Das mit der Mortalitätsrate ist ja noch eine der ganz großen Unbekannten, weil man nicht weis, wieviele schon angesteckt sind. Derzeit geht man wohl von ca. 1% aus. Vor ein paar Tagen hieß es noch 0,3%. Man stochert da wohl noch ziemlich mit der Stange im Nebel. Was mich allerdings bisher etwas wundert ist, dass es in allen Ländern mit vielen Ansteckungsfällen auch entsprechende Zahlen von Todesfällen gibt. Bisher ist aber erst ein deutscher Todesfall bekannt (der 60jährige in Ägypten), obwohl es in D um die 1.000 nachgewiesene Fälle gibt.
Nachdem sie momentan offensichtlich nicht genug strukturiert testen können, bezweifle ich, dass unser Gesundheitssystem wirklich gut damit zurecht kommen würde. Hinzu kommt der Mangel an Schutzkleidung. Alleine deshalb muss Zeit gewonnen werden.
Auch beim medizinischen Personal gibt es noch keine Immunität gegen den Erreger. Und das bedeutet, dass sich in den Krankenhäusern auch das Personal massenweise anstecken und ausfallen wird. Irgendwann bleibt den überlasteten Krankenhäusern dann nur noch die Triage, d.h, es wird nur noch aussortiert, bei wem es sich lohnt, noch etwas zu tun, weil nicht mehr für alle Herzinfarkte, Tumore, Unfälle oder akute Diabetesentgleisungen genug Kapazitäten da sind. Der Rest hat einfach Pech gehabt. Wenn es zu schnell geht mit der Ansteckerei, könnte es daher schon zu einem nicht unerheblichen darwin'schen Ausleseprozess kommen.
Jetzt mal ganz sarkastisch:
Das hätte den Vorteil frei werdender Wohnungen und geringeren Kosten für das Kranken- und Rentenversicherungssystem. Wenn viele Leute mit 80++ vom Corona dahingerafft werden oder ihre dringende Herz-OP nicht bekommen, weil die OP-Schwester nicht kommen darf, spart man sich die für die Krankenversicherungen teuren letzten 2 Lebensjahre.
Fazit:
Noch sehr viele Unwägbarkeiten.
Ob die Absage von Massenveranstaltungen die Zahl der Infektionen tatsächlich verringert, weis ich auch nicht.