Darf man die Münchner SPD loben? (Forum)

Lüngerl versteht Bahnhof, Wednesday, 08.11.2017, 10:45 (vor 3104 Tagen)

Ich muss es sogar!

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.armut-schmutz-drogen-brennpunkt-hauptbahnhof-das-sind-die-elf-loesungen-der-spd.a9c0493d-5b29-48c2-90d3-f95b28c1612e.html

Auf den "Alle-rausschaffen-Polizei-Knarren-Knüppel-eiserner Besen"-Diskurs der politischen Rechten rund um den Hauptbahnhof eine überlegte, praxisnahe, nicht rundherum menschenfeindliche Antwort zu finden, die trotzdem das "Sicherheitsbedürfnis" befriedigt, ist nicht einfach. Aber machbar. Wie zu meiner Überraschung die Münchner SPD zeigt.

Darf man die Münchner SPD loben?

BlueMagic, Wednesday, 08.11.2017, 11:11 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Ähnliche Gedanken hatte ich auch. Sehe die ja dort auch immer herumlungern. Und habe mir nicht nur einmal die Frage gestellt, wo sie denn hin sollen. Jetzt muss es halt noch professionell und niederschwellig umgesetzt werden, damit das Angebot auch angenommen wird.

Darf man die Münchner SPD loben?

tomtom, Wednesday, 08.11.2017, 11:37 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Scheint durchdacht, ich muss ja jeden Tag dort vorbei und kann das somit einigermaßen beurteilen.

Ich muss es sogar!

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.armut-schmutz-drogen-brennpunkt-hauptbahnhof-das-sind-die-elf-loesungen-der-spd.a9c0493d-5b29-48c2-90d3-f95b28c1612e.html

Auf den "Alle-rausschaffen-Polizei-Knarren-Knüppel-eiserner Besen"-Diskurs der politischen Rechten rund um den Hauptbahnhof eine überlegte, praxisnahe, nicht rundherum menschenfeindliche Antwort zu finden, die trotzdem das "Sicherheitsbedürfnis" befriedigt, ist nicht einfach. Aber machbar. Wie zu meiner Überraschung die Münchner SPD zeigt.

Darf man die Münchner SPD loben?

Himbeer-Doni, Wednesday, 08.11.2017, 14:38 (vor 3104 Tagen) @ tomtom

So? Jetzt auf einmal...
Gut, die SPD ist ja erst seit kurzem in der Stadtregierung. Sie waren ja nicht schuld das es am HBF erst so weit kommen musste.

Darf man die Münchner SPD loben?

BlueMagic, Wednesday, 08.11.2017, 14:54 (vor 3104 Tagen) @ Himbeer-Doni

ÄHH, sorry. Sowas gibt es vermutlich in fast jeder größeren Stadt in Europa. Vermutlich sogar weltweit in unterschiedlichen Ausprägungen. In B, HH, F und K vermutlich noch wesentlich mehr als hier in M. Wir Münchner sind halt sehr verwöhnt, was das Stadtbild betrifft.
Und außerdem ist sowieso der Ersatz des Mathäserkellers durch ein Kinocenter Schuld an der Misere.
Früher waren die Noagerzuzler nämlich alle da drin und haben im Eingangsbereich die Bierreste aus den Gläsern zusammen geschüttet und sich damit ihre Ration geholt. Das habe ich immer vor den Sechzig-Heimspielen gesehen. Im großen Saal hinten, war nämlich immer Treffen zum Vorglühen und Einsingen. Gäbe es den Mathäserkeller mit seinem abgefuckten Eingangsbereich und den Weißbierkeller noch, hätten die alle eine Möglichkeit im geschützten Raum ihren Alkohol zu konsumieren. Aus den hochpreisigen Hotels und dem Cateringbereich des Kinos werden sie nämlich vertrieben.
Okay, ich muss zugeben, dass diese Entwicklung von einem gewissen Herrn Ude schon gewünscht wurde. Aber unter einem CSU-OB wäre der Mathäser garantiert auch nicht erhalten geblieben.

Darf man die Münchner SPD loben?

tomtom, Wednesday, 08.11.2017, 16:13 (vor 3104 Tagen) @ BlueMagic

Da kann ich nur zustimmen, ja, so eine Saufhölle/-höhle fehlt einfach; im Bahnhof selbst gab's ja auch mal so was, aber jetzt is ois anders. Wenn ich mir indes die Umgebung des Berliner Hauptbahnhofs anschaue - Tristesse pur. Schwer ist - wieder mal - leicht was. (-;

ÄHH, sorry. Sowas gibt es vermutlich in fast jeder größeren Stadt in Europa. Vermutlich sogar weltweit in unterschiedlichen Ausprägungen. In B, HH, F und K vermutlich noch wesentlich mehr als hier in M. Wir Münchner sind halt sehr verwöhnt, was das Stadtbild betrifft.
Und außerdem ist sowieso der Ersatz des Mathäserkellers durch ein Kinocenter Schuld an der Misere.
Früher waren die Noagerzuzler nämlich alle da drin und haben im Eingangsbereich die Bierreste aus den Gläsern zusammen geschüttet und sich damit ihre Ration geholt. Das habe ich immer vor den Sechzig-Heimspielen gesehen. Im großen Saal hinten, war nämlich immer Treffen zum Vorglühen und Einsingen. Gäbe es den Mathäserkeller mit seinem abgefuckten Eingangsbereich und den Weißbierkeller noch, hätten die alle eine Möglichkeit im geschützten Raum ihren Alkohol zu konsumieren. Aus den hochpreisigen Hotels und dem Cateringbereich des Kinos werden sie nämlich vertrieben.
Okay, ich muss zugeben, dass diese Entwicklung von einem gewissen Herrn Ude schon gewünscht wurde. Aber unter einem CSU-OB wäre der Mathäser garantiert auch nicht erhalten geblieben.

Darf man die Münchner SPD loben?

laimerloewe (c), Wednesday, 08.11.2017, 16:33 (vor 3104 Tagen) @ tomtom

Hieß dieser - ich nenne es mal - Ausschank im ug des Hbf. nicht "schwarzwaldstube"?

Ich kann mich erinnern, dass ich nach dem Aufstieg in Meppen irgendwann am Montag Vormittag ins mathäser rein bin und eine Stimmung wie in Meppen kurz nach Abpfiff herrschte. Leider hab nicht mehr lang durchhalten können...

Empathiedefizit in dramatischem Ausmaß

Himbeer-Doni, Wednesday, 08.11.2017, 17:21 (vor 3104 Tagen) @ Weil ich es bin

So? Jetzt auf einmal...
Gut, die SPD ist ja erst seit kurzem in der Stadtregierung. Sie waren ja nicht schuld das es am HBF erst so weit kommen musste.


Ohne Empathie wird miteinander unmöglich.

http://www.tagesspiegel.de/politik/egoismus-in-der-gesellschaft-lassen-sie-mich-durch-weil-ich-es-bin/20553478.html

Fechheit !
Was hat dieser unverschämte Link mit meinem Post zu tun ? Entschuldige dich gefälligst!
Sauerei !!

Darf man die Münchner SPD loben?

hjs unbeirrbar, Wednesday, 08.11.2017, 17:45 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Ich reagier auch auf solche Lockungen nicht. Pech gehabt.

Als jemand, der gleich am Bahnhof arbeitet, find ich die Vorschläge zum großen Teil nachvollziehbar. Wobei bei mir auf der Nordseite nur manchmal eine Alkohlleiche vor der Apotheke rumliegt, aber seit wir den Zaun (leider und gottseidank) haben, nicht mehr bei uns vor der Schultür. Die Giftler im Bota sind auch weitgehend weg, auch aufgrund Unterholzausdünnung und massiver Präsenz Ziviler (da wird ab und zu auch mal einer unserer unvorsichtigen Oberstufenstüfler auf Cannabis gefilzt, gelegentlich auch erfolgreich), da sind nur noch die wenigen Alkis mit Ortskenntnissen, aber die tun niemand was.

Darf man die Münchner SPD loben?

laimerloewe (c), Wednesday, 08.11.2017, 19:19 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Ich bin zugegebener Maßen selten am Hbf und kann mich daher über die Zustände dort gar nicht austauschen.

Was ich allerdings deutlich alarmierender finde, sind die Kommentare unter dem Artikel. Da möchte ich lieber einen Tag in einer nach pisse stinkenden unausgeleuchteten Ecke am Hbf. verbringen als einem der meisten kommentarschreiber persönlich zu begegnen. Was in dieser Gesellschaft mittlerweile alles an geistigem dünnschiss von sich gegeben werden darf, ist wirklich beängstigend. offenbar scheinen die kommentarschreiber überproportional im Internet vertreten zu sein. Ansonsten müsste die afd noch stärker sein...

O tempora o mores

Darf man die Münchner SPD loben?

grasober, Thursday, 09.11.2017, 09:38 (vor 3103 Tagen) @ laimerloewe (c)

Der Kommentar-Bereich bei der AZ ist leider sowas wie das inoffizielle AfD/Pegida Forum in München. Das ist echt furchtbar was da regelmäßig zu lesen ist.

Darf man die Münchner SPD loben?

tomtom, Thursday, 09.11.2017, 09:45 (vor 3103 Tagen) @ grasober

Ich vermag das nicht zu beurteilen, da ich die Seite nur noch selten besuche, aber allein der gestrige Blick in die Kommentare zeigte mir, dass diese Aussage wohl nicht ganz falsch ist. Hauptsache die Klickzahlen stimmen. )-:

Der Kommentar-Bereich bei der AZ ist leider sowas wie das inoffizielle AfD/Pegida Forum in München. Das ist echt furchtbar was da regelmäßig zu lesen ist.

Vielleicht noch eine sachliche Ergänzung

hjs sachlich, Wednesday, 08.11.2017, 23:31 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Das vor allem in die Richtung "Warum habt ihr bisher nichts gemacht" und "Früher wärn die in Mathäser gangen".

Es ändern sich manchmal auch die Umstände. Und zwar durch Entscheidungen, die nicht in München gefällt werden. Am Hauptbahnhof ist es sicher seit rund fünf Jahren anders geworden. Säufer gab es schon immer. Aber in den letzten Jahren sind hier zwei neue Personengruppen hinzugekommen. Das Eine sind die Bulgaren und Rumänen, die ja nun auch die EU-Freizuügigkeit wahrnehmen dürfen. Die meisten von denen arbeiten schön brav in München, manche am Arbeitsstrich südlich des Hbf, andere in normaleren Arbeitsverhältnissen, wohnen weniger schön oder im Sommer auch draußen und schicken das Geld nach Hause. Eine Minderheit bettelt Und eine andere Minderheit zieht es aus Langeweile, Mangel an Selbstdisziplin oder halt auch Alkoholismus vor, das Geld in Alkoholika anzulegen und diese am Hauptbahnhof zu konsumieren.

Die andere Gruppe, für die zum großen Teil Ähnliches gilt, sind aus Afrika Geflüchtete, wenn sie hier eine Anerkennung haben, zum Teil auch schon davor auf illegaler Basis (davor dürfen sie ja z.B kaum arbeiten und haben deshalb auch kaum Geld).

Für beide Gruppen gilt: Zum Mathäser wären die trotzdem nicht rein gegangen, weil das Bier beim Lidl immer noch billiger ist.

Vielleicht noch eine sachliche Ergänzung

BlueMagic, Thursday, 09.11.2017, 08:57 (vor 3103 Tagen) @ hjs sachlich

Die zusammen geschütteten Noagerl derjenigen, die sich wenigstens noch ihr Stehbier leisten konnten, haben früher gar nichts gekostet. Stimmt aber, dass die Aldis und Lidls damals noch nicht so präsent waren. Glaube aber schon, dass diese neu hinzugekommenen Gruppen schon irgendwie auch in dieses spezielle Bahnhofs-/Mathäsermillieu gepasst hätten und eine "Integration" irgendwie möglich gewesen wäre. Nachdem der Zug dort aber ja eher in Richtung Sofitel und Le Meridien geht, ist eine Einrichtung für diese Menschen schon sehr sinnvoll. Hoffentlich kann es (Raumfrage) und wird es auch gut und für die Klientel attraktiv umgesetzt. Das kann schon zu einer massiven Entspannung des subjektiven Sicherheitsempfindens dort beitragen.
Was ich ja schon gut finde ist, dass die großen hochpreisigen Hotels dort nicht wirklich in das südliche Bahnhofsviertel ausgestrahlt haben. Hatte ja vor zehn Jahren befürchtet, dass diese Gegend so langsam auch luxussaniert wird. Es ist aber immer noch diese typische Bahnhofsviertelmischung aus zwielichtigen Bars, kleinen Elektro- und Ramschläden, türkischen Supermärkten, kleinen (Stunden-)Hotels und für Münchner Verhältnisse einfachem und günstigem Wohnraum.

Vielleicht noch eine sachliche Ergänzung

tomtom, Thursday, 09.11.2017, 09:29 (vor 3103 Tagen) @ BlueMagic

Ich habe letztes Jahr an einer Führung des Magazins "BISS" (BISS steht für Bürger in sozialen Schwierigkeiten) teilgenommen, diese führte ins Bahnhofsviertel: Stationen waren dabei u.a. die Bahnhofsmission und das Kloster St. Bonifaz - da wurde mir noch mal deutlich, wie schwierig vieles in diesem Milieu ist. Ich kann diese Stadtführungen sehr empfehlen, ich habe an allen drei Angeboten teilgenommen.

Die zusammen geschütteten Noagerl derjenigen, die sich wenigstens noch ihr Stehbier leisten konnten, haben früher gar nichts gekostet. Stimmt aber, dass die Aldis und Lidls damals noch nicht so präsent waren. Glaube aber schon, dass diese neu hinzugekommenen Gruppen schon irgendwie auch in dieses spezielle Bahnhofs-/Mathäsermillieu gepasst hätten und eine "Integration" irgendwie möglich gewesen wäre. Nachdem der Zug dort aber ja eher in Richtung Sofitel und Le Meridien geht, ist eine Einrichtung für diese Menschen schon sehr sinnvoll. Hoffentlich kann es (Raumfrage) und wird es auch gut und für die Klientel attraktiv umgesetzt. Das kann schon zu einer massiven Entspannung des subjektiven Sicherheitsempfindens dort beitragen.
Was ich ja schon gut finde ist, dass die großen hochpreisigen Hotels dort nicht wirklich in das südliche Bahnhofsviertel ausgestrahlt haben. Hatte ja vor zehn Jahren befürchtet, dass diese Gegend so langsam auch luxussaniert wird. Es ist aber immer noch diese typische Bahnhofsviertelmischung aus zwielichtigen Bars, kleinen Elektro- und Ramschläden, türkischen Supermärkten, kleinen (Stunden-)Hotels und für Münchner Verhältnisse einfachem und günstigem Wohnraum.

Darf man die Münchner SPD loben?

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Thursday, 09.11.2017, 01:13 (vor 3104 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Die Ideen der SPD sind wirklich gut. Ich hoffe, dass andere Fraktionen diese mit unterstützen. Persönlich schlage ich jedoch, angegliedert an die Trinkerstube, auch noch eine Fixerstube vor. Auch die Drogenjunkies müssen ja irgendwo unterkommen, nicht nur die Alkoholiker.

Die schwarzen Vorschläge waren echt unter aller Sau. Die CSU ist wirklich die allerletzte Partei, die ich in München wählen würde (Extremisten und Populisten wie NDP, DKP, AfD usw. mal bewusst ausgeklammert). Wie die Umfrage des Brunnenmillers zeigt, ist sie ja auch mit Abstand die Partei, die am meisten gegen ein umgebautes Sechzgerstadion ist.

Darf man die Münchner SPD loben?

HHeinz @, München, Thursday, 09.11.2017, 11:04 (vor 3103 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Ich würde die SPD lieber für Taten als für Worte loben aber natürlich ist das ein durchaus überzeugendes Konzept.

Nochmal Hbf München - wie schlimm ist es denn nun wirklich ?

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Friday, 10.11.2017, 01:05 (vor 3103 Tagen) @ Lüngerl versteht Bahnhof

Wie schlimm ist es denn überhaupt in München am Bahnhof? Bin ja nicht oft da und wenn, dann nur sehr kurz. Da ist mir so direkt aber letztens nichts Schlimmes ins Auge gestochen und unsicher fühle ich mich als Löwenfan, auch nachts, dort nicht. Was unschöne Bilder angeht, die sieht man eher in Frankfurt.

Ist halt auch immer selektive und subjektive Wahrnehmung. Aber generell haben meiner Erfahrung nach vor allem DIE Leute ein schlechtes Bild der Bahnhofsgegend, die sich am Wenigsten dort aufhalten.

Nehmen wir mal Luxemburg-Stadt. Ich arbeite seit Jahren im Herzen der Joseph-Junck-Straße. Mir gefällt es dort und überhaupt im Bahnhofsviertel sehr gut. Da gibt es neben anderen Cafés ein Bistro mit sympathischen rumänischen Bedienungen, wo ich Fußball kucken oder in der Mittagsstunde auch Kaffee trinken kann, einen leckeren Dönerladen, mit dessen Besitzer ich mich auch schon mal über Politik (Erdogan usw.) unterhalte, einen Nachtclub mit osteuropäischen, auch hauptsächlich rumänischen Mädels, mit denen ich an gewissen Abenden Schampus trinke, einem ehemaligen Nationaltorhüter als Stammgast und einem relativ coolen Türsteher, der nebenbei auch als Maskottchen bei Fola Esch arbeitet, mein Friseur ist um die Ecke, es gibt auch einige vernünftige Restaurants, ein Laden mit netter Jukebox usw.

Wenn man aber Leuten sagt, sie sollten abends dort mal vorbeikommen und die sich selten bis nie in diesen Straßen aufhalten, hört man Dinge wie „In diese asoziale kriminelle Gegend ?!“ Diese Leute kennen halt nur die reisserischen Dossiers in den Zeitungen. So wie dieses hier.

Zugegebenermaßen war es eine Zeitlang nicht so lustig. Man konnte morgens nicht auf die Arbeit gehen ohne an zig nervigen Drogendealern vorbei zu laufen, aber nach dem Ausheben der dafür verantwortlichen Bande ist das vorbei. Es gibt halt noch ab und zu Schlägereien, die Polizei muss Präsenz zeigen, aber ich fühle mich da wohl.

Alles halb so wild. Vermutlich ist es in München prinzipiell nicht anders, nur halt logischerweise ein paar Nummern grösser.

Nochmal Hbf München - wie schlimm ist es denn nun wirklich ?

nordkurvenasso, Friday, 10.11.2017, 11:21 (vor 3102 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !
bearbeitet von nordkurvenasso, Friday, 10.11.2017, 11:30

Wie schlimm ist es denn überhaupt in München am Bahnhof? Bin ja nicht oft da und wenn, dann nur sehr kurz. Da ist mir so direkt aber letztens nichts Schlimmes ins Auge gestochen und unsicher fühle ich mich als Löwenfan, auch nachts, dort nicht. Was unschöne Bilder angeht, die sieht man eher in Frankfurt.

Ist halt auch immer selektive und subjektive Wahrnehmung. Aber generell haben meiner Erfahrung nach vor allem DIE Leute ein schlechtes Bild der Bahnhofsgegend, die sich am Wenigsten dort aufhalten.

Nehmen wir mal Luxemburg-Stadt. Ich arbeite seit Jahren im Herzen der Joseph-Junck-Straße. Mir gefällt es dort und überhaupt im Bahnhofsviertel sehr gut. Da gibt es neben anderen Cafés ein Bistro mit sympathischen rumänischen Bedienungen, wo ich Fußball kucken oder in der Mittagsstunde auch Kaffee trinken kann, einen leckeren Dönerladen, mit dessen Besitzer ich mich auch schon mal über Politik (Erdogan usw.) unterhalte, einen Nachtclub mit osteuropäischen, auch hauptsächlich rumänischen Mädels, mit denen ich an gewissen Abenden Schampus trinke, einem ehemaligen Nationaltorhüter als Stammgast und einem relativ coolen Türsteher, der nebenbei auch als Maskottchen bei Fola Esch arbeitet, mein Friseur ist um die Ecke, es gibt auch einige vernünftige Restaurants, ein Laden mit netter Jukebox usw.

Wenn man aber Leuten sagt, sie sollten abends dort mal vorbeikommen und die sich selten bis nie in diesen Straßen aufhalten, hört man Dinge wie „In diese asoziale kriminelle Gegend ?!“ Diese Leute kennen halt nur die reisserischen Dossiers in den Zeitungen. So wie dieses hier.

Zugegebenermaßen war es eine Zeitlang nicht so lustig. Man konnte morgens nicht auf die Arbeit gehen ohne an zig nervigen Drogendealern vorbei zu laufen, aber nach dem Ausheben der dafür verantwortlichen Bande ist das vorbei. Es gibt halt noch ab und zu Schlägereien, die Polizei muss Präsenz zeigen, aber ich fühle mich da wohl.

Alles halb so wild. Vermutlich ist es in München prinzipiell nicht anders, nur halt logischerweise ein paar Nummern grösser.

Lieber Schwammerl als Lux
Möchte mit dir nicht tauschen - die Gefah , dort Jean asselborn leibhaftig zu begegnen ist mir einfach zu hoch

Nochmal Hbf München - wie schlimm ist es denn nun wirklich ?

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Friday, 10.11.2017, 20:10 (vor 3102 Tagen) @ nordkurvenasso

Lieber Schwammerl als Lux

Schwammerl liebe ich. Vor allem in Kombination mit Nudeln ;-)

Möchte mit dir nicht tauschen - die Gefahr, dort Jean Asselborn leibhaftig zu begegnen ist mir einfach zu hoch

Jaja, der Quasselborn … glaub mir, hab mich schon verdammt oft über den lieber Herrn Aussenminister geärgert, weil er und ich nun nicht gerade selten diametral anderer Meinung sind.

Besonders wenn es um den Nahen Osten geht, ist der Typ m.E. sowas von naiv und ignorant. Einmal hat er sogar von „moderaten Taliban“ gesprochen. Unglaublich!

In einem von Henryk Broders Büchern kriegt der Typ auch völlig zurecht richtig Keile, das ging mir runter wie vollmalziges Bier ;-)

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