Ich kann Deine Haltung gut verstehen. Das ist eine sehr traurige Geschichte, die Du da erzählst und bei der Du letztlich persönlich viel mehr betroffen bist, als bei der Frage, ob unsere Profis in ein Trainingslager reisen können oder nicht.
Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich für die Kollegin spenden, damit wenigstens kurzzeitig ein wenig Hoffnung bei ihr eintritt und/oder (finanzielle) Sorgen wenigstens zeitweise gelindert werden. Allein das Gefühl, dass ihre Kolleg*innen sie wieder unterstützen wird bestimmt auch gut bei ihr ankommen. Ich glaub', unsere sicherlich – sollte es mit dem Trainingslager nicht klappen – ein wenig enttäuschten Fußballer würden mich da viel weniger berühren.
Das Gute finde ich, dass offenbar jemand in Deiner Firma die Initiative ergriffen hat und für die Kollegin sammelt und die Kolleg*innen vermutlich auch ein wenig geben.
Dass der Verein diesen Weg der Geldbeschaffung begehen muss ist tatsächlich nicht schön. Die Not muss auch hier groß sein. Ich spende übrigens trotzdem nicht. Auch bei mir gibt es da Präferenzen.
Wenn ich mir überlege eine Arbeitskollegin (Hilfsarbeiterin) wartet aktuell auf eine Spenderlunge, ist seit über einem halben Jahr krank geschrieben, Geld reicht eigentlich hinten und vorne nicht, ist mehr oder weniger dabei "alles" zu verlieren und in der Arbeit wird nun zum zweiten Mal (zu Weihnachten) gesammelt, damit sie wieder kurzfristig "durchatmen" kann.
Wo soll man bei diesen beiden Optionen denn nun helfen?
Finde es eigentlich auch nur peinlich und armselig von Privatpersonen Geld zu erbetteln, während zahlreiche andere wirklich echte Probleme haben!!!