Manchmal trügt ja das Gedächtnis... (Forum)

friedhofstribüne, Friday, 23.02.2018, 12:54 (vor 3052 Tagen)

...aber waren wir in unserer Opposition auch solche Riesenarschlöcher wie manche Handelnde jetzt im Moment. Irgendwie überlege ich tatsächlich, ob wir/ich auch mit diesem unverhältnismäßigen Hass gegenüber den damals Verantwortlichen agiert hatten.
Nachdem ich inzwischen schon so alt bin, dass ich mich eher an meine pränatale Vergangenheit erinnere, wollte ich das mal zur Diskussion stellen.

Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

friedhofstribünes alter ego, Friday, 23.02.2018, 12:56 (vor 3052 Tagen) @ friedhofstribüne

...aber waren wir in unserer Opposition auch solche Riesenarschlöcher

Wir nicht, du natürlich schon. :-D :-D :-D :-D :-D

Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

Heidelberg, Friday, 23.02.2018, 13:12 (vor 3052 Tagen) @ friedhofstribüne

Wir waren sicher auch unangenehm und haben uns bestimmt auch hin und wieder im Ton vergriffen.

ABER:

Wir waren kreativ, wir hatten Argumente und wir waren in der Lage, diese auch entsprechend zu transportieren. Zudem zeigt sich heute mehr denn je, dass wir verdammt nochmal einfach Recht hatten!

Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

Zausl, Friday, 23.02.2018, 13:22 (vor 3052 Tagen) @ friedhofstribüne

Wer sind Sie?

Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

BlueMagic, Friday, 23.02.2018, 13:35 (vor 3052 Tagen) @ friedhofstribüne

Also kreativer waren wir auf jeden Fall.
Im Inneren natürlich auch Hass gegen die Vertreter des "falschen" Löwenweges.
Nach außen hin aber (fast) immer brav und gesittet. Mit dem fast in Klammern meine ich übrigens so manche Aktion, die zwar sehr kreativ und aus unserer Sicht lustig war, die man aber aus der anderen Sicht schon als gehörige Provokation und Unverschämtheit auslegen konnte.
Aufgrund der Tatsache, dass wir inhaltlich Recht hatten und angesichts der Übermacht der Gegenseite war das aber alles auch im Nachhinein betrachtet, mehr als legitim.

Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

tomtom, Friday, 23.02.2018, 14:49 (vor 3052 Tagen) @ friedhofstribüne

Wir waren auch manchmal ziemlich rüde, damals spielt indes das Internet kaum eine Rolle und die Proteste fanden vor allem im realen Leben statt, Obendrein hatte der Protest damals doch ein paar Gesichter, Personen, die auch eine Integrität, ein gutes Renommee hatten.

Die jetzige Opposition hat für mich vor allem mit Oliver Griss ein Gesicht, der in einer dubiosen Doppelrolle auftritt und zudem auch noch sein Geld damit verdient. Über intellektuelle Ansprüche bei ihm braucht man bekanntlich nicht zu reden, ich musste mich gestern fast ein zweites Mal zu Tode lachen, als ich sah, dass er auf seiner Facebook-Seite ein Karl Kraus-Zitat veröffentlichte, eigentlich fast schon wieder dreist von ihm ...

Aber ich schweife ab und gehe zurück zu uns: Blue Magic und Heidelberg haben recht, ohne uns selbst über den grünen Klee loben zu wollen: Wir waren viel kreativer, wir waren konstruktiver, wir haben unterm Strich auch einiges Nachhaltiges geschaffen. Vor allem auf menschlicher Ebene haben sich da tolle Freundschaften und – ja, das vielleicht auch – Seilschaften gebildet.

Der damalige Protest war vor allem auf eine Person fixiert: KHW, erst lange danach kamen seine Kamarilla, seine Stiefellecker und Profiteure. Natürlich gab es letztlich auch Aussetzer, so beispielsweise beim Abgang KHWs auf dem Trainingsgelände. Das war nicht schön, aber es war nun mal die Rechnung für sein rigides Vorgehen gegen die Opposition.

Dagegen hat der täglich über das verbreitete Hass ein spezielle sowie ekelhaftere Qualität und schadet den davon betroffenen Menschen nachhaltig. Irgendwie macht das, wenn man ernsthaft mit sich ins Gericht geht, zurzeit auch keinen Spaß; ich kann mir etwa morgen schon wieder vorstellen, dass es im Sonderzug heftige verbale Auseinandersetzungen über Ismaik gibt.

...aber waren wir in unserer Opposition auch solche Riesenarschlöcher wie manche Handelnde jetzt im Moment. Irgendwie überlege ich tatsächlich, ob wir/ich auch mit diesem unverhältnismäßigen Hass gegenüber den damals Verantwortlichen agiert hatten.
Nachdem ich inzwischen schon so alt bin, dass ich mich eher an meine pränatale Vergangenheit erinnere, wollte ich das mal zur Diskussion stellen.

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Manchmal trügt ja das Gedächtnis...

Nik, Friday, 23.02.2018, 14:51 (vor 3052 Tagen) @ BlueMagic

Nuja,

Hässliche Szenen spielten sich ab, als Karl-Heinz Wildmoser am späten Montagabend die Geschäftsstelle von 1860 München verließ. Eine Horde randalierender Löwen-Anhänger beschimpfte den Großgastronomen mit obszönen Worten und bespuckte die Limousine, in der er davon fuhr.

https://www.welt.de/print-welt/article300478/Ein-Metzgermeister-als-Loewendompteur.html

Ganz nett waren wir auch nicht immer....

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