Hey Hasan, die „11Freunde“ könntest Du jetzt kaufen ... (Forum)

tomtom, Wednesday, 08.02.2023, 06:58 (vor 1146 Tagen)
bearbeitet von tomtom, Thursday, 09.02.2023, 07:39

... ich mein jetzt nicht einzelne Artikel oder die Ausrichtung des Mediums (weißt ja ...), sondern das ganze Heft samt Mitarbeiter:innen. Du hast vermutlich wenig Ahnung und noch weniger gute Erfahrungen mit solchen Mediendeals, aber das kriegen wir schon hin. (-;

Spaß beiseite, auf Bertelsmanns bzw. RTLs Resterampe Gruner + Jahr werden jetzt die „11Freunde“ zum Verkauf angeboten. Chefredakteur Phillip Köster ist jedoch optimistisch, dass das Heft in gute Hände kommt, äußerte er bei Twitter.

Für Kolleg:innen anderer Gruner + Jahr-Medien dürfte das Ganze nicht so gut ausgehen: „Der kommerzielle Fernsehkonzern RTL Deutschland will einen Teil der von Gruner und Jahr übernommenen Zeitschriften einstellen oder verkaufen. Dadurch sollen 700 von 1.900 Stellen abgebaut werden, beziehungsweise an neue Eigentümer übergehen“, berichtet der Deutschlandfunk.

Das aktuelle „11 Freunde“-Heft muss ich mir heute noch kaufen, das Cover weckt das „Ewiggestrigen-Gen“ bei mir ...

Hey Hasan, die „11Freunde“ könntest Du jetzt kaufen ...

Kraiburger, Wednesday, 08.02.2023, 07:57 (vor 1145 Tagen) @ tomtom

Hab das Fiasko gestern in der tagesschau gesehen. Wusste nicht dass 11freunde auch bei gruner+jahr ist. Welche hefte sind denn alles bei Gruner+Jahr?

Ein einziges Dilemma diese deutsche Medienlandschaft. Die einzige Alternative zum rtl-K8nzern ist Pro7/sat1, die wiederum berlusconi gehören.

Und dann gibt es wirklich noch Menschen welche die öffentlich-rechtlichen abschaffen wollen...

Journalismus kostet nunmal Geld.

Hey Hasan, die „11Freunde“ könntest Du jetzt kaufen ...

nordkurvenasso, Wednesday, 08.02.2023, 08:08 (vor 1145 Tagen) @ Kraiburger

Hab das Fiasko gestern in der tagesschau gesehen. Wusste nicht dass 11freunde auch bei gruner+jahr ist. Welche hefte sind denn alles bei Gruner+Jahr?

Ein einziges Dilemma diese deutsche Medienlandschaft. Die einzige Alternative zum rtl-K8nzern ist Pro7/sat1, die wiederum berlusconi gehören.

Und dann gibt es wirklich noch Menschen welche die öffentlich-rechtlichen abschaffen wollen...

Journalismus kostet nunmal Geld.

Zum glück gibt's Qualitaetssender wie Servus TV

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tomtom, Wednesday, 08.02.2023, 08:27 (vor 1145 Tagen) @ nordkurvenasso

Du hast wohl den Verst... äh den Smiley vergessen. (-; Zum Glück begegnete mir vorgestern keine der einschlägigen Knallchargen bei Springer.

Journalismus kostet nunmal Geld.


Zum glück gibt's Qualitaetssender wie Servus TV

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tomtom, Wednesday, 08.02.2023, 08:31 (vor 1145 Tagen) @ Kraiburger

Hab das Fiasko gestern in der tagesschau gesehen. Wusste nicht dass 11freunde auch bei gruner+jahr ist. Welche hefte sind denn alles bei Gruner+Jahr?

Ach, u.a. „Stern“, „Brigitte“u.v.a.

Ein einziges Dilemma diese deutsche Medienlandschaft. Die einzige Alternative zum rtl-K8nzern ist Pro7/sat1, die wiederum berlusconi gehören.

Berlusconi gehört zum Glück nicht ganz so viel, er hat seine weitere Ausbreitungswünsche in Deutschland dieser Tage wieder zurückgenommen. Aber mein ehemaliger Sender (arbeitete zwei Jahre dort u.a. bei „taff“, gibt's das überhaupt noch?) ist auch schwierig ...

Und dann gibt es wirklich noch Menschen welche die öffentlich-rechtlichen abschaffen wollen...

Journalismus kostet nunmal Geld.

Danke für die Unterstützung.

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lustiger_hans, Wednesday, 08.02.2023, 08:32 (vor 1145 Tagen) @ Kraiburger

Hab das Fiasko gestern in der tagesschau gesehen. Wusste nicht dass 11freunde auch bei gruner+jahr ist. Welche hefte sind denn alles bei Gruner+Jahr?

Ein einziges Dilemma diese deutsche Medienlandschaft. Die einzige Alternative zum rtl-K8nzern ist Pro7/sat1, die wiederum berlusconi gehören.

Und dann gibt es wirklich noch Menschen welche die öffentlich-rechtlichen abschaffen wollen...

Journalismus kostet nunmal Geld.


Im Printbereich kann man sich insgesamt schon fragen: Welchen guten Journalismus gibts da noch? Bei den Tagesmedien murksen sich Springer & Ippen durch den Tag (und erreichen damit den Hauptteil der Bevölkerung, ein paar wenige lesen wenigstens noch SZ), bei den Magazinen versuchts der Spiegel ab und an mal, hat gefühlt aber auch nurnoch halbsoviel Inhalt wie früher; Der Rest krebst ständig am Rande der Pleite herum und wird ggf. entweder geschlossen oder halt an irgendwen verkauft. Die restliche Auflage der Medienhäuser gefühlt alles Mist, damit wird aber teilweise wesentlicher Umsatz erzielt. Das kostet oft fast nix und füllt Seiten.

Uns als ob der ÖR in seiner aktuellen Form dem in irgendwas nachstehen würde. Journalismus kostet Geld, im ÖR sieht man das aber lieber als Selbstbedienungsladen. Das ist Murks, das kann weg.

Meinetwegen kann mans mit einem gescheiten Konzept neu aufbauen. Für solche Totalausfälle wie den vielgepriesenen Tatort letztens, Seifenopern oder Halbwahrheiten (dafür mit ganz vielen Sprechsternchen) braucht keiner Geld auszugeben.

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Kraiburger, Wednesday, 08.02.2023, 12:39 (vor 1145 Tagen) @ lustiger_hans

Für solche Totalausfälle wie den vielgepriesenen Tatort letztens, Seifenopern oder Halbwahrheiten (dafür mit ganz vielen Sprechsternchen) braucht keiner Geld auszugeben.

Über einzelne Inhalte des ÖRR kann und muss man diskutieren.

Aber anzunehmen dass das verbreiten von Halbwahrheiten abnimmt, weil man Recherche und Information aus der öffentlichen Hand in die Hand derjenigen legt, die gerade mal das meiste Geld für einen Fernsehsender auf den Tisch legen, ist gelinde gesagt naiv.

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lustiger_hans, Wednesday, 08.02.2023, 13:05 (vor 1145 Tagen) @ Kraiburger

Für solche Totalausfälle wie den vielgepriesenen Tatort letztens, Seifenopern oder Halbwahrheiten (dafür mit ganz vielen Sprechsternchen) braucht keiner Geld auszugeben.


Über einzelne Inhalte des ÖRR kann und muss man diskutieren.

Aber anzunehmen dass das verbreiten von Halbwahrheiten abnimmt, weil man Recherche und Information aus der öffentlichen Hand in die Hand derjenigen legt, die gerade mal das meiste Geld für einen Fernsehsender auf den Tisch legen, ist gelinde gesagt naiv.

Daher auch die Aussage

Uns als ob der ÖR in seiner aktuellen Form dem in irgendwas nachstehen würde. Journalismus kostet Geld, im ÖR sieht man das aber lieber als Selbstbedienungsladen. Das ist Murks, das kann weg.


Der aktuelle Murks ist für die Tonne. Das muss nicht so sein. Ein schlechter ÖR ist kein Naturgesetz. Den Gedanken des neutral (außer in Meinungsformaten) und ausgewogen berichteten Bildungs- und Informationsauftrages zu Ende gedacht und meinetwegen den Rest (nicht den Hauptteil) mit Unterhaltung aufgefüllt, das könnte schon was werden. Dabei würden aber eine Menge Leute ihre gut dotierten Pöstchen aufgeben und die anderen über ihren Tellerrand rausschauen müssen, daher wirds wohl eher schlimmer als besser werden.

Nebenbei: Im Print noch schlimmer, da ist ein dem ÖR vergleichbares System ja kaum möglich. Seit Ippen gehts gefühlt auch mit lokalem Journalismus immer schneller bergab....

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Kraiburger, Thursday, 09.02.2023, 07:04 (vor 1145 Tagen) @ lustiger_hans

Vielleicht hast du aber auch ein Problem mit dem Begriff "Neutralität" im journalismus?

Neutralität bedeutet, dass sich der Journalist nicht mit der ihm vertrauten Sache gemein machen soll. Dass er sachlich, frei von Meinung und "neutral zu bewerten" hat. Und er natürlich auch zu bedenken hat, dass es eine Gegenseite gegen kann, deren Eindruck er mit einfließen lassen sollte.

Das Gegenteil von dem sind zb Meinungsbeiträge wie griss sie fabriziert oder wie sie in den großen privaten Medienhäusern von RTL über italia2 bis hin zu Fox entwickelt werden.

Neutralität im Journalismus bedeutet aber nicht, mit Kampf eine Gegenteilige Meinung zu suchen, zu kreieren oder zu pushen, nur um eine "ausgewogene Berichterstattung" zu suggerieren. So hätten es viele radikale Kräfte am liebsten um die Souveränität des Staates zu unterwandern. Aber das ist keine "Neutralität".

Wenn dir die Meinung, welche im ÖR wiedergegeben wird, nicht gefällt dann ist das dein gutes recht. Aber es ist nicht die Pflicht des ÖR, die gegenteiligen ständig zu publizieren. Sondern sie zu sichten, sie zu bewerten, ggf kurz zu erwähnen und sie dann in die Tonne zu treten.

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lustiger_hans, Thursday, 09.02.2023, 07:56 (vor 1144 Tagen) @ Kraiburger

Vielleicht hast du aber auch ein Problem mit dem Begriff "Neutralität" im journalismus?

Neutralität bedeutet, dass sich der Journalist nicht mit der ihm vertrauten Sache gemein machen soll. Dass er sachlich, frei von Meinung und "neutral zu bewerten" hat. Und er natürlich auch zu bedenken hat, dass es eine Gegenseite gegen kann, deren Eindruck er mit einfließen lassen sollte.

Das Gegenteil von dem sind zb Meinungsbeiträge wie griss sie fabriziert oder wie sie in den großen privaten Medienhäusern von RTL über italia2 bis hin zu Fox entwickelt werden.

Neutralität im Journalismus bedeutet aber nicht, mit Kampf eine Gegenteilige Meinung zu suchen, zu kreieren oder zu pushen, nur um eine "ausgewogene Berichterstattung" zu suggerieren. So hätten es viele radikale Kräfte am liebsten um die Souveränität des Staates zu unterwandern. Aber das ist keine "Neutralität".

Wenn dir die Meinung, welche im ÖR wiedergegeben wird, nicht gefällt dann ist das dein gutes recht. Aber es ist nicht die Pflicht des ÖR, die gegenteiligen ständig zu publizieren. Sondern sie zu sichten, sie zu bewerten, ggf kurz zu erwähnen und sie dann in die Tonne zu treten.

Gerade bei dem von dir angeführten FOX kann man das ja sehr gut sehen: Ein politischer Tendenzkanal. Da machen die auch garkein Geheimnis draus. Unabhängig von der eigenen Position kann man sich hier also eine konservativ bis rechtsradikale Position anhören. Das wissen auch alle, der Laden verdient genau damit sein Geld.

RTL ist ja eher plumper Boulevard, der lebt allgemein von einer Berichterstattung, die auf Empörung basiert; egal, wie man diese generiert. Naturgemäß kann sich da das Bild in der Berichterstattung auch mehrmals um 180 Grad drehen. Auch dieser Sender verdient damit sein Geld.

Ein gebührenfinanzierter ÖR mit einem Informationsauftrag hat diese Freiheiten nicht. Er hat aus meiner Sicht unterschiedliche Meinungen darzustellen. Diskutieren kann (und muss!) so eine Einrichtung in Meinungsformaten, die dann aber auch nicht allzu einseitig besetzt werden dürfen. Berichte haben zumindest die großen Meinungsströme abzubilden, das kann durchaus eine wertfreie Erwähnung sein, ÖR hat aber Abwertungen zu unterlassen. Klar, es muss, wo du auch hinargumentierst, nicht jede blödsinnige, unfundierte Mindermeinung von Kleinstgruppen hoch aufgehängt werden. Tut der ÖR teilweise trotzdem.

Guter Journalismus ist mehr, als Pressemeldungen abzuschreiben. Dazu gehört ggf. auch ein eigenes, internationales Korrespondentennetz. Das kostet Geld, was genau dafür in den ÖR gekippt wird. In der Ukrainekrise sah man das dann gut: Für viel Geld hat man ein Netzwerk in Moskau. Als es gebraucht würde, waren die ÖR-Medien mit die ersten, die dort garniemanden mehr hatten. Andere Medien haben weiterberichtet, oft sogar von Tag 1 an aus Kiew; und zwar genau zu dem Zweck, nicht nur Propagandameldungen beider Seiten abschreiben zu müssen. Was dann also von dem vielen ÖR Geld übrig bleibt, sind Bergdoktor und Traumschiff; und da sind wir dann wieder beim Niveau RTL, wofür ich keine Zwangsgebühren brauche.

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Kraiburger, Thursday, 09.02.2023, 16:29 (vor 1144 Tagen) @ lustiger_hans


Guter Journalismus ist mehr, als Pressemeldungen abzuschreiben. Dazu gehört ggf. auch ein eigenes, internationales Korrespondentennetz. Das kostet Geld, was genau dafür in den ÖR gekippt wird. In der Ukrainekrise sah man das dann gut: Für viel Geld hat man ein Netzwerk in Moskau. Als es gebraucht würde, waren die ÖR-Medien mit die ersten, die dort garniemanden mehr hatten. Andere Medien haben weiterberichtet, oft sogar von Tag 1 an aus Kiew; und zwar genau zu dem Zweck, nicht nur Propagandameldungen beider Seiten abschreiben zu müssen.

Da verstehe ich leider nicht, worauf du hinaus willst: ARD und ZDF betreiben ihr Moskau-Studio doch weiterhin, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, weil ihnen Russland "Propaganda" vorwirft. Deinen Eindruck. Die ÖR würden in der Urkaine"Krise" lediglich Propagandameldungen abschreiben, halte ich für gewagt subjektiv.

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nordkurvenasso, Thursday, 09.02.2023, 12:36 (vor 1144 Tagen) @ Kraiburger

Vielleicht hast du aber auch ein Problem mit dem Begriff "Neutralität" im journalismus?

Neutralität bedeutet, dass sich der Journalist nicht mit der ihm vertrauten Sache gemein machen soll. Dass er sachlich, frei von Meinung und "neutral zu bewerten" hat. Und er natürlich auch zu bedenken hat, dass es eine Gegenseite gegen kann, deren Eindruck er mit einfließen lassen sollte.

Da empfehle ich einfach mal den wikipedia Artikel zu einer Gestalt namens Georg Restle/Positionen der fuer den WDR in leitender Position belehrt

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Kraiburger, Thursday, 09.02.2023, 16:35 (vor 1144 Tagen) @ nordkurvenasso

Vielleicht hast du aber auch ein Problem mit dem Begriff "Neutralität" im journalismus?

Neutralität bedeutet, dass sich der Journalist nicht mit der ihm vertrauten Sache gemein machen soll. Dass er sachlich, frei von Meinung und "neutral zu bewerten" hat. Und er natürlich auch zu bedenken hat, dass es eine Gegenseite gegen kann, deren Eindruck er mit einfließen lassen sollte.

Da empfehle ich einfach mal den wikipedia Artikel zu einer Gestalt namens Georg Restle/Positionen der fuer den WDR in leitender Position belehrt

Name kenne ich nicht. Laut wikipedia hat er sich mit seiner Haltung bei der afd Feine gemacht. Kann und will ich auf die Schnelle nicht beurteilen, da ich wohl vorschnell urteilen würde.


Mit den Positionen, die zB Constantin Schreiber von der Tagesschau privat vertritt, kann ich überhaupt nichts anfangen. Aber ich habe noch nie bemerkt, dass er diese in seine Arbeit einfließen lässt. Im Gegensatz dazu kann ich mit den Positionen von Louis Klamroth (hartaberfair) eniges anfangen, begrüße es aber, wenn er sich davon nicht in seiner Arbeit leiten lässt. Und darum gehts mir!

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hjs das zeitliche segnen, Wednesday, 08.02.2023, 18:11 (vor 1145 Tagen) @ lustiger_hans

Angeblich läuft Die Zeit wirtschaftlich ganz gut.

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