Hilferuf - Gibt’s hier Väter von fußballspielenden Kindern? (Forum)
Ois a Kaas. Beim Heimatverein bleiben bis mindestens zur U12. Wenn er dann noch so ein Riese ist, wird er eh kontaktiert. In den "Großvereinen" wird primär verheizt, zumal die Jugendabteilungen zumindest bei Rot und nun auch bei Blau im Grunde nur Marketingaktionen darstellen. Ich fürchte mit der Durchlässigkeit in den Profibereich ist es jetzt auch bei Sechzig vorbei. So gesehen: Abwarten und Tee trinken. Lass dem Buam sei Freid mit seine Spezln. Druck und überzogene Anforderungen erlebt er früh genug in anderen Bereichen.
Ich verstehe dich völlig und du hast natürlich im Prinzip recht. Allerdings weiß ich aus meiner Erfahrung: Ein 12-13-Jähriger, der in seinem Heimatverein nie eine vernünftige fußballerische Grundlagenschulung erhielt, muss diese später Schritt für Schritt nachholen, wenn er in den Leistungsfußball wechseln will. Das kann auch steinig werden. Das Klavierspielen haben die wenigsten erfolgreichen Pianisten mit 13 begonnen. Ausbildung für die Spitze ist immer entbehrungsreich. Egal ob du zum Ballett willst, Geige spielst oder Fußballer werden möchtest.
Musizieren, Tanzen oder Fußballspielen sind wunderschöne Hobbys. Für die meisten Menschen genügt das. Jedes Kind, das das Zeug dazu und Lust drauf hat, sein vermutetes Talen auf höherem Niveau auszuprobieren, sollte das tun können. Wichtig ist, dass immer Alternativen zur Verfügung stehen und kein absurder Leistungsdruck besteht.
Dass in den "Großvereinen" primär verheizt würde, stimmt übrigens nicht. Wer die Erfahrung machen durfte dort zu spielen und dann zu seinem Heimatverein zurückkehrt, wurde nicht verheizt. Außer daheim würde ihm suggeriert, er wäre ein Gescheiterter. Das wäre dann sehr dumm.
