Gladbach Fans schreiben Max Eberl (Forum)
Man hätte Max Eberls Einstieg bei RB Leipzig aber auch kritisieren können, ohne darüber zu spekulieren, ob er bei seinem Abgang von Gladbach Anfang des Jahres tatsächlich psychisch krank war oder ob es sich möglicherweise nur um eine Inszenierung gehandelt haben könnte.
Stimmt. Allerdings schreiben die Gladbachfans auch: "ein Mensch, der an einer psychischen Stresserkrankung leidet, braucht volle Unterstützung und braucht Hilfe von uns allen. Aber war das auch genauso wie im Januar von breiten Teilen der Öffentlichkeit laienmedizinisch antizipiert? Mit unserem heutigen Kenntnisstand müssen wir leider ganz klar festhalten, dass das oben zitierte ,,Schauspiel‘‘ auch auf diese Thematik zutrifft. Der Öffentlichkeit dieses Bild von deiner Profifußball-Ermüdung zu vermitteln, während du gleichzeitig um deinen Abgang zu Red Bull feilschst, ist – wir können es nicht anders formulieren – schlicht und ergreifend schäbig und ein Schlag ins Gesicht eines jeden tatsächlich von Burnout betroffenen Menschen."
Sie lassen es nicht an Solidärität mit Erkrankten missen, finden aber den Umstand, dass jemand erklärtermaßen psychisch angeschlagen ist, deshalb für seinen Arbeitgeber nicht mehr zur Verügung stehen kann, ziemlich fragwürdig, wenn der "Patient" zugleich hinter den Kulissen bereits mit einem anderen Klub verhandelt. Den Gedankengang kann ich nachvollziehen.
Ich wäre auch ziemlich angesäuert, wenn ein Mitarbeiter sich krank meldet, alle in Sorge sind, man ihm aber alle Zeit der Welt einräumt, um wieder gesund zu werden, nur um dann festzustellen, dass er ein paar Monate später bei einem Wettbewerber auf der Gehaltsliste auftaucht. Das hat schon "ein Gschmäckle". Noch dazu bei einem Wettbewerber, über den er sich früher immer das Maul zerrissen hat.
