Hier dürfen bekanntermaßen die Anteilseigner 1860 und HAM jeweils 3 Mitglieder entsenden. Über die 3 von 1860 entsendeten Mitglieder entscheidet jedoch nicht die Mitgliederversammlung, sondern - ja wer eigentlich? Aktuell sind das Probst, Seeböck und Bay.

Wäre es eine Möglichkeit, dass die 1860-Aufstichtsratsmitglieder zukünftig von den Mitgliedern "entsendet" werden? Welchen negativen Auswirkungen hätte das auf die Versammlung? Welche Satzung müsste hierzu geändert werden? Wieviel Dampf würde das von der Verwaltungsratswahl nehmen?

Und zugehörig die zweite Frage: Wieso entsendet die HAM nicht einfach Lutz und Gräfer in den Aufsichtsrat, statt bisher Livingston, Stimoniaris und Yahja? Das wäre doch für alle Seiten eine win-win-Situation?

Nächste Frage:

Bei den Verwaltungsratswahlen hat jedes Mitglied soviele Stimmen wie es Sitze im entsprechenden Gremium gibt. Also 9. Ist diese Regelung zwingend notwendig? Wenn ich den Bundestag wähle, dann habe ich ja auch nicht 730 Stimmen, zwingend notwendig kann diese Regelung also nicht sein.
Ich würde also gerne also mal durchspielen, was die mathematische, emotionale und taktische Folge wäre, wenn jedes Mitglied nicht 9 Stimmen hat, sondern nur 5. Welche Argumente könnten für eine derartige Satzungsänderung vorgebracht werden, was spricht dagegen. Und welche Folgen hätte das? Würde solch eine Änderung die Sprengkraft aus der Verwaltungsratswahl nehmen?


Welche weiteren Modifikationen könnten sonst noch im Raum stehen um so einen Irrsinn wie in den vergangenen Wochen zu entkräften?

Denn eines ist mir leider klar: Die Gefahr, den Gesamtverein aus der Hand zu geben, weil ein paar Glücksritter gerne FIFA spielen wollen, wird in den nächsten Jahren eher größer, wenn sich aufgrund der HAMschen Blockadehaltung der sportliche Erfolg weiterhin nicht einstellt.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 09:35 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Dass HAM Kandidaten über den e.V. in die Gremine der KGaA einschleusen will , ist doch klar und wird wohl auch in der Zukunft nicht ausbleiben. Denn deren erklärtes Ziel ist ja 50+1 auszuschalten. Daher richtet HAM natürlich seine Aktivitäten darauf aus, genehme Kandidaten über den e.V. zusätzlich zu den eigenen zu kriegen. Dieser Angriff wird wohl ab jetzt zum Standard-Repertoire von Ismaik gehören.

Ich finde aber die Frage spannend, wie der e.V. seine Vertreter für die KGaA-Gremien auswählt. Ist das überhaupt Bestandteil der Satzung (wäre mir nicht aufgefallen) oder eher "Tagesgeschäft" des Präsidiums, dass den e.V. ja operativ führt? Das müsste mal einer der Satzungsexperten hier etwas beleuchten.

Andererseits führt dein Vorschlag - wenn ich ihn richtig verstehe - dazu, dass auf einer MV dann auch noch die zu entsendenden Mitglieder für KGaA-Gremien gewählt werden müssten. Das führt sicher nicht zu einer Verkürzung der Veranstaltung...

Zur Länge der Veranstaltung noch ein Wort:

Ich habe am Sonntag mehrere Gespräche mitbekomen a la "was dauert der Scheiß so lange, was sollen die ganzen satzungsändernden Anträge etc." Dazu möchte ich nochmal festhalten, dass die Satzung von 1860 den Mitgliedern eben viele Mitsprachrechte gibt und deren Ausübung eine gewisse Zeit beansprucht.

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Kenny2, Tuesday, 18.06.2024, 09:45 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

In der Satzung steht folgendes:
Das Präsidium schlägt dem Verwaltungsrat Kandidaten für Gremien der Tochtergesellschaften vor (z.Z. 3xKGaA-AR und 2xGeschäftsführungbeirat) und der VR muss diese mit 3/4-Mehrheit bestätigen.

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laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 10:18 (vor 620 Tagen) @ Kenny2

danke für die Info!

Und müssen diese Kandidaten irgendwie in einem Gremium des Vereins sein oder könnte man auch einfach irgendjemanden entsenden?

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Kenny2, Tuesday, 18.06.2024, 22:38 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

danke für die Info!

Und müssen diese Kandidaten irgendwie in einem Gremium des Vereins sein oder könnte man auch einfach irgendjemanden entsenden?

Man kann prinzipiell mit Hinz und Kunz besetzen (Geschäftsführer sind ja nicht Vereinsmitglieder). Aber: für die Gremien der KGaA / Geschäftsführungs-GmbH gilt mit dem Kooperationsvertrag ein strikte Mitgliedschaftspflicht. Das gilt sogar für die HAM-Vertreter.
(Deswegen kann Power zwar GF werden, aber nicht Mitglied des AR oder im Beirat). Und somit gilt auch: Livingston ist somit neben den Ismaik-Brüdern 1860-e.V.-Mitglied.

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Heidelberg, Tuesday, 18.06.2024, 10:28 (vor 620 Tagen) @ Kenny2

Insofern ist das 9:0 halt schon wichtig gewesen.

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tomtom, Tuesday, 18.06.2024, 09:49 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

Natürlich hatte die MV eine gefühlte Überlänge (ich war ja leider nicht dabei), aber dies ist mitunter bei anderen Vereinen und Institutionen auch so und das habe ich Dutzende Male mittlerweile selbst erlebt. Ja, gelebte Demokratie kann nun mal auch anstrengend sein. Aber hier finden wir wohl eh nicht die Adressaten für diese Erklärungen.

Zur Länge der Veranstaltung noch ein Wort:

Ich habe am Sonntag mehrere Gespräche mitbekomen a la "was dauert der Scheiß so lange, was sollen die ganzen satzungsändernden Anträge etc." Dazu möchte ich nochmal festhalten, dass die Satzung von 1860 den Mitgliedern eben viele Mitsprachrechte gibt und deren Ausübung eine gewisse Zeit beansprucht.

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lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 10:04 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger


Das entscheidende Gremium für den PF ist ja nicht der Verwaltungsrat, sondern der Aufsichtsrat der Kgaa. Hier dürfen bekanntermaßen die Anteilseigner 1860 und HAM jeweils 3 Mitglieder entsenden. Über die 3 von 1860 entsendeten Mitglieder entscheidet jedoch nicht die Mitgliederversammlung, sondern - ja wer eigentlich? Aktuell sind das Probst, Seeböck und Bay.

Der Vertreter des Gesellschafters. Das müsste dann über das Präsidium entschieden werden, oder?

Wäre es eine Möglichkeit, dass die 1860-Aufstichtsratsmitglieder zukünftig von den Mitgliedern "entsendet" werden? Welchen negativen Auswirkungen hätte das auf die Versammlung? Welche Satzung müsste hierzu geändert werden? Wieviel Dampf würde das von der Verwaltungsratswahl nehmen?

Ich denke, man könnte schlicht einen Passus einfügen, dass Personen, die vom eV in Gremien von Tochtergesellschaften entsandt werden, von der MV zu wählen sind.

Da gäbe es 2 Möglichkeiten:
- freie Kandidatenwahl: Ähnlicher Dampf wie bei der VR-Wahl, jedoch eben hauptsächlich bei dieser Wahl. Da weniger Personen in den Gremien sitzen als im VR könnte die Versammlung evtl. kürzer werden, schlicht da weniger Kandidaten notwendig sind und die Auszählung schneller gehen könnte. Gleichzeitig könnte es aber auch zu 50 Kandidaten kommen, die sich dann auch alle 3 Minuten vorstellen wollen. Dann könnte das Ganze ziemlich ausarten. Man müsste eine Amtszeit definieren. Es gäbe außerdem dann mindestens eine zusätzliche Wahl, die ggf. mit einer anderen Wahl zusammenfallen könnte und zu einer erneuten Mammutveranstaltung führen könnte. Je nach zukünftiger Situation der Merch könnte es noch eine weitere solche Wahl geben.

- Kandidaten werden von VR oder Präsidium vorgeschlagen und von MV bestätigt: Dampf vor der Vertreterwahl, man solle die "falschen" Kandidaten ablehnen. Außerdem Dampf bei dem Gremium, das die Kandidaten vorschlägt, also wsl eine ähnliche Situation wie jetzt.

Plus: Es würde wsl. weiter argumentiert werden, dass der VR und das Präsidium doch die eigentlich wichtigen Gremien sind. Also vermute ich, dass auch der "Dampf" bei diesen Gremien nicht abnehmen würde.

Und zugehörig die zweite Frage: Wieso entsendet die HAM nicht einfach Lutz und Gräfer in den Aufsichtsrat, statt bisher Livingston, Stimoniaris und Yahja? Das wäre doch für alle Seiten eine win-win-Situation?


Weil sie Verlierer sind. Das ist jetzt nichtmal so sonderlich negativ gemeint. Aber ich glaube einfach nicht, dass HI jemanden schickt, den man vorher so abgewatscht hat. Gräfer ist außerdem als Vertreter des Hauptsponsors eine andere "Machtperson". Ihn könnte HI also eher als Gefahr ansehen.

Saki wäre allerdings ziemlich austauschbar, da könnte es sogar sein, dass HI wen anderes schickt. Aber einen Vertreter mit Rechtshintergrund braucht man eigentlich, daher halte ich Livingston oder eine vergleichbar qualifizierte Person für gesetzt. Yahja ist der Bruder, wsl. die einzige Vertrauensperson, die HI in dem ganzen Konstrukt überhaupt hat.

Nächste Frage:

Bei den Verwaltungsratswahlen hat jedes Mitglied soviele Stimmen wie es Sitze im entsprechenden Gremium gibt. Also 9. Ist diese Regelung zwingend notwendig? Wenn ich den Bundestag wähle, dann habe ich ja auch nicht 730 Stimmen, zwingend notwendig kann diese Regelung also nicht sein.

Da gibts aber auch eine Listenwahl. Das ist im eV nicht so. Aber das wäre mal zumindest eine interessante Frage, evtl. kann da jemand mit Rechtswissen was dazu sagen.

Btw: Du hast für den Bundestag 2 Stimmen. Neben der Liste wählst du einen Kandidaten. Und da hast du für das "Gremium" in dem Fall tatsächlich so viele Stimmen, wie es Plätze gibt: Ein Direktmandat, eine Stimme, ein Sieger.

Ich würde also gerne also mal durchspielen, was die mathematische, emotionale und taktische Folge wäre, wenn jedes Mitglied nicht 9 Stimmen hat, sondern nur 5. Welche Argumente könnten für eine derartige Satzungsänderung vorgebracht werden, was spricht dagegen. Und welche Folgen hätte das? Würde solch eine Änderung die Sprengkraft aus der Verwaltungsratswahl nehmen?

Ich halte es grundsätzlich mal für undemokratisch: Man kann mit seiner Stimme nicht über die Zusammensetzung des gesamten Gremiums entscheiden.

Die Sprengkraft könnte sogar noch zunehmen. Man kann mit wenigen Leuten einen Kandidaten platzieren. Mit 5 Stimmen gehe ich davon aus, dass am Sonntag 4 Bündniskandidaten eingezogen wären. Es wäre also ein massiver Wahlkampf um den Mehrheitssitz notwendig geworden. Der wäre also wsl schriller gewesen.


Welche weiteren Modifikationen könnten sonst noch im Raum stehen um so einen Irrsinn wie in den vergangenen Wochen zu entkräften?

Das war eigentlich kein Irrsinn, sondern normaler Wahlkampf. Das ist die Essenz der Demokratie. Ob man den in der Form führen muss, liegt nicht in der Hand der Wähler, sondern der Kandidaten. Die Aufgabe der Wähler ist es, aus dem Wahlkampf eine Entscheidung zu treffen. Das hat doch ganz gut geklappt.

Denn eines ist mir leider klar: Die Gefahr, den Gesamtverein aus der Hand zu geben, weil ein paar Glücksritter gerne FIFA spielen wollen, wird in den nächsten Jahren eher größer, wenn sich aufgrund der HAMschen Blockadehaltung der sportliche Erfolg weiterhin nicht einstellt.


Das Problem ist doch, dass es Leute gibt, die auf Kosten des eV gerne FIFA spielen wollen. Unter anderem, weil sie den Verein vor lauter Fußball nicht sehen und man sie damit gewähren lässt. Wo waren denn am Sonntag und auch während dem Wahlkampf die Angehörigen der anderen Abteilungen? Wieviele Fragen wurden den Kandidaten von den Ruderern, den Bergsteigern oder den Rollerderbyleuten gestellt? Die Abteilungen müssen sich schon ein bisschen an die eigene Nase fassen: SIE sind der aktive Verein, bleiben aber gerne mal unsichtbar. Dadurch werden die Wahlen der Gremien halt dann reine Profifußballveranstaltungen.

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hjs ali kucur, Tuesday, 18.06.2024, 10:47 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans

Vor mir gingen zwei Boxer auf und ab. Stundenlang.

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lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 11:34 (vor 620 Tagen) @ hjs ali kucur

Vor mir gingen zwei Boxer auf und ab. Stundenlang.

Klar, DA sind die Mitglieder anderer Abteilungen. Aber gerade die Boxer hätten doch viel zu sagen gehabt. Insbesondere zum Thema Turnhalle. Ebenso wie viele andere Abteilungen.

Aber alles, was man von den Boxern gehört hat, war eine billige Instrumentalisierung durch das BZ, als es grad genehm war.

Damit hat man halt einen fast reinen Profifußball-Wahlkampf laufen lassen. Das spielte dem BZ schon auch in die Karten.

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laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 11:43 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans

ohne dass ich das jetzt groß belegen könnte, höre ich immer mal wieder, dass die "kleineren" abteilungen ihre dinge in den abteilungsversammlungen diskutieren und die mv schon als 99% fußballlastig empfinden.

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United Sixties, Tuesday, 18.06.2024, 12:12 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

Bin auch der Meinung dass eine MV zeitlich und in der Tagesordnung anders geplant werden kann.
Beginn frühestens 11.00 Uhr und Ende spätestens 19.00 Uhr. Die Mehrheit reist außerhalb von München an.
Alle Abteilungen sollten auch 2-3 Minuten Vorstellungszeit in einer MV bekommen, um deren Ehrenamt auch tatsächlich zu würdigen!
Anträge könnte man ggf. begrenzen oder auch nur alle zwei Jahre zulassen?
Man kann leider weiter eine Methodik erkennen, die nicht allen Mitgliedern gefällt. Jetzt zählen aber nur mehr echte Ergebnisse in den wichtigsten Zielen und Vorhaben, sonst wird in naher Zukunft neue Opposition entstehen ( auch Kurve/Ultras ) können.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

hjs naja, Tuesday, 18.06.2024, 12:29 (vor 620 Tagen) @ United Sixties

Also der Großteil von außerhalb Münchens glaub ich nicht. Zumindest nicht, wenn man den S-Bahn-Bereich dazu rechnet. Und da kann man durchaus um 10 Uhr anfangen.

Die Anträge wurden, so wurde es mir vorgestern erzählt, auf Wunsch gerade von der "Opposition" nach vorn vor die Wahl des Verwaltugnsrats gezogen.

Für mich wär das einzige echte Zeitsparinstrument digitales Abstimmen. Das geht, auch in der Größenordnung. Aber sowas zu mieten kostet.

Aber insgesamt: Wir sind ein großer Verein und wir wollen Demokratie. Das dauert halt.

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laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 12:44 (vor 620 Tagen) @ hjs naja

was man verbessern könnte, wären aus meiner sicht drei dinge:

- mehr urnen aufstellen, dass der stimmabgabeprozess weniger lang dauert
- stimmabgabe aller wahlzettel in einem aufwasch
- trennung von "urnenbetreuern" und auszählern

mir ist klar, dass man dafür mehr wahlhelfer benötigt. aber vielleicht findet man auch mehr, wenn die arbeit insgesamt kürzer wird. einfach mal als denkanstoß.

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lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 13:02 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

- stimmabgabe aller wahlzettel in einem aufwasch

Geht das überhaupt? Die Abstimmung muss doch im Rahmen des jeweiligen Tagesordnungspunkts erfolgen, oder? Dann ging das nur nacheinander.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

Chris (aus WS), Tuesday, 18.06.2024, 15:34 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans

Die Abstimmung schon, aber nicht unbedingt die Auszählung. Eine Möglichkeit wäre also, die jeweiligen Stimmzettel eines Wahlgangs einzusammeln, diese dann nur in eine große Urne zusammenzukippen, das Ding unter Aufsicht des Wahlbeobachters zu verschließen und zu versiegeln und dann mit der nächsten Wahl in gleicher Art weiterzumachen. Alle Auszählungen dann erst am nächsten Tag.
Das würde natürlich die Bekanntgabe der Ergebnisse verzögern und die Gewählten müssten zur Annahme der Wahl erst noch angeschrieben werden - die Versammlung selbst könnte man so aber verkürzen.
Ich habe allerdings die Versammlung am Sonntag auch als gar nicht so lange empfunden, wie sie dann tatsächlich war.

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laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 16:12 (vor 620 Tagen) @ Chris (aus WS)

ich glaube, dass das nicht geht, weil ja evtl. stichwahlen notwendig sein könnten. aber stimmabgabe und auszählung irgendwie zu trennen, könnte schon was bringen. Das ist halt schwer abhängig von der zahl der wahlhelfer nehme ich.

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lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 13:07 (vor 620 Tagen) @ hjs naja

Für mich wär das einzige echte Zeitsparinstrument digitales Abstimmen. Das geht, auch in der Größenordnung. Aber sowas zu mieten kostet.


Sowas manipulationssicher (!!) durchzuführen dürfte garnicht so einfach sein. Im Grunde brauchst dann x Wahlkabinen (uneinsehbar) mit jeweils einem Computer drinnen.

Evtl. würde sowas allerdings mit Lesegeräten machbar sein. Muss man zwar auch mieten, aber sowas gibts. Dabei würde dann der jeweilige Stimmzettel automatisch eingezogen werden und die angekreuzten Positionen erfasst. Das dauert zwar auch etwas, ist aber bedeutend schneller, als es händisch zu machen. Lediglich die wenigen nicht lesbaren muss man sich dann per Hand ansehen. Sowas gabs schon vor 20 Jahren. Vorteil: Es gibt physische Zettel, die man bei Zweifeln nachzählen kann. Und im Falle einer technischen Störung kann man trotzdem per Hand auszählen.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

"Swiss Lion" Dani (c), Tuesday, 18.06.2024, 13:29 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans

Für mich wär das einzige echte Zeitsparinstrument digitales Abstimmen. Das geht, auch in der Größenordnung. Aber sowas zu mieten kostet.

Sowas manipulationssicher (!!) durchzuführen dürfte garnicht so einfach sein. Im Grunde brauchst dann x Wahlkabinen (uneinsehbar) mit jeweils einem Computer drinnen.

Evtl. würde sowas allerdings mit Lesegeräten machbar sein. Muss man zwar auch mieten, aber sowas gibts. Dabei würde dann der jeweilige Stimmzettel automatisch eingezogen werden und die angekreuzten Positionen erfasst. Das dauert zwar auch etwas, ist aber bedeutend schneller, als es händisch zu machen. Lediglich die wenigen nicht lesbaren muss man sich dann per Hand ansehen. Sowas gabs schon vor 20 Jahren. Vorteil: Es gibt physische Zettel, die man bei Zweifeln nachzählen kann. Und im Falle einer technischen Störung kann man trotzdem per Hand auszählen.

Wieso sollte das nicht manipulationssicher sein?

Nimbus

https://nimbus.swiss/nimbus-suite/nimbus-voting-system/

Es ist einzig und allein eine Kostenfrage.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 13:58 (vor 620 Tagen) @ "Swiss Lion" Dani (c)


Wieso sollte das nicht manipulationssicher sein?

Nimbus

https://nimbus.swiss/nimbus-suite/nimbus-voting-system/

Es ist einzig und allein eine Kostenfrage.


Also ca. 3.000 solche Dinger ins Netzwerk. Sonntag hätte man 2.500 ausgeben lassen müssen, was die ehrenamtlichen Helfer wohl kaum hätten leisten können (ok, kann man sicherlich bei der Firma dazubuchen). Dann sicherstellen, dass jeder Teilnehmer auch nur einmal abstimmt und nicht 10 solche Geräte von seinen Kumpels mitbedient, was ich als die größte Hürde beim Thema "manipulationssicher" sehe. Und natürlich danach noch 2.500 von den Dingern wieder einsammeln. Plus das nachrennen nach denen, die mit nach Hause genommen wurden bzw ein Riesenaufwand beim Ausgang, insbesondere am Veranstaltungsende (Kontrolle aller Personen auf Abgabe des Geräts). Massives Technikhandling bei jedem, der mal kurz raus geht, a Halbe trinkt und wieder zurückkommt (ggf. pro Person mehrmals).

Klar, wenns egal ist, was das kostet, dann ist es damit grundsätzlich möglich und spart sicherlich in den Abstimmungen eine Menge Aufwand und Zeit. Realistisch finde ich es nicht.

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"Swiss Lion" Dani (c), Tuesday, 18.06.2024, 14:01 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans


Wieso sollte das nicht manipulationssicher sein?

Nimbus

https://nimbus.swiss/nimbus-suite/nimbus-voting-system/

Es ist einzig und allein eine Kostenfrage.

Also ca. 3.000 solche Dinger ins Netzwerk. Sonntag hätte man 2.500 ausgeben lassen müssen, was die ehrenamtlichen Helfer wohl kaum hätten leisten können (ok, kann man sicherlich bei der Firma dazubuchen). Dann sicherstellen, dass jeder Teilnehmer auch nur einmal abstimmt und nicht 10 solche Geräte von seinen Kumpels mitbedient, was ich als die größte Hürde beim Thema "manipulationssicher" sehe. Und natürlich danach noch 2.500 von den Dingern wieder einsammeln. Plus das nachrennen nach denen, die mit nach Hause genommen wurden bzw ein Riesenaufwand beim Ausgang, insbesondere am Veranstaltungsende (Kontrolle aller Personen auf Abgabe des Geräts). Massives Technikhandling bei jedem, der mal kurz raus geht, a Halbe trinkt und wieder zurückkommt (ggf. pro Person mehrmals).

Klar, wenns egal ist, was das kostet, dann ist es damit grundsätzlich möglich und spart sicherlich in den Abstimmungen eine Menge Aufwand und Zeit. Realistisch finde ich es nicht.

Ich kenne mindestens eine Generalversammlung einer börsenkotierten AG mit regelmässig mehr als 2'000 Aktionären vor Ort. Geht problemlos und spart verdammt viel Zeit.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 14:44 (vor 620 Tagen) @ "Swiss Lion" Dani (c)


Ich kenne mindestens eine Generalversammlung einer börsenkotierten AG mit regelmässig mehr als 2'000 Aktionären vor Ort. Geht problemlos und spart verdammt viel Zeit.

Das bestreite ich nicht.

Es bei der großteils durch Ehrenamtliche durchgeführten MV eines gemeinnützigen eV mit stark begrenzten Finanzmitteln und wenig disziplinierten Teilnehmern zu verwenden halte ich halt nicht für sinnvoll durchführbar.

Evtl. findet sich ja bei der nächsten MV ein großzügiger Spender, der ein solches Abstimmungssystem bezahlt ;-)
Der Wahlausschuss würde der Person wohl gesammelt um den Hals fallen...

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"Swiss Lion" Dani (c), Tuesday, 18.06.2024, 15:22 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans


Ich kenne mindestens eine Generalversammlung einer börsenkotierten AG mit regelmässig mehr als 2'000 Aktionären vor Ort. Geht problemlos und spart verdammt viel Zeit.


Das bestreite ich nicht.

Es bei der großteils durch Ehrenamtliche durchgeführten MV eines gemeinnützigen eV mit stark begrenzten Finanzmitteln und wenig disziplinierten Teilnehmern zu verwenden halte ich halt nicht für sinnvoll durchführbar.

Evtl. findet sich ja bei der nächsten MV ein großzügiger Spender, der ein solches Abstimmungssystem bezahlt ;-)
Der Wahlausschuss würde der Person wohl gesammelt um den Hals fallen...

Ich kenne den Preis tatsächlich nicht und gehe wie Du davon aus, dass es teuer ist. Aber die Teilnehmer habe ich überhaupt nicht als "wenig diszipliniert" wahrgenommen und vielleicht spart man sich dafür andersrum ein paar Stunden Miete eines solchen Raumes und ganz viel Personalstunden.

Du hast halt auch alle Resultate quasi in Echtzeit.

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Busfahra_, Tuesday, 18.06.2024, 14:22 (vor 620 Tagen) @ hjs naja

Aber insgesamt: Wir sind ein großer Verein und wir wollen Demokratie. Das dauert halt.

Das ist der Punkt:
Wir wollten Vereinsdemokratie.
Wir haben sie und dankenswerterweise erkämpft.
Dann dauert's mitunter halt auch mal etwas länger

Zu Verbessern oder optimieren gibt's immer irgendwas, keine Frage. Aber diese Versammlung war halt auch ganz weit weg von einer "normalen" MV:
- es waren bedingt durch die besonderen Unstände noch nie so viele Mitglieder anwesend
- es gab (glaube ich) noch nie so viele Kandidierende für den VR
- ich kann mich nicht erinnern, dass schon mal so viele satzungsändernde Anträge gestellt wurden

Die nächsten MV könnte wegen der Wahl des Präsidiums (und weil HI und seine Schergen bis dahin vermutlich keine Ruhe geben werden) noch mal überdurchschnittlich viele Mitglieder mobilisieren, aber 2.500 werden es sicher nicht mehr werden.
Wegen der bei der MV 2023 beschlossenen, einmalig verkürzten Amtszeit des Wahlausschusses werden die Wahlen der Vereinsgremien künftig auch entzerrt.

Also was soll's. Je kürzer, desto besser, aber wenn's erforderlich ist, hat der gemeine Löbe halt auch das nötige Sitzfleisch:-P.

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domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 14:34 (vor 620 Tagen) @ Busfahra_

Einer der vielen Gründe, warum diese Mitgliederversammlung so lange dauert, war auch, dass neben dem VR auch der Ehrenrat und der Wahlausschuss gewählt wurde. Das war, zumindest was den Wahlausschuss angeht, ursprünglich mal anders gedacht.

Eigentlich sollte in einem Dreijahresrythmus im ersten Jahr der Wahlausschuss, im zweiten Jahr der VR und im dritten Jahr das Präsidium gewählt werden, was auch eine gewisse Logik hätte.
So war es bei der Satzungsänderung 2013 eigentlich vorgesehen. Es ist eine Folge der Anfechtungsklagen von Kirmaier, dass jetzt immer der Wahlausschuss und der Verwaltungsrat bei der gleichen Versammlung stattfindet. Vielleicht kann man da ja wieder zum ursprünglich geplanten Rythmus zurückkehren.

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Kraiburger, Tuesday, 18.06.2024, 14:47 (vor 620 Tagen) @ domlöwe

Die notwendige Wahl des Wahlausschusses war ja auch der Grund, weshalb die Anträge vorgezogen werden sollten: Dem neuen Wahlausschuss wollte man nicht als erste Amtshandlung gleich die Aufgabe zuzumuten, diese Wahl durchzuführen, zumal einige der Anträge auch vom noch bestehenden Wahlausschuss eingereicht wurden.


Aber zurück zum Punkt: diejenigen Erstwähler, die erstmals auf eine MV gingen, waren wohl aufgrund der massiven Vereinsbürokratie abgeschreckt. Sicher irritierend für die, dass es nicht nur um Profifußball ging.

Irgendwie will ich aber genau darauf raus: Wie kann man diejenige Leute, denen es nur um PF geht und nicht um den Verein, davon abzuhalten, in unserem Verein zu nerven?

Sicher weiß ich, dass Demokratie sowas aushalten muss. Aber vielfach reden wir halt einfach aneinander vorbei. Also der Verein und der Profifußball. Oder was ist euer Eindruck?

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Theo Ost formerly known as Theo West, Tuesday, 18.06.2024, 15:16 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Man sollte halt eins nicht vergessen. Ohne die Mitglieder, für die der Profifußball an erster Stelle steht, wäre der TSV 1860 nichts anderes als ein ganz normaler Breitensportverein ohne große Außenwirkung mit hauptsächlich selbst sportreibenden Mitgliedern.
Auch würde es auch kein NLZ geben, das zu 90% vom e.V. finanziert wird. Insofern halte ich deine bewusste Ausgrenzung dieser Mitglieder für äußerst problematisch und der Sache überhaupt nicht dienlich.

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Busfahra_, Tuesday, 18.06.2024, 15:26 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Die notwendige Wahl des Wahlausschusses war ja auch der Grund, weshalb die Anträge vorgezogen werden sollten: Dem neuen Wahlausschuss wollte man nicht als erste Amtshandlung gleich die Aufgabe zuzumuten, diese Wahl durchzuführen, zumal einige der Anträge auch vom noch bestehenden Wahlausschuss eingereicht wurden.

Der Wahlausschuss wurde bisher immer ganz am Ende gewählt, damit er bei allen Abstimmungen/Wahlen vorher definitiv noch im Amt war.

Die Anträge hätte man damit aber nicht unbedingt vorziehen müssen. Bisher war das nach meiner Erinnerung immer so:
diverse Wahlen -> Anträge -> Wahl des Wahlausschusses -> Ende.

Warum man die Anträge jetzt vor die VR-Wahl gestellt hat? Keine Ahnung.

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Herbert, Thursday, 20.06.2024, 02:22 (vor 618 Tagen) @ Busfahra_

Warum man die Anträge jetzt vor die VR-Wahl gestellt hat? Keine Ahnung.

Die letzen Male war, insbesondere der Antrag bzgl. Online-Wahl aber auch die Satzungsänderugen bzw. andere Anträge immer am Schluss. Da wurde sich dann beschwert "ja klar, die Anträge kommen immer am Schluss, klar, dass es da keine Mehrheit mehr für die Online-Wahl mehr gibt wenn schon alle die früher weg müssen gegangen sind". Das wurde dieses Mal anders gemacht und jetzt heißt es ...

PS: Egal, wie man es macht (als Veranstalter bzw. Präsidium), man macht es falsch. ;-)

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Busfahra_, Tuesday, 18.06.2024, 15:19 (vor 620 Tagen) @ domlöwe

Einer der vielen Gründe, warum diese Mitgliederversammlung so lange dauert, war auch, dass neben dem VR auch der Ehrenrat und der Wahlausschuss gewählt wurde. Das war, zumindest was den Wahlausschuss angeht, ursprünglich mal anders gedacht.

Eigentlich sollte in einem Dreijahresrythmus im ersten Jahr der Wahlausschuss, im zweiten Jahr der VR und im dritten Jahr das Präsidium gewählt werden, was auch eine gewisse Logik hätte.
So war es bei der Satzungsänderung 2013 eigentlich vorgesehen. Es ist eine Folge der Anfechtungsklagen von Kirmaier, dass jetzt immer der Wahlausschuss und der Verwaltungsrat bei der gleichen Versammlung stattfindet. Vielleicht kann man da ja wieder zum ursprünglich geplanten Rythmus zurückkehren.

Genau das wurde bei der letzten MV beschlossen, ich glaube wegen eines Antrags vom Dernicky.
Der Wahlausschuss hat einmalig eine Amtszeit von 2 Jahren, um das von Dir beschriebene Problem zu korrigieren.

2025: Wahl des Präsidiums
2026: Wahl des Wahlausschuss (dann wieder für drei Jahre)
2027: Wahl des Verwaltungsrats

Somit passt wieder alles - zumindest in der Thoerie;-)

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 23:01 (vor 620 Tagen) @ Busfahra_

Genau das wurde bei der letzten MV beschlossen, ich glaube wegen eines Antrags vom Dernicky.
Der Wahlausschuss hat einmalig eine Amtszeit von 2 Jahren, um das von Dir beschriebene Problem zu korrigieren.

2025: Wahl des Präsidiums
2026: Wahl des Wahlausschuss (dann wieder für drei Jahre)
2027: Wahl des Verwaltungsrats

Somit passt wieder alles - zumindest in der Thoerie;-)

Danke für die Info. Das war mir nicht oder zumindest nicht mehr bewusst.

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tomtom, Tuesday, 18.06.2024, 13:00 (vor 620 Tagen) @ United Sixties

Ja, man muss sich in der Tat überlegen, wie man die MV künftig besser besser organisieren kann.

Deinen u.a. Vorschlag halte ich nicht für umsetzbar, wie kann man Anträge begrenzen, wo fängt das an, wo hört das auf? Das bekommt man nicht hin. Und: Anträge nur alle zwei Jahr zuzulassen geht gar nicht, dass ist ja letztlich ein Selbstzweck, der Kern so einer Zusammenkunft, das würde die Mitglieder ja teilweise entmündigen und Prozesse unnötig verlängern.

Das soll jetzt aber wirklich nicht belehrend klingen, es ist ja wirklich gut, wenn sich viele Leute viele gute Gedanken machen und ich bin mir sicher, dass es schon nächstes Jahr hier kleine Verbesserungen geben wird. Auch von außen betrachtet mag die MV vielleicht zäh und langwierig gewesen sein, aber keineswegs schlecht organisiert.

(...)

Anträge könnte man ggf. begrenzen oder auch nur alle zwei Jahre zulassen?

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Herbert, Thursday, 20.06.2024, 02:25 (vor 618 Tagen) @ tomtom

Gibt es nicht bei "Volksentscheiden" bzw. "Bürgerentscheiden" einen Passus im Gesetz, das über das gleiche Thema nicht jedes Jahr sondern nur ..... abgestimmt werden darf?

Es geht ja nicht darum, keine Anträge, aber evtl. nicht jedes Jahr immer wieder den gleichen Antrag bzw. das gleiche Thema, z.B. "Beendigung Kooperationsvertrag" nur alle drei Jahre als Antrag möglich. Ok, der Antrag wird nicht jedes Jahr gestellt aber andere Themen halt schon.

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domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 13:58 (vor 620 Tagen) @ United Sixties

Bin auch der Meinung dass eine MV zeitlich und in der Tagesordnung anders geplant werden kann.
Beginn frühestens 11.00 Uhr und Ende spätestens 19.00 Uhr. Die Mehrheit reist außerhalb von München an.
Alle Abteilungen sollten auch 2-3 Minuten Vorstellungszeit in einer MV bekommen, um deren Ehrenamt auch tatsächlich zu würdigen!
Anträge könnte man ggf. begrenzen oder auch nur alle zwei Jahre zulassen?
Man kann leider weiter eine Methodik erkennen, die nicht allen Mitgliedern gefällt. Jetzt zählen aber nur mehr echte Ergebnisse in den wichtigsten Zielen und Vorhaben, sonst wird in naher Zukunft neue Opposition entstehen ( auch Kurve/Ultras ) können.

Ich bin auch der Meinung, dass man sich überlegen muss, wie eine solche Versammlung schneller durchgeführt werden kann.
Einer der Gründe für die lange Dauer war die hohe Anzahl der Anträge über Satzungsänderungen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass man in einem solchen Fall einen Stimmzettel vorbereitet, wo jeder Antrag formuliert ist und man "ja" oder "nein" ankreuzen kann. Nach Vorstellung der Anträge und Debattenbeiträge dazu wird der Stimmzettel über alle Satzungsänderungen eingeworfen. Ausgezählt wird nicht mehr auf der Versammlung:

Vorteil: schnellerer Ablauf
Nachteil: Die Ergebnisse werden erst im Nachgang der Versammlung bekannt.

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lustiger_hans, Tuesday, 18.06.2024, 13:10 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

ohne dass ich das jetzt groß belegen könnte, höre ich immer mal wieder, dass die "kleineren" abteilungen ihre dinge in den abteilungsversammlungen diskutieren und die mv schon als 99% fußballlastig empfinden.


Das dürfte auch ganz gut funktionieren, wenn man die Abteilungsversammlung entsprechend organisiert. Abteilungsthemen gehören ja natürlich auch da hin. Das führt aber dann eben auch dazu, dass man in der großen MV dann noch mehr verschwindet. Kandidaten für VR oder Präsidium darf man aber dann trotzdem Fragen stellen, die die Abteilung betreffen.....

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Theo Ost formerly known as Theo West, Tuesday, 18.06.2024, 13:24 (vor 620 Tagen) @ lustiger_hans

Mir hat es am Sonntag als Ewiggestriger in der Seele weh getan als das Telefax abgeschafft wurde, zumal sonst noch alles was die Wahl betrifft, analog bei uns ist. Denke auch, dass das Wahlprocedere mit den drei Bandeln, der Tatsache geschuldet war, dass alles korrekt vor dem Notar und den Wahlbeobachtern abläuft. So z. B. auch dass jeder nur seinen eigenen Wahlzettel in die Urne wirft.

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laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 13:37 (vor 620 Tagen) @ Theo Ost formerly known as Theo West

aber das war vom verfahren her schon gut, fand ich. aber es hat natürlich das prozedere verlängert.

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friedhofstribüne, Tuesday, 18.06.2024, 15:18 (vor 620 Tagen) @ laimerloewe (c)

ohne dass ich das jetzt groß belegen könnte, höre ich immer mal wieder, dass die "kleineren" abteilungen ihre dinge in den abteilungsversammlungen diskutieren und die mv schon als 99% fußballlastig empfinden.

Das höre ich auch.

Dazu passend: Anscheinend war ich mal 3 Minuten unaufmerksam während der 13h. Wie ist eigentlich der Antrag von Robert und Heinz ausgegangen bzgl. der eigenen Abteilung Gesamtverein? Ich habe das inhaltlich schon verstanden, aber ist da alles über die Konsequenzen zu Ende gedacht?

Wäre der Gesamtverein dann eine eigene Abteilung?
Oder geht es nur darum direkten Zugriff auf Mitgliedsbeiträge zu bekommen?
Wie finanziert sich das NLZ wenn der Gesamtverein vorher die Kohle abgreift?

Alles etwas unklar.

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domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 14:10 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Nächste Frage:

Bei den Verwaltungsratswahlen hat jedes Mitglied soviele Stimmen wie es Sitze im entsprechenden Gremium gibt. Also 9. Ist diese Regelung zwingend notwendig? Wenn ich den Bundestag wähle, dann habe ich ja auch nicht 730 Stimmen, zwingend notwendig kann diese Regelung also nicht sein.
Ich würde also gerne also mal durchspielen, was die mathematische, emotionale und taktische Folge wäre, wenn jedes Mitglied nicht 9 Stimmen hat, sondern nur 5. Welche Argumente könnten für eine derartige Satzungsänderung vorgebracht werden, was spricht dagegen. Und welche Folgen hätte das? Würde solch eine Änderung die Sprengkraft aus der Verwaltungsratswahl nehmen?

Ich denke, dann wäre für die aktuelle Mitgliederversammlung folgendes Szenario recht wahrscheinlich gewesen.
Das "Bündnis Zukunft" tritt mit 5 Kandidaten an. Darauf bildet sich eine Gruppe von 5 amtierenden Kandidaten, die dann von Pro1860 und der aktiven Fanszene unterstützt und wir haben den gleichen Lagerwahlkampf. Im Verwaltungsrat könnte dann ein 5 -4 entstehen und die unterlegene Seite wird alles daran setzen, einen von der anderen Seite für sich zu gewinnen, ähnlich wie das beim Sitzberger offenbar gelungen ist.

Unabhängig von der aktuellen Situation würde diese Regelungen ein 5-4 oft recht wahrscheinlich machen und das halte ich auch nicht für gut. Von daher sehe ich das ähnlich wie lustiger_Hans.


Ich finde es aber grundsätzlich richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man durch Änderungen im Wahlverfahren den Irrsinn in Zukunft vermeiden kann.

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"Swiss Lion" Dani (c), Tuesday, 18.06.2024, 14:12 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Wo man auch noch ordentlich Zeit rausnehmen könnte (ohne das deutsche Vereinsrecht im Detail zu kennen): Die Rechenschaftsberichte allen Mitgliedern im Vorfeld schriftlich verfügbar machen, z.B. auf der Homepage oder per E-Mail zustellen - oder auch ausgedruckt vor Ort mit den restlichen Informationen abgeben. Und dann vor Ort abstimmen lassen, ob man sie nochmals vorlesen soll oder bereits direkt zur Aussprache übergehen kann.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

friedhofstribüne, Tuesday, 18.06.2024, 15:25 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger

Anscheinend war ich mal 3 Minuten unaufmerksam während der 13h. Wie ist eigentlich der Antrag von Robert und Heinz ausgegangen bzgl. der eigenen Abteilung Gesamtverein? Ich habe das inhaltlich schon verstanden, aber ist da alles über die Konsequenzen zu Ende gedacht?

Wäre der Gesamtverein dann eine eigene Abteilung?
Oder geht es nur darum direkten Zugriff auf Mitgliedsbeiträge zu bekommen?
Wie finanziert sich das NLZ wenn der Gesamtverein vorher die Kohle abgreift?

Alles etwas unklar.


ps Eigentlich wollte ich meinen vorherigen Beitrag, der den gleichen Schmarrn beinhaltet noch löschen. Geht aber nicht mehr. Also müsst ihr es jetzt doppelt lesen. :-D :-D :-D
Sorry

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

NördlingerLöwe, Tuesday, 18.06.2024, 16:07 (vor 620 Tagen) @ Kraiburger
bearbeitet von NördlingerLöwe, Tuesday, 18.06.2024, 16:14

Servus mitnand,

seit Jahren bin ich stiller Mitleser, habe früher auch im lf geschrieben und mich vor rund zehn Jahren auch schon mal mit Satzungsthemen bei den Löwen beschäftigt. Deswegen möchte ich hierzu ein bisschen Input liefern, auch wenn ich selbst seit Sechzig nach dem Aufstieg in die 3. Liga wieder Geld von HAM genommen hat kein Mitglied mehr bin. Ggf. ändert sich das durch die aktuellen Entwicklungen bald wieder.

Lagerwahlkampf
Angesichts der Umstände, dass es bei Sechzig mindestens zwei gewichtige Gruppen mit extrem divergierenden Einschätzungen dazu gibt, wie der Verein (und seine Tochtergesellschaft) geführt werden soll, halte ich die Listenbildung vor einer MV inwzischen eher für positiv als negativ. So weiß jede Wählerin, was sie von den Personen, die sie wählt, bekommt. Man kauft nicht die Katze im Sack. Dass dies schade ist für die "unabhängigen Kandidierenden" sehe ich nicht unbedingt als Nachteil. Der oft genannte Gernot Mang oder andere haben die Chance, sich in den Netzwerken einzubinden und einzubringen, die die Listen aufgestellt haben, und dort zu überzeugen, oder selbst solche Netzwerke aufzubauen. Diese Fähigkeit ist eine, die dem e.V. zugute kommt, sollte eine Kandidatin Verwaltungsrätin werden. Nicht anders ist es auch in der "großen" Politik. Entweder man arbeitet sich in den bestehenden Netzwerken aka Parteien nach oben, oder man baut eben selbst eine(s) auf. Als Unabhängige hat man es schwer.

Nichts desto trotz sind solche Auswüchse wie in den vergangenen Wochen natürlich nicht wünschenswert. Genauso wie es nicht wünschenswert ist, dass die aktuell Machthabenden jahrzehntelang tiefe Gräben in den Verein reißen mussten, um ihre - meiner Einschätzung nach berechtigten - Anliegen im Zusammenhang mit den Löwen umsetzen zu können. Die Lagerbildung und Politisierung der MVs sollte also gemindert werden. Nur wie?

Verwaltungsratswahl

Vorstellbar sind Modelle, bei denen die Wählenden weniger als die aktuellen neun Stimmen haben, damit der Sinn der Listenbildung abnimmt. Mit jeder Stimme weniger wird das Bilden einer Liste weniger attraktiv. Bei nur einer Stimme pro Wählendem ist eine Listenbildung sinnlos. Ergo: Listenbildungen können vermieden werden, wenn jede(r) nur noch eine Stimme hat. Das hätte zur Folge, dass definitiv die Extrempunkte der verschiedenen Lager im VR vertreten sind. Weil eben die Voten beider Seiten nicht mehr im Block vergeben werden, sondern sich auf die Mitglieder jedes Blocks verteilen. Ismaik Hin oder Her, die dahinterstehende Frage, wie viel wirtschaftlichen Einfluss Externe im Profifußball haben sollen, wird nicht mehr verschwinden. Die logische Konsequenz ist, dass wir in diesem Modell einen dauerhaft zerstrittenen Verwaltungsrat haben werden. Leaks an die Presse und die eigenen Interessensgruppen sind sehr wahrscheinlich, was wiederum ein weiterer Antreiber der Spaltung wäre.

Dieser Effekt mildert sich zwar mit jeder Stimme pro Mitglied mehr als 1 bis hin zu den ursprünglichen neun ab. Gleichzeitig steigt aber eben wieder mit jeder Stimme der Anreiz zur Listenbildung, und man hätte nichts gewonnen. Des is also auch nix.

Dann gäbe es noch die Möglichkeit, mehrere Stimmen auf eine Person zu verteilen. Mitglied A kann eine Stimme neun Kandidaten geben, oder neun Stimmen einer Kandidatin, oder drei Stimmen Kandidat A, vier Kandidat B, zwei Kandidat C, usw. Man wird aber vermutlich zum gleichen Ergebnis kommen, dass die Extrempunkte der Lager die meisten Stimmen bekommen und Listen vorgeschlagen werden. Am vergangenen Sonntag hätten wir mit diesem Wahlmodus höchstwahrscheinlich ein anderes, gespalteneres Ergebnis bekommen. Das ist, unabhängig davon welches Lager sich durchsetzt, wegen der oben angesprochenen Leakgefahr und damit weiteren Spaltung, meiner Einschätzung nach keine Verbesserung.

Ebenfalls denkbar, aber wohl endgültig zu kompliziert und zeitaufwendig, wäre ein Modus, in dem Wählende jedem Kandidaten Punkte verteilen. Bei 30 Kandidierenden würde die liebste Kandidatin 30 Punkte bekommen, der Zweitliebste 29 Punkte, der Unbeliebteste nur noch einen. Hätte den Charme, dass sich die Extrempunkte aus den einzelnen Lagern gegenseitig etwas "rauskürzen". Praktisch ist es aber wohl nicht umsetzbar, jedem Wählenden eine Präferenzordnung von 30 Kandidierenden abzuringen. Vom zeitlichen Aufwand ganz abgesehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn man am Wahlmodus dreht, sehe ich die große Gefahr einer Verschlimmbesserung. Es ist schon ganz gut so, dass man im Verwaltungsrat im Großen und Ganzen an einem Strang zieht, grundsätzlich unabhängig von der einen Richtung, in die man dann zusammen als VR geht.

Bedeutung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat ist 2024 aus zwei Gründen so ins Zentrum gerückt worden: Er unterbreitet den einzigen Wahlvorschlag für das Präsidium 2025 (und die darauffolgenden Präsidiumswahlen). Das Präsidium wiederum schlägt vor, wer für den e.V. im Aufsichtsrat der KGaA sitzt und damit maßgeblich Einfluss auf den Profifußball nimmt. Ergo ist der Verwaltungsrat des e.V. der Schlüssel zur Macht in der KGaA. Wenn man Druck von der Verwaltungsratwahl nehmen will, sind das die Punkte, an denen man ansetzen kann.

Direktversendung e.V-Vertreter von MV in KGaA

Laut Satzung führt das Präsidium die Geschäfte des e.V. Das macht es, weil es die Mitgliederversammlung nicht kann. Nicht jede Handlung des e.V. im "Tagesgeschäft" kann von der Mitgliederversammlung entschieden werden, weil die eben nur einmal im Jahr ordentlich zusammentritt. Diese Flexibilität in der Geschäftsführung ist u.a. notwendig, um im Vereinsalltag auftretende Situationen zügig lösen zu können. Nichts anderes gilt für das Management der Beziehung zwischen e.V. und KGaA.

Wenn die MV einen e.V.-Vertreter direkt in die KGaA wählt, sitzt dieser Vertreter dort mindestens ein Jahr und ist somit für ein Jahr der Kontrolle der MV und damit zunächst einmal auch des e.V. entzogen. Das ist nicht wünschenswert. Man könnte e.V.-Gremien mit Kontrollrechten des e.V.-Vertreters in der KGaA ausstatten. Damit würde man den e.V.-Gremien aber aufbürden, im Konfliktfall ggf. einen von der MV entsendeten Vertreter abzuschießen. Zur Befriedung trägt das wohl auch nicht bei.

Um die Vorgänge im Verhältnis zwischen e.V. und KGaA vernünftig einschätzen und entsprechend vernünftig handeln zu können, muss man darüber hinaus Kenntnisse haben, die innerhalb des e.V. oder im Verhältnis zwischen e.V. und KGaA liegen und ggf. aus gutem Grund nicht öffentlich bekannt sind. Deswegen sind für die Entsendung eines Vertreters des e.V. in die KGaA die Gremien die richtigen, die diese internen Vorgänge kennen. Und das ist das Präsidium und der Verwaltungsrat des e.V., und nicht 2.500 Leute auf einer MV.

Die KGaA braucht für sportlichen Erfolg eine gewisse Konstanz. Wenn nach fünf Niederlagen in Folge 650 Leute eine außerordentliche MV einberufen können um den e.V.-Vertreter in der KGaA abzuschießen, ist das denke ich auch der nachhaltigen Entwicklung der KGaA nicht zuträglich. Derartige Entscheidungen sollten durch Präsidium und Verwaltungsrat laufen.

Deswegen ist die Direktversendung eines e.V.-Vertreters in die KGaA von der MV meiner Einschätzung nach abzulehnen.

Möglichkeit mehrerer Kandidaten für das Präsidium

Wenn Ismaik und das BZ am Ball bleiben, steht uns 2025 dieselbe Schlammschlacht ins Haus. Durch eine Nichtwahl von Robert Reisinger können sie die Kräfteverhältnisse in e.V. und KGaA ändern. Diesen Konflikt rund um die Wahl des Präsidiums wird man nicht durch Satzungsänderungen verändern können, sondern allenfalls durch sportlichen Erfolg der KGaA mit dem aktuellen Kurs. Man kann aber zumindest verhindern, dass die Schlammschlacht bei der Wahl des Präsidiums und des Verwaltungsrates stattfindet, sondern nur bei der Präsidiumswahl. Indem man das Vorschlagsrecht für Kandidaten fürs Präsidium nicht nur dem VR zuteilt, sondern auch den Mitgliedern. So eröffnet man oppositionellen Mitgliedern die Möglichkeit, eigene KandidatInnen fürs Präsidium aufzustellen und so einen Kurswechsel in e.V. und KGaA herbeizuführen. Aber eben regulär nur alle drei Jahre, und nicht zweimal in drei Jahren. Damit entfällt die Gatekeeper-Funktion des VR fürs Präsidium und damit auch in weiten Teilen für die KGaA, und er kann sich auf seine anderen Pflichten innerhalb des e.V. kümmern, ohne politisch so in den Fokus zu rücken wie in den letzten Jahren. Und wir würden die Anzahl der Schlammschlachten alle drei Jahre um 50 % reduzieren.

An diesem Punkt stellt sich dann eben die Frage, ob man zur Befriedung ein Einfallstor für die Opposition aufmachen will. Oder ob es dann so, wie es ist, vielleicht nicht doch die am wenigsten schlechte Lösung ist. Schließlich steht es oppositionellen Kräften ja jederzeit frei, sich dahingehend für eine Satzungsänderung stark zu machen.

Unter Abwägung dieser Gründe komme ich für mich zu dem Schluss, dass alles so bleiben sollte, wie es ist, solange es so ist, wie es ist.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 21:58 (vor 620 Tagen) @ NördlingerLöwe

Danke für den Beitrag. Da sind mehrere Ideen enthalten, über die es sich lohnt, genauer nachzudenken. Insbesondere die Möglichkeit des "Häufelns" bei der VR-Wahl ist ein interessanter Vorschlag.

Ideen für Satzungsänderung(en), um diesen Irrsinn zu bremsen

münchen78, Wednesday, 19.06.2024, 16:09 (vor 619 Tagen) @ NördlingerLöwe

Der Bewertung und dem Fazit vom Nördlinger Löwen kann ich zustimmen.

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