Grundüberlegung:
Drei Mannschaften im Grünwalder Stadion sind, wie wir alle wissen mindestens, genau, zwei zuviel.
Ich habe immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass ich von der Machbarkeitsstudie, nur 18.000 Zuschauer zuzulassen, enttäuscht bin. Vorwiegend aus Lärmschutzgründen, so das Hauptargument.
Also Anwohnerchutz.
Meine Überlegung ist, eine Lärmemmissionsmessung zugrundeligend auf ein Jahr bei vollem Drittligabetrieb, das heisst 57 Veranstaltungen in einem 15.0000 Stadion durchzuführen und zu vergleichen, einschließlich der Begleitumstände.
Diese Zahl sollte man gegenüberstellen mit , sagen wird 25 Veranstaltungen mit etwa 28.0000 Zuschauern.
Ist die ermittelte Zahl niedriger als bei den Veranstaltungen mit den drei Mannschaften, steht einem 28.000erAusbau nichts mehr im Wege.
Um die Zahl weiter zu drücken, kann man inmmer noch im Fall einer möglichen Bundesligasaision auf eine 13 plus vier Lösung zurückgreifen
(28.0000 in Giesing, viermal 50.0000 gegen die Bauern, Nürnberg (momentan leider Augsburg), Stuttgart und Dortmund.
Für die Bayern II bietet sich die die Arena bei Risikospielen an - die Türken könnten gerne im Leichtahtletikstadion des ZHS spielen . Die haben geraden einen neue Halle für 163 (!) Millionen bekommen, da kann man auch ein paar Sitztribünen hinzimmerrn.
Risikospiele der Türken gerne auch im Oly.
Seltsam? Aber so steht es geschrieben...........
Von einigen Gesprächen und runden Tischen mit Vertretern der Stadt, Anwohnern und dem Planungsbüro AS+P habe ich Folgendes in Erinnerung:
Eine größere Kapazität als die ermittelten 18.000 scheitert nicht am Lärmschutz, sondern an den baurechtlichen Vorgaben. Bis 18.000 ist ein Umbau im Bestand möglich, ansonsten wäre es ein Neubau. Und da würde es erheblich schwieriger - wenn nicht sogar unmöglich - eine Baugenehmigung zu bekommen. Auch gäbe es hier für die Anwohner erheblich bessere Chancen, diese Pläne juristisch zu verhindern. Das hat u. A. auch mit dem Emissionsschutz zu tun, das ist aber nur ein Aspekt von vielen.
Das Grundproblem ist, dass sich die Grundfläche des Stadions nicht erweitern lässt.
Daher kann man bzgl. Kapazitätserhöhung nur in die Höhe oder in die Tiefe gehen. Das Spielfeld tiefer zu legen, würde bedeuten, dass die Sichtachsen von den Tribünen nicht mehr passen und man jede Tribüne komplett neu bauen müsste. Und weiter nach oben bauen geht auch nur, solange die aktuell maximale Gebäudehöhe (Oberkante Dach Haupttribüne) nicht überschritten wird. Sonst wäre es halt dummerweise wieder ein Neubau, mit den oben beschriebenen Konsequenzen.
Bei der Machbarkeitsstudie wurde geprüft, welche Tribünen wie ausgebaut werden können, damit das Ganze gerade noch als Umbau im Bestand durchgeht. Ergebnis war die Aufstockung der Ostkurve und eine breitere, tiefere und in Richtung der beiden Kurven auch höhere Haupttribüne. Anschließend wurde dann ermittelt, wie viele Zuschauer unter Berücksichtigung aller Vorgaben (Flucht- und Rettungswege, maximal zulässige Blockgrößen, etc.) auf diese Tribünen passen. Und dabei sind eben die gut 18.000 raus gekommen.
Mir wäre eine Kapazität >20.000 natürlich auch lieber, aber ich sehe ehrlich gesagt überhaupt keine Chance, dass das jemals möglich sein wird. Weil es eben nicht am fehlenden politischen Willen oder den Anwohnern scheitert, sondern an in den letzten Jahren massiv verschärften Vorschriften wie Baurecht, Versammlungsstättenverordnung und ähnlichem.
