Der von mir an sich geschätzte Thomas Kistner irrt (Forum)
meiner Meinung nach, wenn er in seinem Kommentar moniert: "Verbände wie der deutsche ermöglichen ein System, das sie in Fensterreden ständig geißeln."
Der DFB ist fester Teil dieses Systems. Ihn auf eine Rolle als stiller Ermöglicher oder Steigbügelhalter zu reduzieren, entspricht nicht seiner tatsächlichen Bedeutung. Der DFB hat nicht versagt, sondern seine Interessen gewahrt.
http://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-der-dfb-hat-versagt-1.3501608
Sehe ich genauso.
Eine anständige Haltung zu diesen Problemen steht halt den Interessen der DFL und des DFB entgegen. So hat Grindel natürlich im Sinne seines Verbandes richtig gehandelt. Zumindest wird das Teil der Argumentation sein.(auch im Löwenverein wurde und wird leider öfter so argumentiert. ) Und diejenigen, denen wichtig ist, dass der Circus Maximus so weiter geht wie bisher werden ihm dafür auch applaudieren.
In diesem Sinne geht der Kommentar von Thomas Kistner zwar nicht weit genug. Die richtige Richtung kann man ihm aber nicht absprechen. Ob die richtige Richtung immer ausreicht mag dagegen wieder dahingestellt sein.
