Hasan und Saki in Regen (Forum)

domlöwe, Sunday, 09.06.2024, 00:42 (vor 8 Tagen)

Schon seit einigen Tagen plante ich für Samstag einen Ausflug in den Bayerischen Wald, da der Wetterbericht für ganz im Osten Bayern noch gutes Wetter bis zum frühen Abend vorhersage. Am Freitag las ich auf Facebook, dass das „Bündnis“ einen Wahlkampfauftritt am Samstag in Regen hatte, bei dem auch Hasan Ismaik angekündigt war. Da habe ich mir gedacht, dass ich meinen Ausflug mit einem Besuch dort verbinden könnte und habe mir die Veranstaltung angeschaut.

Die Veranstaltung fand in der Wirtschaft „Brauereigasthof Falter“ in einem Saal mit etwa hundert Plätzen statt, der zu etwa 2/3 gefüllt war. Ismaik kam etwa 30 Minuten zu spät. Einziger prominenter Begleiter war Saki Stimoniaris. Auf Ismaiks Auftritt will ich gar nicht groß eingehen, da er wie erwartet verlief. Im Wesentlichen wiederholte er die bekannten Vorwürfe. Außerdem war einiges an heißer Luft dabei (Mit den eingesparten Kosten für das Grünwalder könnte man ein neues Stadion finanzieren …). Anschließend gab es eine Fragerunde. Einzelne zeigten sich als hartnäckige Fans von Ismaik, huldigten ihn und gaben ihm in der Fragerunde die Stichworte für weitere Attacken gegen Reisinger. Aber insgesamt waren die Reaktionen eher verhalten. Es gelingt ihm nicht, in diesem Milieu Identifikationsfigur zu werden wie es früher Wildmoser war. Ein paar Leute im Publikum waren durchaus kritisch eingestellt und haben ihn für die Aussage zur „Zerstörung der Ultras“ kritisiert.

Weitaus bemerkenswerter war der Auftritt von Saki, der dann kommen sollte. Bei früheren Veranstaltungen habe ich ihn als einschläfernd und langweilig in Erinnerung. Das war diesmal ganz anders. Irgendwann während der Fragerunde ließ er sich das Mikro geben und sagte, dass er eigentlich nicht viel sagen will, weil der Abend „Euch“ und dem Hasan gehören sollte. Anschließend kam ein Monolog, der etwa 15 bis 20 Minuten dauerte. Seine Stimme war heißer und überschlug sich immer wieder und er wirkte hoch emotional. Inhaltlich war es nicht immer leicht, ihm zu folgen, da er immer wieder Themensprünge drin hatte. Mehrmals wiederholte er, dass Ismaik jedes Jahr das Geld gibt, um das Minus von etwa 2 Millionen pro Jahr auszugleichen und dass man ihm deswegen dankbar sein sollte, statt ihn zu kritisieren oder sogar zu beleidigen.

Ich habe mich inzwischen schon längere Zeit gemeldet. Ismaik machte Saki darauf aufmerksam, dass da jemand melden würde, und schließlich bekam ich das Mikro. Ich kündigte an, dass ich eine Frage an Herrn Stimoniaris habe. Ich erklärte zunächst, dass, wenn einer Firma zwei Gesellschaftern gehört, es völlig normal sei, dass es dort auch unterschiedliche Interessen geben kann und dies kein Grund zur Aufregung sei. Dann fragte ich den Saki, ob er nicht einen Rollenkonflikt darin sieht, wenn der Vertreter des Investors im Aufsichtsrat der KgaA zugleich ein Verwaltungsrat des e.V. ist. Obwohl meine Formulierungen sehr höflich waren, ist Saki ist daraufhin völlig ausgerastet. Er warf mir vor, ausländerfeindlich zu sein. Außerdem fragte er, ob es demokratisch wäre, wenn man seine Kandidatur verbieten möchte.

Als ich gehen wollte, kam ich mit ein paar Leuten ins Gespräch. Ich habe zuerst gar nicht gemerkt, dass auch Saki in diesem Haufen dabeistand. Bei dem Gespräch ging es um die Stadionfrage und was Saki dazu sagte, war inhaltlich durchaus vernünftig (Bei einer Lösung am Grünwalder Stadion mit gut 20000 Plätzen würde er sofort unterschreiben.).
Ich habe zur Stadionfrage ihn dann auch etwas gefragt, er hat mir dabei normal (sieht man von seiner ungewöhnlichen Stimmfärbung ab.)
Ich dachte, ich spreche ihn doch nochmal auf die Situation im Saal an und sagte ihm, dass mich sein Vorwurf, ausländerfeindlich zu sein, kränken würde. Daraufhin tätschelt er mich kumpelhaft an und meinte, ich solle das vergessen.


Ich denke, man muss kein eingefleischter Pro1860-Anhänger sein, um derartige Auftritte nur begrenzt überzeugend zu finden.


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