Reisinger lag richtig (Forum)

friedhofstribüne, Thursday, 23.04.2020, 21:50 (vor 2272 Tagen) @ Presseumschau
bearbeitet von friedhofstribüne, Thursday, 23.04.2020, 22:43

Reisinger am Montag: »Rette sich wer kann, hilft keinem weiter«:

Ich habe vor einigen Wochen in einem Interview gesagt, dass sich zeigen wird, wie weit die Solidarität innerhalb der vielbeschworenen Fußballfamilie reicht. Folgen den Sonntagsreden keine Taten, wird es nach meiner Überzeugung den Profifußball in seiner bisher bekannten Form in Deutschland nicht mehr geben. Sollte nicht ligaübergreifend solidarisches Handeln passieren, bricht der Unterbau weg und etliche Vereine gehen an der Krise kaputt. Die Situation ist für viele finanziell dramatisch. Eine Notsituation wie die Corona-Pandemie lässt sich nur gemeinsam bewältigen. Es müssen alle Profivereine zusammenstehen. Rette sich wer kann, hilft keinem weiter.

Wie soll das aussehen?

Ich erwarte mir Engagement von denen, die am hochklassigen Profifußball massiv verdient haben und die in Zukunft weiterhin daran verdienen wollen. Sie alle brauchen auch den Unterbau in den Ligen 3 und 4.

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Donnerstag konkrete Unterstützung für die Vereine der 3. Liga sowie der Frauen-Bundesliga angekündigt. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert kündigte eine Zahlung von 7,5 Millionen Euro an. Quelle: Kicker

DFB-Präsident Fritz Keller verbindet dies mit einem Appell: "Ich hoffe, dass es gerade den Vereinen der 3. Liga nach den jüngsten Diskussionen hilft, in der geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine geeignete Chance und Perspektive zu sehen."

Vor allen Dingen hat er Recht mit der Aussage dass alle den Unterbau brauchen.
So wie ich ihn kenne könnte da durchaus etwas Süffisanz drin gewesen sein. Bleed is er ja ned. Ansonsten sehe ich das trotzdem etwas anders. Dieser Geldregen soll doch nur die Gemüter beruhigen, damit die Bundesliga da schön ihre Fernsehverträge erfüllen kann. Quasi eine reine Alibispende. Helfen tut das nur der 1. und 2. Liga wenn sie dadurch eine höhere Akzeptanz für ihre Geisterspiele erreichen. Außerdem sind 7,5 Millionen wohl ein Witz. Die DFL hat als Notgroschen 20 Mio auf die Seite gelegt. Die Großen agieren mit Umsatzsummen von zig Hundert Millionen. Als Beleg hätte ich noch eine kleine Milchmädchenrechnung. Also selbst wenn ich bei den Frauen die Mannschaften raus rechne bei denen der Stammverein in der DFL spielt bleiben insgesamt noch 25 Mannschaften die sich die 7,5Mio teilen müssten. (Ganz abgesehen davon dass ein Herr Neuer bei solchen Summen wohl nicht mal aufstehen würde, bzw. wohl 3 Monate bei Wasser und Brot darben müsste)
Es bleiben dann insgesamt 300.000€ pro Verein. Bei ausstehenden 5-6 Heimspielen pro Mannschaft und einem durchschnittlichen Ticketpreis von 17,50€ (liga3 online) wäre das der Gegenwert von 3117 imaginären Zuschauern pro Geisterspiel. Das schafft ja sogar Unterhachingen. (Muhaha) Da bleibt dann nur zu sagen .

Ja mei, wenns schee macht. Reich machts ned, und zum überleben ist es a ned gnua. Aber hauptsach wir haben ein paar edle Spender und dem Wahnsinn der Geisterspiele wird etwas die Perversität genommen. Dem Uhrensohn und dem Watzke gehören die 7,5 in den A. geschoben und den Mittelfinger gleich hinterher.

Man entschuldige meine Ausdrucksweise, aber wohlweislich befinden wir uns in einem Fußballforum. :-D :-D :-D


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