@Kenny2 - Mitgliederversammlung (Forum)
Innerer Widerspruch - ganz jenseits von (sowieso egalen) DFL-Statuten:
Demokratische Mitbestimmung erteilt dem Wähler die Verantwortung für seine Entscheidungen.
Mit dem "es könnte ja ein Verrückter kommen"-Argument entzieht man sie ihm wieder.
Entweder, der Wähler ist souverän oder die geglaubte "Demokratie" ist pillepalle.
Könnte man sehr weit dischkrieren und läßt tief in Haltungen einblicken,
aber da wir hier ja eine Bar sind, noch ein anderer, netter Gedanke:
Wenn also in die Satzung DFL- widersprüchliche Statuten eingeführt würden, könnte das ja eine sehr elegante Möglichkeit sein, einen ungeliebten Investor durch den provozierten Rauswurf aus der DFL wieder loszuwerden ...
Vom DFB habe ich auch nicht geschrieben - bitte genau lesen. Die DFL will die Satzung zur Prüfung haben, das ist FAKT! Die DFL würde ja dann auch nicht den Verein 1860 e.V. verbieten, aber ggf. die Lizenz für die KGaA nicht erteilen, wenn man eine Satzung hat, die der DFL nicht gefällt (z.B. eine, die 50+1 durch die Hintertür aufhebt oder wo ein Verrückter in der Versammlung aufsteht, seine Kandidatur da erst bekannt gibt und sofort gewählt wird.)
Was Kenny schreibt ist soweit ich das beurteilen kann richtig. Gleichzeitig nicht relevant für die Arbeit an diesem Antrag zur Satzungsänderung, da dieser m.E. ohne Probleme DFL konform ist.
Das andere würde ich auch nicht so hoch hängen bzgl. großes Demokratie-Erwachen bei 60. Sinn des Antrags ist schlicht, den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, wenn vorhanden aus mehreren Kandidaten auszuwählen. Mit Demokratie hat das m.E. im ersten Moment nicht viel zu tun, sondern eher mit einer Änderung der Möglichkeiten zur Präsidentenwahl. D.h. die demokratischen Möglichkeiten würden erweitert werden. Inwieweit das dann Auswirkungen auf das Demokratieverständnis bei 60 hat wird die Zukunft zeigen, sollten sich die Mitglieder überhaupt mit 3/4 Mehrheit für die Satzungsänderung entscheiden.
Das "es könnte ja ein Verrückter kommen"-Argument ist natürlich Unsinn, nachdem man 20 Jahre die falschen gewählt hat und sich jetzt plötzlich fürchtet es könnte sich ein Verrückter nur zur Wahl stellen. Interessanter ist die Frage wieviel Demokratie benötigt ein Fußballverein überhaupt?

