McDonald's geht von Luxemburg nach London – Boykott jetzt! (Forum)

Ronald, Friday, 09.12.2016, 10:05 (vor 3422 Tagen)

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nach-steuerermittlungen-mcdonalds-geht-von-luxemburg-nach-london-1.3287110

Nach der Einleitung von Steuerermittlungen in der EU verlegt McDonald's seine internationale Zentrale von Luxemburg nach Großbritannien. Die US-Fast-Food-Kette teilte mit, in Großbritannien werde eine neue Holding gegründet, in der die meisten Lizenzgebühren von Geschäften außerhalb der USA eingehen würden.

Es kann nicht sein, dass in Europa die Steuerlast durch Mittelständler, Handwerker und Kleingewerbetreibende getragen wird, während internationale Großkonzerne wie McDonald's "steueroptimierende" Maßnahmen treffen, nichts bezahlen und sich ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl entziehen.

Verbraucher-Boykott für McDonald's jezt!

McDonald's geht von Luxemburg nach London – Boykott jetzt!

Ronald, Friday, 09.12.2016, 10:20 (vor 3422 Tagen) @ Theo West

In Luxemburg werden sie ja auch nicht übermäßig Steuern gezahlt haben. Ist eh alles eine Verarsche mit den Steuerparadiesen.
Empfehle dieses Buch:
https://www.amazon.de/Schatzinseln-Wie-Steueroasen-Demokratie-untergraben/dp/3858694606

In Luxemburg sollten Ermittlungen gegen McDonald's laufen, weshalb sie nach London fliehen.

Deshalb: Verbraucher-Boykott für McDonald's jezt!

McDonald's geht von Luxemburg nach London – Boykott jetzt!

my realo mind, Friday, 09.12.2016, 10:26 (vor 3422 Tagen) @ Ronald

Bei McD, Burger King Starbucks und Konsorten fällt mir der Boycott leicht. Da gehe ich eh nicht hin weil ich versuche, meinem Körper nicht mehr Dreck zuzuführen als mit normalem Aufwand vermeidbar.

Bei anderen Steuerschwindlern wie Amazon, IKEA, Apple usw. ist das schon schwieriger. Die Verantwortung dafür auf den Konsumenten abzuwälzen ist unredlich. Das muss die Politik in Griff kriegen.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nach-steuerermittlungen-mcdonalds-geht-von-luxemburg-nach-london-1.3287110

Nach der Einleitung von Steuerermittlungen in der EU verlegt McDonald's seine internationale Zentrale von Luxemburg nach Großbritannien. Die US-Fast-Food-Kette teilte mit, in Großbritannien werde eine neue Holding gegründet, in der die meisten Lizenzgebühren von Geschäften außerhalb der USA eingehen würden.

Es kann nicht sein, dass in Europa die Steuerlast durch Mittelständler, Handwerker und Kleingewerbetreibende getragen wird, während internationale Großkonzerne wie McDonald's "steueroptimierende" Maßnahmen treffen, nichts bezahlen und sich ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl entziehen.

Verbraucher-Boykott für McDonald's jezt!

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Ronald, Friday, 09.12.2016, 11:43 (vor 3422 Tagen) @ my realo mind

Bei McD, Burger King Starbucks und Konsorten fällt mir der Boycott leicht. Da gehe ich eh nicht hin weil ich versuche, meinem Körper nicht mehr Dreck zuzuführen als mit normalem Aufwand vermeidbar.

Bei anderen Steuerschwindlern wie Amazon, IKEA, Apple usw. ist das schon schwieriger. Die Verantwortung dafür auf den Konsumenten abzuwälzen ist unredlich. Das muss die Politik in Griff kriegen.

Das ist richtig. Nur wer ist "die Politik"? Gelöst werden muss das Problem in internationalen Abkommen, die Regierungen treffen müssen. Völlig klar. Bis dahin aber schon mal Saugrattlern und Schmarotzern am Gemeinwesen wie McD eine Kampagne bescheren, die für ordentlich Umsatzeinbußen sorgt, ist sicher nicht verkehrt.

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BlueMagic, Friday, 09.12.2016, 13:02 (vor 3422 Tagen) @ my realo mind

Aber Dreck da lassen kann man ihnen.

Ich nutze immer vor meinen Touren, die am Stachus beginnen, die Toilette des Hauses. Nachdem die nette schwarze Frau am Eingang immer so freundlich "Servus Schatzi!" sagt, bekommt sie von mir auch immer ein angemessenes Trinkgeld. Wobei ich dabei davon ausgehe, dass sie vom Restaurantbetreiber zumindest im Rahmen des Mindestlohns vergütet wird und sie meinen Obulus steuerfrei behalten darf.

Den Boykott werde ich in Zukunft auch auf den Kaffee des Unternehmens ausdehnen. Wobei es nicht einfach werden wird am Stachus einen qualitativ vergleichbaren Kaffee im Schnellverfahren kurz vor der Führung zu bekommen.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp.

Kaffee-Tip hast schon gekriegt. Pinkel-Tip: Ans Fenster!

Celtic, Friday, 09.12.2016, 20:52 (vor 3422 Tagen) @ BlueMagic

A Zeitlang gehts schon...

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HHeinz @, München, Friday, 09.12.2016, 10:49 (vor 3422 Tagen) @ Ronald

Fast jeder große Konzern der über die nationalen Grenzen hinweg Handel betreibt "optimiert" seine Steuerlast.
Vermutlich kann zumindest jede AG sogar auf den Zwang verweisen dass sie in allererster Linie erstmal dem (finanziellen) Wohl ihrer Aktionäre verpflichtet ist d.h. Steuervermeidung ist in deren DNA fest verankert.

Das Problem ist für mich nicht Mc Donalds sondern dass die Politik bisher kein ehrliches Interesse zeigt dieses Problem zu lösen (weder lokal noch global). Wenn der NRW Finanzminister, welchem ich zumindest die Bemühungen nicht ansprechen möchte, Vorschläge in dieser Richtung macht wird er regelmäßig weggebügelt.

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Schindluder, Friday, 09.12.2016, 11:00 (vor 3422 Tagen) @ HHeinz
bearbeitet von Schindluder, Friday, 09.12.2016, 11:36

Das Problem wird die Politik nicht lösen, da wir auch diesbezüglich bereits in einem postdemokratischem Zustand leben. Das Primat der Politik über die Wirtschaft ist nicht mehr vorhanden. Daher hilft nur ein Boykott und nicht das Hoffen auf bessere politische Zeiten

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my business mind, Friday, 09.12.2016, 13:12 (vor 3422 Tagen) @ Schindluder

Ist es schon wieder so weit?

Primat der Politik über die Wirtschaft = Planwirtschaft

Was die Politik leisten soll ist für Rechtssicherheit zu sorgen und stabile und vorhersehbare Rahmenbedingungen zu schaffen damit die Menschen und Unternehmen wirtschaften können.

Nicht weniger, aber bitte auch nicht mehr. Wohin das "Mehr" führt wissen wir zur Genüge: Mangelwirtschaft, Kapital- und Warenverkehrskontrollen, Zölle, Umweltzerstörung und Beschränkung der Reise- und Niederlassungsfreiheit.

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Schindluder, Friday, 09.12.2016, 14:03 (vor 3422 Tagen) @ my business mind

Riesenbullshit auf den ich jetzt nicht näher eingehe, der aber nicht völlig unwidersprochen bleiben soll.
Funtkioniert ja auch tadellos dein System wie man schön an diesem Beispiel sehen kann.
Die Diagnose eines postdemokratischen Zustandes wird von der Wissenschaft ganz überwiegend geteilt. (z.b. Crouch)

Schon mal drüber nachgedacht, dass man in Zeiten des Internets und der KIs evtl besser planen könnte als zu Zeiten von Lochkartenmaschinen und dass eine solche Wirtschaft keineswegs zentral gelenkt werden müsste und natürlich auch (Basis) Demokratisch organisiert werden könnte....wohl kaum da kommt gleich der "Willst zurück in die DDR Reflex"

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my business mind, Friday, 09.12.2016, 16:04 (vor 3422 Tagen) @ Schindluder

Riesenbullshit aha.

Die Realität sieht nun einmal so aus, dass der enorme Zuwachs an Wohlstand und Lebenserwartung in den letzten Jahrhunderten weitgehend auf die Marktwirtschaft zurückzuführen ist.

Der arbeitsteilige Kapitalismus hat den Feudalismus beendet und Klassen- und Standesschranken beseitigt. Bürgerliche Grundrechte sind durch ihn überhaupt erst möglich geworden.

Wo sich die Marktwirtschaft durchsetzt, folgen irgendwann Demokratie und Rechtsstaat. Das ist mE ein zwingender Zusammenhang. Ein Großteil der Menschheit genießt dadurch bessere und leichtere Arbeit, mehr Ausbildung, Freizeit und Ruhestand im Alter in einem Umfang der noch vor 100 Jahren undenkbar war.

Mit dem Sozialismus verhält es sich genau umgekehrt. Wo immer er sich in der Vergangenheit durchsetzte - und in der Regel mit vorgehaltener Waffe und nicht freiwillig - ob in seiner reinen oder "nationalen" Form ist es ausnahmslos in den Graben gegangen. Am Ende liegt alles am Boden, die Wirtschaft, die Kultur, die Umwelt.

Darauf kann ich verzichten. Da nehme ich lieber die Schwächen der Marktwirtschaft in Kauf. Die ist nämlich reformierbar.

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HHeinz @, München, Saturday, 10.12.2016, 16:33 (vor 3421 Tagen) @ my business mind

Riesenbullshit aha.

Die Realität sieht nun einmal so aus, dass der enorme Zuwachs an Wohlstand und Lebenserwartung in den letzten Jahrhunderten weitgehend auf die Marktwirtschaft zurückzuführen ist.

Nur mal so. Zumindest die Lebenserwartung in Kuba (wenn auch nicht das Wirtschaftswachstum) ist höher als in Staaten wie Saudi-Arabien oder der Slowakei und wer weiß wo diese liegen würde wenn der Staat nicht seit etlichen Jahrzehnten einem Wirtschaftsembargo unterliegen würde. Damit will ich aber das Regime in Kuba gar nicht gut heißen.

Die höchste Lebenserwartung hat man aber in der Tat in Monaco.
Vermutlich nicht weil dort die Luft so sauber ist, sondern einfach weil man sich mit viel Geld einfach auch mehr Gesundheit kaufen kann und dort wenig arme Menschen leben. Das Modell in Monaco skaliert aber nicht sonderlich gut.

Aber ein Fürstentum Deutschland mit Ernst August von Hannover an der Spitze hätte auch etwas.

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my realo mind, Saturday, 10.12.2016, 18:14 (vor 3421 Tagen) @ HHeinz

Ich glaube du weißt worum es geht. Man kann immer ein Gegenbeispiel finden. Der Befund bleibt der Gleiche. Allen Schwächen zum Trotz die ich nicht abstreiten will, gibt es keine zweite Wirtschfts- und Gesellschaftsform die mehr für den Wohlstand, Freiheit und Demokratie bewirkt hat. Cuba hat ein tolles Gesundheitswesen. Sonst ist es ein Armenhaus. Ein pittoreskes und liebenswertes, aber ein Armenhaus c

Kuba - Gesundheitswesen

Herbert, Sunday, 11.12.2016, 13:18 (vor 3420 Tagen) @ my realo mind

Cuba hat ein tolles Gesundheitswesen. Sonst ist es ein Armenhaus. Ein pittoreskes und liebenswertes, aber ein Armenhaus c

Und mit Demokratie incl. Reisefreiheit würde das Gesundheitssystem zusammen brechen, da die meisten Ärzte wohl lieber in anderen Ländern für mehr Geld arbeiten würden.

Kuba - Gesundheitswesen

Joerg ⌂, Sunday, 11.12.2016, 13:31 (vor 3420 Tagen) @ Herbert

Cuba hat ein tolles Gesundheitswesen. Sonst ist es ein Armenhaus. Ein pittoreskes und liebenswertes, aber ein Armenhaus c


Und mit Demokratie incl. Reisefreiheit würde das Gesundheitssystem zusammen brechen, da die meisten Ärzte wohl lieber in anderen Ländern für mehr Geld arbeiten würden.

genau, und da liegt der hase im pfeffer, die sog. reichen industrienationen haben nämlich gemerkt, dass es viel billiger ist gut ausgebildete menschen aus der sog. dritten welt hierher zu holen anstatt hier selber auszubilden ....

ein übler kreislauf, der im endeffekt zu immer mehr migration führt, das sog. übel in den herkunftsländern zu bekämpfen heisst zunacähst einmal dort keine bildungseliten abzuwerben, aber genau das geschieht...

Kuba - Gesundheitswesen

Herbert, Sunday, 11.12.2016, 21:35 (vor 3420 Tagen) @ Joerg

genau, und da liegt der hase im pfeffer, die sog. reichen industrienationen haben nämlich gemerkt, dass es viel billiger ist gut ausgebildete menschen aus der sog. dritten welt hierher zu holen anstatt hier selber auszubilden ....

Wobei gerade ein Studium im Bereich des Gesundheitswesens kein Garant mehr für "Viel Geld verdienen" ist, sondern oft mehr mit "viel Arbeit, Nachtschichten, Bereitschaftsdienst, etc." zu tun hat. Außerdem gehen z.B. die deutschen Ärzte auch sehr oft ins Ausland da bei uns die Bezahlung niedriger als dort ist.

ein übler kreislauf, der im endeffekt zu immer mehr migration führt, das sog. übel in den herkunftsländern zu bekämpfen heisst zunacähst einmal dort keine bildungseliten abzuwerben, aber genau das geschieht...

Wenn in Kuba (oder wo auch immer) gut ausgebildete, intelligente Menschen nicht genug verdienen bzw. in anderen Ländern evtl. auch nur "glauben zu wenig zu verdienen", dann kann man dafür nicht den verantwortlich machen, der "Bildungseliten" abwirbt.

Kuba - Gesundheitswesen

my AOK mind, Monday, 12.12.2016, 10:39 (vor 3419 Tagen) @ Joerg

Nachdem ich neulich das Vergnügen hatte ein paar Tage stationär in einer Klinik im Münchener Süden zu verbringen habe ich mir das auch gedacht. Auf der Infotafel der Station waren alle Krankenpfleger(innen) aufgeführt. In der Summe gut 20 Personen. Bis auf abgezählte 2 alle aus Ost- und Südosteuropa. Alle super freundlich und kompetetent. Aber ich habe mich echt gefragt, wer dann in Polen, Ungarn oder Rumänien im Krankenhaus arbeitet.

genau, und da liegt der hase im pfeffer, die sog. reichen industrienationen haben nämlich gemerkt, dass es viel billiger ist gut ausgebildete menschen aus der sog. dritten welt hierher zu holen anstatt hier selber auszubilden ....

ein übler kreislauf, der im endeffekt zu immer mehr migration führt, das sog. übel in den herkunftsländern zu bekämpfen heisst zunacähst einmal dort keine bildungseliten abzuwerben, aber genau das geschieht...

Kuba - Gesundheitswesen

Natalja, Monday, 12.12.2016, 10:58 (vor 3419 Tagen) @ my AOK mind

Nachdem ich neulich das Vergnügen hatte ein paar Tage stationär in einer Klinik im Münchener Süden zu verbringen habe ich mir das auch gedacht. Auf der Infotafel der Station waren alle Krankenpfleger(innen) aufgeführt. In der Summe gut 20 Personen. Bis auf abgezählte 2 alle aus Ost- und Südosteuropa. Alle super freundlich und kompetetent. Aber ich habe mich echt gefragt, wer dann in Polen, Ungarn oder Rumänien im Krankenhaus arbeitet.

In Polen, Ungarn oder Rumänien arbeiten wiederum Moldawierinnen und Ukrainerinnen. So funktioniert Kapitalismus. Man könnte ja auch auf die Idee kommen, die absurden Gewinne der Pharmaindustrie abzuschöpfen. Schon wäre im "Gesundheitssystem" mehr als genug Geld vorhanden, um auch Einheimische vernünftig ausbilden und bezahlen zu können. Das wird aber nie passieren.

Kuba - Gesundheitswesen

Schindluder, Monday, 12.12.2016, 11:03 (vor 3419 Tagen) @ my AOK mind

"Nachdem ich neulich das Vergnügen hatte ein paar Tage stationär in einer Klinik im Münchener Süden zu verbringen habe ich mir das auch gedacht. Auf der Infotafel der Station waren alle Krankenpfleger(innen) aufgeführt. In der Summe gut 20 Personen. Bis auf abgezählte 2 alle aus Ost- und Südosteuropa. Alle super freundlich und kompetetent. Aber ich habe mich echt gefragt, wer dann in Polen, Ungarn oder Rumänien im Krankenhaus arbeitet. "

läuft dann ja offenbar hervorangend dein System, wenn auch nur für uns, aber das reicht dem auf sich selbst bezogenen Menschen in der Regel.
Ich hab in Cuba im übrigen mit keinem einzigen Menschen gesprochen, der sich dort ein anderes System gewünscht hätte, die waren da alle sehr happy, was man von unserem Präkariat nicht unbedingt behaupten könnte. Abgehängte gibts in Cuba schonmal nicht, aber sie haben natürlich nicht so tolle I-Phones.

Kuba - Gesundheitswesen

my AOK mind, Monday, 12.12.2016, 13:07 (vor 3419 Tagen) @ Schindluder

läuft dann ja offenbar hervorangend dein System, wenn auch nur für uns, aber das reicht dem auf sich selbst bezogenen Menschen in der Regel.

Irgendwie willst du mich immer ein wengerl anschießen. Du scheinst mich ja gut zu kennen. Aber glaube mir: so ein schlechter Mensch wie Du denkst bin ich gar nicht. Und auch nicht übermässig selbstbezogen. Ich schätze nur die Freiheit und verachte jeglichen Kollektivismus und Totalitarismus. Von links und rechts.

Was an "meinem System" aber wirklich gut läuft ist, dass die Menschen aus Osteuropa (anders als zur Zeit des Eisernen Vorhangs) die Möglichkeit haben zu wählen ob sie im Ausland arbeiten wollen oder nicht. Das ist ein Stück persönliche Freiheit, das ich allen Menschen wünsche. Ist ja bald Weihnachten...

Kuba - Gesundheitswesen

Schindluder, Monday, 12.12.2016, 13:51 (vor 3419 Tagen) @ my AOK mind

"Aber glaube mir: so ein schlechter Mensch wie Du denkst bin ich gar nicht. "

nein nein, dafür halte ich dich nicht. Es ist einfach schwierig liebgewonnen Einsichten zu hinterfragen und als falsch zu erkennen. Hat bei mir auch gedauert.
Was ich halt ein wenig doof finde, dauernd mit diesen vermeindlichen Totschlagargumenten zu kommen und wenns dann konkret wird (hier in diesem Fall: Krankenversorgung im Osten bricht zusammen, weil unsere marktorientierte Pflegeindustrie diese Länder ausbluten lässt) dann mit dem nächsten Totschlagargument (die Freiheit die Freiheit) um die Ecke zu kommen. So kann sich keine sinnvole Diskussion entwickeln. Ebenso das Argument mit dem Kollektivismus. Bist du nicht der Meinung das Pendel hat in Richtung des Individualismus jetzt weit genug ausgeschlagen?

Ich habe die Buchempfehlung [image]

inzwischen durch. Kann ich dir nur nochmal ans Herz legen.

Jetzt Teil II: [image]

Kuba - Gesundheitswesen

my freedom mind, Monday, 12.12.2016, 14:43 (vor 3419 Tagen) @ Schindluder

Bist du nicht der Meinung das Pendel hat in Richtung des Individualismus jetzt weit genug ausgeschlagen?

Nein tut mir Leid, der Meinung bin ich nicht. 50% Steuern und Sozialabgaben und 50% Staatsquote sprechen Bände. Das ist für mich Sozialismus und gehört korrigiert.

Kuba - Gesundheitswesen

Schindluder, Monday, 12.12.2016, 15:20 (vor 3419 Tagen) @ my freedom mind

"Nein tut mir Leid, der Meinung bin ich nicht. 50% Steuern und Sozialabgaben und 50% Staatsquote sprechen Bände. Das ist für mich Sozialismus und gehört korrigiert."

Ok, dann lassen wir das, sonst muss ich mich noch mehr über deine völlig platten und selbstredend falschen neoliberalen Parolen aufregen.

Kuba - Gesundheitswesen

my freedom mind, Monday, 12.12.2016, 16:35 (vor 3419 Tagen) @ Schindluder

Es ist einfach schwierig liebgewonnen Einsichten zu hinterfragen und als falsch zu erkennen. Hat bei mir auch gedauert.

Ja, das hat bei mir auch gedauert. Auf Grund häuslicher Prägung (Vater strammer Sozi und Gewerkschaftler) bin ich den ersten 3 Jahrzehnten meines Lebens auch sozialromantischen Umverteilungsideologien nachgehangen. Mittlerweile bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das Quatsch ist.

Kuba - Gesundheitswesen

Heidelberg, Monday, 12.12.2016, 13:37 (vor 3419 Tagen) @ Schindluder


...
Ich hab in Cuba im übrigen mit keinem einzigen Menschen gesprochen, der sich dort ein anderes System gewünscht hätte, die waren da alle sehr happy, was man von unserem Präkariat nicht unbedingt behaupten könnte. Abgehängte gibts in Cuba schonmal nicht, aber sie haben natürlich nicht so tolle I-Phones.


Das kann ich so nicht bestätigen. War im Mai dort und gerade bei den unter 30-35-Jährigen ist der Wunsch nach Veränderung absolut zu spüren. Diese Perspektivlosigkeit der jungen Menschen war das, was uns doch sehr bedrückt hat, auch wenn es ihnen auf den ersten Blick nicht so arg schlecht geht. Wir, die wir immer und überall hinfahren können, wie wir gerade Bock drauf haben, reden uns halt auch leicht.

Wenn mir dann einer erzählt, der ein Chemie-Studium mit Bravour durchgezogen hat, dann ein paar Jahre in dem Job gearbeitet hat (Bezahlung durch den Staat umgerechnet ca. 25 €/Monat) und dann einfach feststellen muss, dass er als Taxifahrer das Gleiche an 1-2 Tagen verdienen kann und nur so seine Familie durchbringen kann, dann finde ich das mehr als bedenklich und dann ist es auch nachvollziehbar, dass so einer am System zweifelt.

Kuba - Gesundheitswesen

Kraiburger, Monday, 12.12.2016, 13:57 (vor 3419 Tagen) @ Heidelberg

Kuba braucht auch keine so ein gutes Gesundheitswesen, weil sie keinen McDonalds haben!

Ausserdem wollen nach meiner Erfahrung vor Ort (März 2015) viele Leute eben KEINE Veränderung, weil sie dann arbeiten müssten.

Und dann gäbe es McDonalds!

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my business mind, Friday, 09.12.2016, 16:18 (vor 3422 Tagen) @ Schindluder
bearbeitet von my business mind, Friday, 09.12.2016, 16:25

Das lese ich ja jetzt erst:

Schon mal drüber nachgedacht, dass man in Zeiten des Internets und der KIs evtl besser planen könnte als zu Zeiten von Lochkartenmaschinen und dass eine solche Wirtschaft keineswegs zentral gelenkt werden müsste und natürlich auch (Basis) Demokratisch organisiert werden könnte....wohl kaum da kommt gleich der "Willst zurück in die DDR Reflex"

Das wäre freilich meine Traumvorstellung. Eine über Internet und KI geplante und basisdemokratisch gelenkte Wirtschaft. Am Besten organisieren wir das über eine Facebook Gruppe. Kaum was schöneres könnte ich mir vorstellen, als dass AfD Trottel, hoch motivierte Postkommunisten und sonstige Nichtsnutze die locker die Mehrheit der User ausmachen würden dann bestimmen, wer welche Bedürfnisse hat und wie die zu befriedigen sind.

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HHeinz @, München, Friday, 09.12.2016, 14:04 (vor 3422 Tagen) @ my business mind

Ist es schon wieder so weit?

Primat der Politik über die Wirtschaft = Planwirtschaft

Was die Politik leisten soll ist für Rechtssicherheit zu sorgen und stabile und vorhersehbare Rahmenbedingungen zu schaffen damit die Menschen und Unternehmen wirtschaften können.

Nicht weniger, aber bitte auch nicht mehr. Wohin das "Mehr" führt wissen wir zur Genüge: Mangelwirtschaft, Kapital- und Warenverkehrskontrollen, Zölle, Umweltzerstörung und Beschränkung der Reise- und Niederlassungsfreiheit.

Keine besonders gutes Thema für ein Forum aber ich habe andere/höhere Ansprüche an die Politik. Bei dem Thema werden wir uns auch ganz sicher nicht einig werden aber meine Vorstellungen sind eher Utopie, Deine Realität.

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my realo mind, Friday, 09.12.2016, 16:32 (vor 3422 Tagen) @ HHeinz

Utopien sind das Paradies der Linken. Eine Utopie klingt immer für den der sie hat wahnsinnig schön und erstrebenswert. Aber für die Durchsetzung einer Utopie ist es irgendwann notwendig die Querulanten und Oppositionellen zu beseitigen. Das passiert dann auch regelmässig wenn Du dir nur das 20. Jahrhundert ansiehst.
Wenn Du mich fragst: Bitte keine Utopien. Die enden meist mit einem Genozid.

Keine besonders gutes Thema für ein Forum aber ich habe andere/höhere Ansprüche an die Politik. Bei dem Thema werden wir uns auch ganz sicher nicht einig werden aber meine Vorstellungen sind eher Utopie, Deine Realität.

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HHeinz @, München, Friday, 09.12.2016, 19:18 (vor 3422 Tagen) @ my realo mind

Utopien sind das Paradies der Linken. Eine Utopie klingt immer für den der sie hat wahnsinnig schön und erstrebenswert. Aber für die Durchsetzung einer Utopie ist es irgendwann notwendig die Querulanten und Oppositionellen zu beseitigen. Das passiert dann auch regelmässig wenn Du dir nur das 20. Jahrhundert ansiehst.
Wenn Du mich fragst: Bitte keine Utopien. Die enden meist mit einem Genozid.

Mag sein aber in Deutschland musst Du Dir ehrlich gesagt wohl eher keine Sorgen machen dass linke Utopisten in absehbarer Zeit die Macht übernehmen und Genozide veranstalten.

Muss vielleicht am Löwen Gen liegen. Es gibt auch viele Arenajünger die sich einbilden der bloße Gedanke an das Grünwalder Stadion würde ausreichen um sie aus ihrer geliebten Pilgerstätte zu vertreiben.

In Griechenland regieren schon angebliche Kommunisten und wenn ich mir die dortige Politik anschaue dann erscheinen mir Deine Ängste vollkommen unbegründet.

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my reale mind, Friday, 09.12.2016, 21:28 (vor 3422 Tagen) @ HHeinz

Mag sein aber in Deutschland musst Du Dir ehrlich gesagt wohl eher keine Sorgen machen dass linke Utopisten in absehbarer Zeit die Macht übernehmen und Genozide veranstalten.

Es gibt bekanntlich auch rechte Utopisten. Und die haben für die Durchsetzung ihrer Utopie schon einen Genozid veranstaltet. In Deutschland. Und die linken Utopisten im Osten haben die Querulanten auch unterdrückt und weggesperrt und etliche auch ermordet.

Mir sind Utopisten jeglicher Couleur suspekt.

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Schindluder, Monday, 12.12.2016, 15:25 (vor 3419 Tagen) @ my reale mind

"Mir sind Utopisten jeglicher Couleur suspekt."

wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen gell?
Mir sind Leute suspekt die selbst jetzt den Ernst der Lage nicht verstehen und weiter dieses menschenverachtende und kannibalisitische System verteidigen.

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laimerloewe (c), Friday, 09.12.2016, 11:22 (vor 3422 Tagen) @ HHeinz

so sehe ich das auch. und auch das Geheule von spiegel, sz und co wg. ihrer sogenannten "football-leaks" ist genau das selbe. die spieler oder besser gesagt ihre Berater nutzen das bestehende System bis an die grenzen aus. das mag moralisch verwerflich sein, ist aber legal.

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Karriereberater, Friday, 09.12.2016, 14:19 (vor 3422 Tagen) @ HHeinz

Das Problem ist für mich nicht Mc Donalds sondern dass die Politik bisher kein ehrliches Interesse zeigt dieses Problem zu lösen (weder lokal noch global).

Das wär ja noch schöner. Erst Steine in den Weg legen und dann gut dotierte Jobs nach der Politkarriere haben wollen. So funktioniert nicht!

und dahinter wiederum steckt

hjs relativ zustimmend, Saturday, 10.12.2016, 13:00 (vor 3421 Tagen) @ HHeinz

Der Egoismus der Gesellschaft. Denn jedes Steuerschlupfloch eines Landes, das Politiker einrichten, zeugt von der Mentalität: "Wir profitieren, die andern sind uns scheißegal." Und dafür werden Politiker leider - derzeit - gewählt.
So ist das z.B. auch in Irland mit der Besteuerung von Apple.

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Lider Weisswuaschd, Friday, 09.12.2016, 12:10 (vor 3422 Tagen) @ Ronald

Der Hauptgrund, nicht zu McDonalds zu gehen: Der Fraß ist einfach ungenießbar.
Mir nach wie vor ein Rätsel wie man freiwillig dort Geld lassen kann.

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BlueMagic, Friday, 09.12.2016, 13:06 (vor 3422 Tagen) @ Lider Weisswuaschd

Stimme ich was den Fraß betrifft uneingeschränkt zu.
Der Kaffee ist aber für "auf die Schnelle" durchaus genießbar.

Den Verlust meiner 5 € Kaffeeumsatz im Monat werden die zwar nicht wirklich merken. Aber in der Masse hilft es ja vielleicht.

Ersatzvorschlag für die schnelle Tasse am Stachus mit einigermaßen Geschmack?

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Lüngerl, Friday, 09.12.2016, 13:55 (vor 3422 Tagen) @ BlueMagic

Stimme ich was den Fraß betrifft uneingeschränkt zu.
Der Kaffee ist aber für "auf die Schnelle" durchaus genießbar.

Den Verlust meiner 5 € Kaffeeumsatz im Monat werden die zwar nicht wirklich merken. Aber in der Masse hilft es ja vielleicht.

Ersatzvorschlag für die schnelle Tasse am Stachus mit einigermaßen Geschmack?

Kennst du das Gloria Kino am Stachus? Da ist ganz hinten im Hof ein Cafe, das irgendwie seltsam aus der Zeit gefallen wirkt. Erfeulich unmünchnerisch. Osteuropischer Charme. Haben aber eine amtliche Kaffeemaschine! Die Betreiber oder die Bedienung sprechen nicht alle sattelfest Deutsch, waren aber bei meinen Besuchen immer superfreundlich. Vielleicht ist das eine Alternative.

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BlueMagic, Friday, 09.12.2016, 14:07 (vor 3422 Tagen) @ Lüngerl

Danke für den Tipp. Werde ich nächsten Mittwoch ausprobieren.

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Mcs, Saturday, 10.12.2016, 15:34 (vor 3421 Tagen) @ Lider Weisswuaschd

Der Hauptgrund, nicht zu McDonalds zu gehen: Der Fraß ist einfach ungenießbar.
Mir nach wie vor ein Rätsel wie man freiwillig dort Geld lassen kann.

lieber herr weisswuaschd, sie haben vielleicht recht, aber sie müssen den fr... auch nicht essen, uns reicht es volkommen wenn sie ihn kaufen !

Aber der Burger King ist sauber, oder?

Celtic, Friday, 09.12.2016, 21:05 (vor 3422 Tagen) @ Ronald

Sonst woaß ma ja gar nimmer, wo ma no fressn (sic) soi...

Aber der Burger King ist sauber, oder?

Schwabinger, Friday, 09.12.2016, 21:34 (vor 3422 Tagen) @ Celtic

Sonst woaß ma ja gar nimmer, wo ma no fressn (sic) soi...

Der Big King is eh vui besser als Big Mac!

Aufn Burger King speibts es aa leichter...

Celtic, Friday, 09.12.2016, 22:03 (vor 3422 Tagen) @ Schwabinger

Beim Mäcki-Speim host oiwei so a "Nochreizen", des hoaßt du schindts de beim Burger King ned gar aso.

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