Darum wird wohl bei einer Abstimmung auf der nächsten MV ein Ergebnis von mindestens 70% für den Verkauf an den guten Onkel Hasan das traurige Ergebnis sein.
Was spricht dagegen Anteile zu verkaufen wenn der Preis stimmt? Die Wahrscheinlichkeit, dass der e.V. die schon verkauften Anteile zurück kaufen kann, ist ja sehr gering. Daher, warum nicht weitere Anteile, endlich mal gegen Geld für den e.V. verkaufen und nicht nur durch Neuausgabe von Anteilen zur Begleichung von Schulden der KgaA "verwässern".
Nachdem meiner Meinung nach schon beim ersten Verkauf der Preis nicht "gestimmt" hat würde es mich wundern wenn das jetzt anders wäre. Auf Transfermarkt.de habe ich den Wert der KGaA mal auf einen halben HSV taxiert. Das wären, nachdem die sich mit 300 Mio. Euro bewerten, ein Betrag von 150 Mio. Euro. Billig wären dann die 40% nicht.
Gegenfrage: Was würde denn der Verein mit dem Geld überhaupt anfangen wollen? Oder provokant formuliert. Ich habe gar nicht den Eindruck dass es dem e.V. vorrangig an Geld mangelt, außer es wäre eine wirklich extrem hohe Summe.
Gibt man mit dem Verkauf von Anteilen nicht auch Möglichkeiten der Einflussnahme aus der Hand?
Warum will Hasan Ismaik überhaupt weitere Anteile (offiziell ist das ja noch nicht)?
Momentan müsste man von Hasan Ismaik 11% der Anteile zurückkaufen um wieder eine einfache Mehrheit zu erlangen. Mit jedem Verkauf wird das schwieriger. Kann man als unrealistisch abtun aber es sind ja Verein und Investor selbst die immer wieder ominöse Angebote in den Raum stellen. Da werden Summen von um die 40 Mio. Euro genannt und diese Summe hat sich seit 2011 signifikant erhöht (das erste Angebot war angeblich noch 7-stellig). Keine schlechte Wertsteigerung wie ich finde.
Welche Möglichkeiten hat der e.V. sicherzustellen dass bestimmte Mitgliederprivilegien wie Nachlässe beim Kartenverkauf und bei den Fanartikeln dann auch zukünftig erhalten bleiben?
Welche Laufzeit hat überhaupt der Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KGaA und kann dieser einseitig gekündigt werden?
Der e.V. unterstützt derzeit massiv die Geldverbrennerei in der KGaA. Dadurch steigt automatisch der Kapitalbedarf. Der e.V. schafft sozusagen eine Ausgangslage bei der ein Anteilsverkauf quasi irgendwann unvermeidlich wird. Die Motive dafür bleiben vage (wenn man mal von bösartigen Unterstellungen absieht).
War es nicht Herr Ismaik selbst der gesagt hat dass man das was man liebt nicht einfach verkauft?
Außerdem messe ich Hasan Ismaik an seinen Worten. Er hat mehrfach betont dass die KGaA so aufgestellt werden soll dass sie nicht mehr auf dauerhafte Zahlungen angewiesen ist. Ich glaube dem Herrn Ismaik natürlich denn er ist ja ein erfolgreicher Geschäftsmann.
Der TSV 1860 München e.V. und der Profi Fußball lassen sich meiner Meinung nach nicht mehr sinnvoll trennen. Dafür hat der e.V. dem Profi Fußball zu viel geopfert.
PS: Ich weiss, ich bin gar nicht die Friedhofstribüne