In der "tz" kommentiert ein Redakteur Bernd Brudermanns die Vorgänge rund um Ismaik und den TSV und mahnt "1860 geht einen gefährlichen Weg".
Neben einer Reihe durchaus zutreffender Anmerkungen, die so ähnlich in fast allen Zeitungen zu finden sind, schreibt er zum Schluss:
"Sich in die Hände eines bar jeden Fußballverstandes handelnden Zahlmeisters zu begeben, war keinesfalls alternativlos. Der Gang zum Konkursrichter und der Neuanfang in der Regionalliga wäre eben auch ein gangbarer Weg gewesen. Auch wenn er mit dem (zumindest vorübergehenden) Verlust des 1860-Leistungszentrums in seiner jetzigen Form verbunden gewesen wäre. Dass die Vereinsführung das nicht wollte, obliegt ihrer Verantwortung."
Und das ist grotesk. Denn es wären die Brudermänner der Zunft gewesen, die jeden Funktionär des TSV 1860, der einen solchen Weg hätte einschlagen wollen und öffentlich dafür geworben hätte, medial ans Kreuz genagelt und ihren Lesern mit Furor zum Fraß vorgeworfen hätten.
Ich bin ein absoluter Gegner der "Medien-Politik" Ismaiks und halte sie für in jeder Hinsicht dumm und kontraproduktiv. Aber die Krokodilstränen, die viele Medienschaffende jetzt vergießen, sind auch nicht viel schöner. Trotzdem würde ich mich im Zweifel noch für den letzten schreibenden Hornochsen verwenden, damit er weiter machen kann.
http://www.tz.de/sport/1860-muenchen/kommentar-zum-medienboykott-1860-geht-einen-gefaehrlichen-weg-7023439.html