"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda (Forum)

Lüngerl, Tuesday, 14.11.2017, 13:02 (vor 3088 Tagen)

Die Löwen lassen sich für diese zweifelhafte Geschichte einspannen: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.weihnachten-im-schuhkarton-loewe-berzel-und-co-sammeln-fuer-hilfsbeduerftige-kinder.886d1ee7-9c2e-4ce6-b148-4d8f74d25efc.html

Es gibt sicher sinnvollere Projekte mit Lokalbezug für die der Verein aktiv werden könnte.

https://www.taz.de/!341773/

Schokoriegel und Teddybären für arme Kinder: Das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ ist eine karitative Erfolgsstory. Aber an dem Verein hinter der Aktion wird Kritik laut – er ist ein Ableger der christlich-fundamentalistischen Billy Graham Association.

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

tomtom, Tuesday, 14.11.2017, 13:14 (vor 3088 Tagen) @ Lüngerl

Oh Gott, wenn dass die Grissmaikis mitbekommen ... Unnötiges Eigentor.

Die Löwen lassen sich für diese zweifelhafte Geschichte einspannen: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.weihnachten-im-schuhkarton-loewe-berzel-und-co-sammeln-fuer-hilfsbeduerftige-kinder.886d1ee7-9c2e-4ce6-b148-4d8f74d25efc.html

Es gibt sicher sinnvollere Projekte mit Lokalbezug für die der Verein aktiv werden könnte.

https://www.taz.de/!341773/

Schokoriegel und Teddybären für arme Kinder: Das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ ist eine karitative Erfolgsstory. Aber an dem Verein hinter der Aktion wird Kritik laut – er ist ein Ableger der christlich-fundamentalistischen Billy Graham Association.

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

Joerg ⌂, Tuesday, 14.11.2017, 13:47 (vor 3088 Tagen) @ tomtom

der taz-artikel gefällt mir, diese grahams konnte ich noch nie ab ...

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

Ardent republican abroad, Tuesday, 14.11.2017, 22:02 (vor 3088 Tagen) @ tomtom

A nice gesture anyway.

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Wednesday, 15.11.2017, 02:23 (vor 3088 Tagen) @ Lüngerl

Es gibt sicher sinnvollere Projekte mit Lokalbezug für die der Verein aktiv werden könnte.

Da sind wir uns zwar vermutlich einig.

Aber interessant ist halt dennoch wieder mal, dass christliche Fundamentalisten (für die ich wenig Sympathien habe als militanter Atheist !) Schuhkartons an Kinder verteilen, während islamische Fundamentalisten(*) sich und Andere lieber in die Luft sprengen.

Es ist also- bei allem Respekt vor der taz- leicht zu wissen, wo mein "eigentlicher Feind" als Freund der offenen Gesellschaft sitzt ...

(*) - Inwiefern diese Fundamentalisten wirklich ihre Religion vertreten oder auch nicht, sei mal dahingestellt. Darüber erlaube ich mir wahrlich kein Urteil. Dafür bin ich nicht qualifiziert genug. Ich bin kein Theologe. Und, ehrlich gesagt, ist es mir als Atheist auch i.G. scheissegal. Aber interessant halt, wie problemlos der Begriff "christlicher Fundamentalist" benutzt werden darf. Nicht dass er falsch wäre, aber ich würde mir nur wünschen, dass man genauso konsequent mal von "islamischen Fundamentalisten" reden würde, wenn bspw. mal wieder ein Schloßgespenst in einem Münchner Hotel neben mir am Frühstückstisch hockt wie nach dem Spiel gegen Memmingen. Ich sage übrigens NICHT, dass das verboten werden soll, ich sage nur, das war auch Zurschaustellung von ideologischem Fundamentalismus. Und da sind mir Schuhkartons für bedürftige Kinder dann doch persönlich lieber. Nun ja, nur meine Meinung ...

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

Lüngerl, Wednesday, 15.11.2017, 15:10 (vor 3087 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !

Von islamischen Fundamentalisten ist doch eigentlich fortwährend öffentlich die Rede? Kleine Probe: Der Begriff "islamischer Fundamentalismus" kommt bei Google Deutschland auf 83.000 Treffer, sein Pendant "christlicher Fundamentalismus" auf 42.000. Wie auch immer, mir sind beide zuwider. Das eine wie das andere muss in meinen Augen aus emanzipatorischer Sicht heraus bekämpft werden.

In Deutschland gibt es beispielsweise christliche Organisationen, die sogenannte Reparativtherapien für Homosexuelle anbieten, damit das "im Körper angelegte heterosexuelle Potential" entwickelt werde. Du hast wie wir Barfreunde wissen ein Faible für Schräges. Schon mal "Gloria TV" gesehen? Was dort im Namen des Herrn veröffentlicht wird, zieht dir die Schuhe aus. Frauenfeindlich, homophob, antisemitisch, rechtsradikal.

Christliche Terrormilizen wie die Lord's Resistance Army stehen ihren muslimischen Gegenstück Boko Haram und Konsorten auch in nichts nach.

Es gibt sicher sinnvollere Projekte mit Lokalbezug für die der Verein aktiv werden könnte.


Da sind wir uns zwar vermutlich einig.

Aber interessant ist halt dennoch wieder mal, dass christliche Fundamentalisten (für die ich wenig Sympathien habe als militanter Atheist !) Schuhkartons an Kinder verteilen, während islamische Fundamentalisten(*) sich und Andere lieber in die Luft sprengen.

Es ist also- bei allem Respekt vor der taz- leicht zu wissen, wo mein "eigentlicher Feind" als Freund der offenen Gesellschaft sitzt ...

(*) - Inwiefern diese Fundamentalisten wirklich ihre Religion vertreten oder auch nicht, sei mal dahingestellt. Darüber erlaube ich mir wahrlich kein Urteil. Dafür bin ich nicht qualifiziert genug. Ich bin kein Theologe. Und, ehrlich gesagt, ist es mir als Atheist auch i.G. scheissegal. Aber interessant halt, wie problemlos der Begriff "christlicher Fundamentalist" benutzt werden darf. Nicht dass er falsch wäre, aber ich würde mir nur wünschen, dass man genauso konsequent mal von "islamischen Fundamentalisten" reden würde, wenn bspw. mal wieder ein Schloßgespenst in einem Münchner Hotel neben mir am Frühstückstisch hockt wie nach dem Spiel gegen Memmingen. Ich sage übrigens NICHT, dass das verboten werden soll, ich sage nur, das war auch Zurschaustellung von ideologischem Fundamentalismus. Und da sind mir Schuhkartons für bedürftige Kinder dann doch persönlich lieber. Nun ja, nur meine Meinung ...

"Weihnachten im Schuhkarton" - gut verpackte Propaganda

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Wednesday, 15.11.2017, 20:40 (vor 3087 Tagen) @ Lüngerl

mir sind beide zuwider. Das eine wie das andere muss in meinen Augen aus emanzipatorischer Sicht heraus bekämpft werden.

OK, vollkommen einverstanden.

Schon mal "Gloria TV" gesehen?

Nein. Gibt es da auch eine Mickymaus, die Juden essen will wie im Hamas-TV? ;-)
Ich kenne kath.net. Wohl vergleichbar nehme ich an. Und ja, ist widerlich.

Christliche Terrormilizen wie die Lord's Resistance Army stehen ihren muslimischen Gegenstück Boko Haram und Konsorten auch in nichts nach.

Da sind wir uns absolut einig!

Von islamischen Fundamentalisten ist doch eigentlich fortwährend öffentlich die Rede?

Richtig, aber eben meistens erst im Zusammenhang mit Gewalt oder gar Terroranschlägen. Oder eventuell noch Aufrufen zu Gewalt. Für mich beginnt Fundamentalismus aber nicht erst bei Gewalt oder gar Terrorismus, sondern bereits bei einem totalitären Gedankengebäude. Vollverschleierung ist ein Symbol für eine totalitäre Ideologie und nicht nur ein Kleidungsstück. Selbst wenn er oder sie gar keine Bomben baut und die Rechte seiner Mitmenschen sowie die Landesgesetze brav respektiert.

Bei „christlichen Fundamentalisten“ leuchtet den meisten Menschen ein, dass diese nicht unbedingt gewalttätig werden müssen um solche zu sein. Daher werden gewisse Christen selbstverständlich in Deinem Artikel "Fundamentalisten" genannt. Vor kurzem habe ich auch einen Artikel über „mormonische Fundamentalisten“ in den USA gelesen die u.a. polygam leben. Die wurden auch bereits anhand ihres Gedankengebäudes (zurecht) als solche deklariert.

Genauso sollten wir dann bspw. auch NICHT von „Muslimen“ reden, wenn jemand vollverschleiert rumläuft (was i.Ü. nicht von ungefähr auch erst in den 1970er Jahren aufkam und keineswegs in der arabisch-muslimischen Welt vorher verankert war, da gab es nur "normale" Kopftücher und Wüstengewänder), sondern sofort von „Fundamentalisten“, weil nichts anderes sind solche Menschen und da gibt es leider nichts zu beschönigen. Allenfalls sind es noch Opfer, die gezwungen werden so rumzulaufen, was dann aber den Ehemann seinerseits zum Fundi macht.

Ich handhabe das jedenfalls so.

Die in München rumlaufenden Schloßgespenster sind angeblich reiche Touristen aus Saudi-Arabien. Mag sein, aber egal woher die nun kommen, jedes Mal befremdet es mich sowas zu sehen.

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