Schulen oder nicht Schulen ... (Forum)
Das mit dem ÖPNV sehe ich anders. Wenn tatsächlich der ÖPNV Pandemietreiber wäre, müsste die Altersverteilung der Infektionen anders sein. Dann müssten in den Alterskohorten 20-34 Jahre und 35-59 Jahre wesentlich mehr Infektionen stattfinden. Die Tatsache, dass sich seit der KW 15 in den Alterskohorten 5-19 Jahren immer um die 50% der Fälle abspielen zeigt für mich leider, dass eher die Schulen Pandemietreiber sind. Letzte Woche machten die Schülerjahrgänge sogar 62% der wenigen Infektionsfälle in Bayern aus. Siehe dazu: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm
Runterscrollen bis zu der Grafik mit den bunten Linien. Und bei der Interpretation auf die Zahl der zusammengefassten Jahrgänge achten!
Hast Du bei Deiner Interpretation berücksichtigt, dass in den Schulen sehr viel getestet wird und daher in der Altersklasse 5-19 Jahren praktisch keine "Dunkelziffer" entstehen kann? Auch sind es eben, wie von Dir angemerkt sehr wenige Infektionsfälle und das Virus wird zwar wohl ansteckender aber auch "harmloser" so dass auch gerade "Mittelalte" evtl. mal ohne Symptome und mangels Test unerkannt bleiben.
Natürlich ist es ein Unterschied ob man 20 Minuten mit Maske (ÖPNV) oder 4 Stunden ohne Maske (Schule) nebeinander sitzt, daher kannst Du schon recht haben, aber ich habe und hatte neben den Kollegen/innen die Eltern sind immer "Angst" um die, die mit dem ÖPNV fahren.
Bei Schülern kommt halt meistens beides ÖPNV und Schule zusammen und ein verständlicherweise etwas sorgloserer Umgang mit den Vorschriften ist auch normal. Daher glaube ich eher, dass es nicht an den Schulen liegt, sondern daran, dass man, wenn einem immer wieder gesagt wird - als junger Mensch keine größeren Folgen zu erwarten, aber schütze "die Alten" - auch irgendwann die Vorschriften nicht mehr ernst nimmt. Ist ja beim Thema Impfen das gleiche. Wenn das Risiko einer Erkrankung wg. geringer Inzidenz kaum gegeben ist, bei einer Erkrankung, aufgrund junges Alter, der Verlauf voraussichtlich sehr milde sein wird, dann überlegt man sich halt mehrmals ob eine Impfung mit Notfallzulassung sinnvoll ist bzw. ob der Nutzen des Impfstoffs die Risiken überwiegt.
Auch haben ja alle Impfstoffe "nur" eine "bedingte Zulassung", also 1 Jahr gültig (mehrmals verlängerbar) und da muss halt dann jeder (vor allem junge Menschen) selbst (für sich) abwägen, was er tun möchte -> siehe https://www.pei.de/DE/service/faq/coronavirus/faq-coronavirus-node.html . Leider gibt es nirgends, oder ich hab die noch nicht gefunden, eine fundierte Aufstellung was genau noch für eine normale Marktzulassung fehlt sondern immer nur "allgemeines Geschwurbel" was eine "bedingte Zulassung" von einer "normalen Marktzulassung" unterscheidet aber nicht konkret im Falle von Impfstoff-X. Aufgrund der sehr hohen Impfquote bin ich mir auch gar nicht so sicher ob es für die Hersteller überhaupt noch möglich (Mindestfallzahl, etc.) ist alle Daten für eine normale Marktzulassung zu liefern.
